Norwegen, Spitzbergen und Island

Norwegen, Spitzbergen und Island MS 3 28.06. - 15.07.17

Anreise nach Kiel

Wir sind auf eigene Faust nach Kiel gereist, wie immer haben wir eine Übernachtung in der Nähe von Hamburg eingelegt, um am Anreisetag stressfrei nach Kiel zu kommen. So waren wir auch diesmal früh am Schiff. Die Koffer haben wir am Hafen abgegeben und das Auto dann ins Parkhaus am Jensendamm gebracht, wo wir es bei Start in Kiel immer unterstellen. Das Parkhaus ist nur wenige hundert Meter vom Hafen entfernt und bietet spezielle Tarife für Kreuzfahrer.Wir haben damals etwas über 100€ für die 14 Tage bezahlt, Aktuelle Preise findet Ihr auf der Webseite.

 https://www.parkhaus-jensendamm.de/

Das Parkhaus ist eine gute günstigere Alternative zu den Parkmöglichkeiten direkt am Terminal.

Als das Auto abgestellt war, sind wir die wenigen hundert Meter zum Terminal gelaufen und haben eingecheckt. Der Check Inn war wie immer sehr zügig, die Kabine allerdings noch nicht bereit, so das wir erst einmal ins Anckelmannsplatz gegangen sind, um dort eine Kleinigkeit zu essen.

Als die Kabine gerichtet war, haben wir uns erstmal häuslich eingerichtet, Stauraum gibt es bei Mein Schiff genug, selbst wenn man wie wir sehr viele Sachen dabei hat, weil man auf dieser Reise auf alles vorbereitet sein muß. Auch bei dieser Reise war von 0 Grad und eisigem Wind bis über 20 Grad und Sonnenschein alles dabei. Nach der obligatorischen Seenotrettungsübung war es dann soweit, mit einem Glas Sekt haben wir uns zu der Musik von Unheilig von Kiel verabschiedet.Nach einem Seetag würden wir Bergen erreichen, das erste Ziel unserer Reise.

 

Geiranger 01.07.17

Fahrt durch den Geirangerfjord

Eine Fahrt durch den Geirangerfjord ist das Highlight einer jeden Norwegenkreuzfahrt. Hier lohnt es sich wirklich, früh auf zu stehen, um die Durchfahrt des Fjordes zu genießen. Wir durften dies schon das zweite Mal genießen und auch, diesmal war ich wieder sprachlos, ob dieses Naturerlebnisses. Langsam bahnen sich die Kreuzfahrtschiffe ihren 15 Kilometer langen Weg durch den zum Teil nur 600 Meter breiten Fjord. Rechts und links kann man je nach Wetterlage unzählige Wasserfälle sehen, wenn es vorher ausreichend geregnet hat, in ihrer vollen Pracht.

Der Geirangerfjord ist einer der bekanntesten Fjorde Norwegens und ist seit 2005 Unesco Weltkulturerbe.

Bekannt sind die Wasserfälle "Die sieben Schwestern" und " Freya" die sich direkt gegenüber liegen. Der Saga nach buhlte nacheinander Freya um die Gunst der Schwestern, als diese ihn jedoch verschmähten, begann er zu trinken. Der Wasserfall ähnelt in seiner Form einer Flasche.

Wanderung zum Storsetterfossen.

Diese Wanderung hatten wir auch 2015 schon gemacht, waren damals aber nicht. bis zum Wasserfall gekommen. Der Wasserfall liegt auf 550 Metern Höhe und meine Kondition hatte mir damals einen Strich durch die Rechnung gemacht. Dieses Mal hatte ich den Anspruch an mich, dort hoch zu kommen. 

Wer zum Storsetterfossen wandern möchte, hält sich gleich nach der Touristeninformation ( hier erhält man auch eine Wanderkarte für Geiranger) an der Straße nach rechts und geht in Richtung des kleinen Wasserfalles. Direkt hinter dem Hotel Union, führt links ein Weg in Richtung Wasserfall. Diesem folgt man, ca. 300 Meter bergauf, was für ungeübte schon sehr sportlich ist. Nach 300 Höhenmetern erreicht man das Hotel und Restaurant Westerås, das mit einer großen Aussenterasse zu einer Pause einlädt. Hier war beim letzten Mal für mich Schluss, heute war ich besser drauf und fühlte mich gut genug, die restlichen 200 Höhenmeter anzugehen. Nachdem wir eine kurze Pause eingelegt und etwas getrunken hatten, sind wir zur zweiten Etappe aufgebrochen. Etwas neidisch habe ich auf eine Reisegruppe von Mein Schiff geschaut, die bis hierhin mit dem Bus gefahren waren und nur die zweite Hälfte vor sich hatten. 

Wenn man von Wesrås los läuft, biegt man gleich nach den Hütten auf der linken Seite ab. Hier steht auch ein Hinweisschild zum Storsetterfossen. Die letzten 200 Meter haben es nochmal in sich, einige aus der Mein Schiff Gruppe haben auch relativ schnell aufgegeben. Das kam für uns jetzt nicht mehr infrage, wir wollte nach oben. Zu unserem Glück sind wir irgendwann hinter einer Dame gelandet, die in einem auch für uns richtigen Tempo langsam aufstieg. So hatten wir es dann endlich geschafft und der Anblick des Wasserfalls hat uns sofort für alle Strapazen entschädigt. Der Weg hier hinauf lohnt sich wirklich.

Es ist möglich hinter den Wasserfall zu laufen, was wir auch getan haben. Dazu sollte man keine Höhenangst haben und unbedingt festes Schuhwerk tragen. Der Weg führt über schmale Treppen hínab und ist nass und damit auch rutschig. Vorsicht ist also geboten, vor ein paar Jahren ist hier ein Leichtsinniger abgestürzt und konnte erst Wochen später gefunden werden. Wer sich an die Vorschriften hält kann dieses Erlebnis aber gefahrlos genießen.

Westerås

Auch diesmal wollten wir in Westerås eine Pause einlegen, um dort Waffeln mit Erdbeermarmelade und Sour Creme zu essen. Da wir wussten, das die Mein Schiff Reisegruppe dort auch einkehren würde, sind wir vor Ihnen los gegangen. Runter geht es deutlich einfacher und so waren wir zügig wieder an dem kleinen Berghof. So konnten wir schon mal bestellen, bevor die Gruppe eintraf. Die norwegischen Waffeln sind wirklich göttlich und die hatten wir uns diesmal ja auch erarbeitet. Nach unserer kleinen Mittagspause ging es zurück nach Geiranger. Diesmal haben wir uns noch ein bisschen Zeit genommen und den wirklich sehr überschaubaren Ort angeschaut.

Café Olé

Das Café Olé , bietet lostenloses W- Lan , man findet es leicht, da sich dort auch die meisten Crewmitgieder aufhalten, um mit der Familie zu kommunizieren. 

Bei einem Kaffee und Schokoladenkuchen mit Eis haben auch wir mal alle Nachrichten gecheckt. Das Lokal ist gut besucht, aber wir hatten Glück und haben noch auf der Terrasse ein schönes Plätzchen gefunden.


Wir hatten wieder einmal einen tollen Tag in Geiranger und sind zufrieden, müde und mit beginnendem Muskelkater zurück zum Schiff gelaufen.

Nordkapp 03.07.17

Das Norkapp ist ein steil aus dem Meer ragendes  Schieferplateau, das oft fälschlicherweise als nördlichster Punkt Europas bezeichnet wird.Den nördlichsten Punkt europäischen Festlandes findet man aber weiter westlich mit dem Kinnarodden auf der Nordkinnhalbinsel.

Das jann dem Nordkapp allerdings nicht seine Faszination nehmen, seit der italienische Priester Francesco Negri als erster Tourist das Nordkapp besuchte, zieht es Reisende aus aller Welt hierher.

Wir hatten den Transfer zum Nordkapp über TUI gebucht, es geht aber auch auf eigene Faust.

Wir waren bereits 2015 hier und hatten lange überlegt, ob wir erneut den doch recht teuren Transfer zum Norkapp buchen sollen. Wir hatten uns dann trotzdem zu einem zweiten Besuch entschlossen, da wir beim ersten Mal etwas Pech mit dem Wetter hatten und es sehr neblig war. Da wir erst abends in Honnigsvåg angelegt hatten, blieb uns diesmal der obligatorische Stopp an einem Samizelt erspart und wir fuhren direkt zum Nordkapp. Die Fahrt dauert etwas über eine halbe Stunde und führt durch eine wirklich wunderschöne Landschaft, in der man immer wieder Rentiere sehen kann. Am Nordkapp angekommen haben wir diesmal nur schnell das auch obligatorische Foto gemacht und sind dann gleich in das Untergeschoss des Hauptgebäudes gegangen, um uns den wirklich toll gemachten Film über die Jahreszeiten am Nordkapp anzusehen.Da wir noch Zeit hatten, haben wir uns die kleine Kapelle im Untergeschoss angesehen und noch für 10€ eine Zertifikat von unserem Besuch gekauft, das hatten wir beim ersten Mal nicht getan.

Nach ca. anderthalb Stunden ging es für uns wieder zurück zum Schiff.


Spitzbergen 05.07.17

Wissenswertes über Longyearbyen

Longyrearbyen ist der größte Ort von Spitzbergen und zugleich auch das Verwaltungszentrum. Die Stadt ist einer der nördlichsten Orte der Welt. Die Stadt wurde 1906 von John Munroe Longyear gegründet, der mit seiner Familie hier Urlaub machte und sofort erkannte, das es hier große Kohlevorkommen gab.

Schnell entstand hier eine Bergarbeiterstadt, die im zweiten Weltkrieg zerstört und danach schnell wieder aufgebaut wurde.

Heute ist nur noch ein Zeche im Betrieb, die hauptsächlich das Kraftwerk Longyearbyens versorgt.

Heute lebt das kleine Städtchen hauptsächlich vom Tourismus, die Stadt ist Ausgangspunkt für viele Exkursionen und Ausflüge. 

Longyearbyen verfügt über ein Straßennetz von 40km und einen kleinen Flughafen.

Auch eine Außenstelle des norwegischen Polarinstitutes , sowie das UNIS, eine Projekt mehrer norwegischen Universtäten und ein Langzeitlager für Saatgut befinden sich hier.

 

 


Svalbard Kirche

Die Kirche ist nicht nur für die Bewohner Longyearbyens zuständig, sondern auch für andere Gemeinden in Svalbard. 1921 erbaut, wurde sie im zweiten Weltkrieg völlig zerstört. 

Als Svalbard 1941 evakuiert wurde, nahm der damalige Priester Just Phillip Christian Kruse die wertvollen und geweihten Gegenstände mit nach England, so das sie nicht verloren gingen. 1958 wurde die neu erbaute Kirche eingeweiht und steht bis heute für alle Menschen Tag und Nacht offen. Sie ist nicht nur Kirche, sondern auch Gemeindehaus und Treffpunkt für die Einwohner.

Wer die Kirche betreten möchte, muss sich erst einmal am Eingang die Schuhe ausziehen, was übrigens auch in ganz Longyearbyen üblich ist. 

Durch das Kirchencafé  betritt man den kleinen Kirchraum, nach dem Gottesdienst sitzt man hier gerne noch zusammen. 

Vorsicht Eisbär

Wenn man Longyearbyen verlässt, begegnet man unweigerlich diesem Schild. Ab hier darf man nur noch weitergehen, wenn man ein Gewehr bedienen darf, oder einen Guide dabei hat, der dies kann. Da es zwar selten aber trotzdem durchaus vorkommen kann, das man einem Eisbären begegnet, ist die Vorsichtsmaßnahme auch absolut sinnvoll. 

Wenn sich Eisbären hierher verirren, sind sie meist schon sehr entkräftet und hungrig und dementsprechend gefährlich. Aus diesem Grund wird in Longyearbyen auch kein Auto oder Haus verschlossen, bzw. lassen die Bewohner die Tür zur Sauna auf, damit sich die Menschen bei einer Begegnung mit einem Eisbären in Sicherheit bringen können.


Besuch auf einer kleinen Huskiefarm

Nachdem wir uns kurz die Zeche Longyeabyens angesehen haben, haben wir einen Zwischenstopp bei einer Huskiefarm eingelegt. Hier leben sowohl noch aktive Huskies, als auch Hunde, die die hier Ihren wohlverdienten Ruhestand genießen. Diese werden manchmal von Dem Anbieter unserer Tour zum Spaziergang mitgenommen. Leider ging das an diesem Tag nicht, so das es bei reichlich Streicheleinheiten geblieben ist. 

Und wie immer, wenn ich in Norwegen eine Huskiefarm besuche, war ich wieder fasziniert darüber, wie freundlich und ehrlich diese Hunde sind. Auch wenn sie im Umgang mit Menschen doch deutlich von unseren Haushunden abweichen, sind sie sehr freundlich und aufgeschlossen, nur halt ein wenig ungestüm. 

Als wir die Farm verließen, kam uns ein Rollschlitte mit mehreren Hunden entgegen und ich war heilfroh, nicht hier eine Hundeschlittenfahrt gebucht zu haben. Die Strassen sind im Sommer sehr staubig und die meisten Fahrten werden in Rollschlitten mit bis zu 10 Personen durchgeführt. Das kann weder den Hunden, noch den Gästen wirklich Spaß machen. Ich bin froh, das wir gewartet haben, bis es zwei Jahre später im Winter mit der Huskieschlittenfahrt in einer idyllischen Winterlandschaft geklappt hat.

Wanderung auf Spitzbergen

Nun ging es auf der einzigen Straße durch Longyearbyen hindurch am Flughafen vorbei in die Natur. Hier war nun auch das Gewehr einsatzbereit. Durch die einzigartige, aber auch raue Natur ging es an einer stillgelegten Zeche, die eine perfekte Kulisse für einen Mad Max Film abgeben würde in raus aus der Stadt. Über Schieferfelder wanderten wir eine Weile, bis wir einen kleinen Strand erreichten, an dem wir unser Mittagessen einnahmen. Auf dem Weg sind wir noch auf brütende Vögel gestoßen, die keinen Spaß verstehen, wenn sich Menschen den Nestern zu sehr nähern. Sie haben auch sofort einen Angriff gestartet, so das wir uns mit Brettern bewaffneten, damit sie uns nicht attackieren konnten und zugesehen haben, sofort die Richtung zu ändern,  wodurch die Vögel uns nicht mehr als Gefahr angesehen haben. Diese Vögel brüten auch an den Straßen, so das wir auf dem Rückweg zum Schiff noch andere Passagiere gesehen haben, die attackiert wurden. Nur wussten diese wohl den Grund nicht. Und wieder hat sich die Wahl eines privaten Guides als lehrreich erwiesen.

Am Strand gab es dann Mittagessen aus Tüten, das einfach mit heißem Wasser zubereitet wird. Erstaunlicherweise war es wirklich lecker. 


Stadtbummel durch Longyearbyen

Besucher Longyearbyens sind seit 2013 an einem riesigen, roten Briefkasten vorbeigekommen. Wer wollte, konnte hier Post für den Weihnachtsmann einwerfen. Die Idee hatte  Po Lin Lee, die sich mit viel persönlichem Einsatz und Geld für ihr Projekt eingebracht hat. 

Da die Baugenehmigung nur für zwei Jahre galt, begann 2015 das Gerangel um den Briefkasten. Die Optionen waren Abriss oder die Verlängerung der Genehmigung. Es begann ein jahrelanger Streit, der 2017 damit endete, das Po Lin Lee den Briefkasten vorsichtig abbauen ließ, bevor er von der Stadtverwaltung Longyearbyens abgerisse werden konnte.

Heute versucht Po Linn Lee immer noch, ihn an einer anderen Stelle der Stadt wieder aufzustellen, aber auch andere auswärtige Interessenten stehen bereit, um ihm eine neue Heimat zu geben.

Somit hat dieses Foto für uns fast einen historischen Wert und schmückt heute eine Wand unserer Wohnung.


Nordenskiöldbreen Gletscher

Nach dem Ablegen haben wir noch einen Abstecher in den Sassenfjord, um in dessen Nebenarm, dem Tempelfjord, vor der Gletscherfront  des Tunabreen vor Anker zu gehen. Die Durchfahrt auf den Gletscher zu konnten wir nur mit Bildern der Bugkamera genießen, da wir eine Heckkabine hatten, dann aber drehte die MS 3 und wir hatten von unserem Balkon aus eine grandiose Sicht auf den Gletscher. 

Mit einem kleinen Boot wurde ein im Wasser treibender Eisbrocken aus dem Wasser gefischt und später wurden auf dem Pooldeck die Drinks mit diesem Eis serviert.

Nun war es an der Zeit Spitzbergen zu verlassen und Kurs auf Akureyri zu nehmen.

Akureyri 08.07.17

In Akureyri liegen die Schiffe sehr zentral. Bis zum Zentrum sind es nur knapp 2 km. Ausführliche Informationen zum Hafen und Ausflüge auf eigene Faust findet Ihr hier.

Wir hatten uns für zwei Ausflüge über die Reederei entschieden.

Vormittags wollten wir die Umgebung erkunden, nachmittags gab es einen Reitausflug.

 

Der Mývatn See

Vom Hafen aus ging es durch die sich immer wieder abwechselnde beeindruckende Landschaft Islands. Unser Reiseleiter war ein Holländer, der seit vielen Jahren auf Island lebt. Er führte uns informativ und witzig in die Geschichte und Eigenarten Islands ein. Selten habe ich einem Reiseleiter so gerne zugehört. 

Unser erster Stopp war am Mývatn  ( Mückensee), der seinen Namen den im Sommer in großen Schwärmen auftretenden Mücken verdankt. Meist sind das harmlose Zuckmücken, die nicht stechen, aber auch stechende Kriebelmücken kommen vor Im Sommer gibt es zwei Perioden von jeweils 2 Wochen, in denen die Zuckmücken schwarze Säulen am Ufer des Sees bilden.

Die Mücken bilden die Grundlage des beachtlichen Fischreichtums und der großen Entenpopulation.

 

Dimmuborgir

Nach einer kurzen Fahrt erreichten wir Dimmuborgir, ein Lavafeld mit mit den Überresten eines  Lavasees. Die Steinformationen erinnern an Ruinen von Burgrn und Türmen, die Isländer halten diesen Ort in Ihrer Mythologie als Unterkunft von Elfen und Trollen.

Schön anzusehen, aber da war schon mehrfach auf den Kanaren waren, hielt sich unsere Begeisterung in Grenzen.

Godafoss

Das Highlight dieses Ausflugs war der Godafoss. Das Wasser stürzt auf einer Breite von 158 Metern 11 Meter in die Tiefe. In Island gibt es für viele Dinge eine Sage, so auch für den Godafoss. So soll der Gode und Gesetzessprecher þorgeir Ljósvetningagoöi þorkelsson im 1000 n. Chr. , als beschlossen wurde die christliche Religion zu übernehmen, alle heidnischen Götterbilder in den Godafoss geworfen haben.


Ausritt auf Islandpferden in die Natur

Nach dem wirklich empfehlenswerten Ausflug vormittags, ging es für uns nach einem kleinen Mittagssnack zu den Islandpferden. Diese sind sehr robust und können auch Erwachsene tragen. Die Isländer achten sehr auf eine Reinzucht, Island verbietet die Einfuhr von Islandpferden, damit keine Krankheiten eingeschleppt werden. Wenn ein Islandpferd die Insel verlässt, darf es nicht mehr nach Island eingeführt werden.

Die Besonderheit der Isländer ist, das diese neben Schritt, Trab und Galopp auch Pass und Tölt gehen können. Der Tölt ist die schnellste und für den Reiter angenehmste Gangart.

Die Pferde standen für uns schon bereit, nachdem wir Reithelme bekommen haben, ging es in der großen Gruppe los. Dieser Ausflug ist sowohl für erfahrene Reiter, als auch für Anfänger geeignet, da zwei Gruppen gebildet werden. Die Anfänger erwartet ab einem gewissen Punkt ein gemütlicher Ausritt im Schritt, erfahrene Reiter bekommen die Gelegenheit alle Gangarten zu erleben. 

Ein wirklich sehr empfehlenswerter Ausflug, bei dem alle auf Ihre Kosten kommen.

Reykjavik 09./10.07.17

Die blaue Lagune

In Reykavik liegen die Schiffe gut 5 km vom Zentrum der Stadt entfernt. Ausführliche Informationen zum Hafen und örtlichen Verkehrsmitteln in Reykjavik auf eigene Faust findet Ihr hier.

Am ersten Tag hatten wir einen Ausflug zur blauen Lagune gebucht. Wir wurden am Hafen abgeholt und sind ca. 45 Minute zur blauen Lagune gefahren. Auf der Fahrt gab es erste Informationen zu Island und Reykjavik von unserem örtlichen Reiseleiter. 

An der blauen Lagune angekommen, hieß es erst mal warten, die Gäste werden in Zeitfenstern eingelassen, da der Andrang seht hoch ist.

Dann hieß es duschen, was vorgeschrieben ist und auch kontrolliert wird. Dann war es soweit, wir konnte in das bis zu 38 Grad warme Wasser der blauen Lagune eintauchen. Wir hatten ca. anderthalb Stunden Zeit, das Thermalbad zu erkunden, was auch ausreichend ist. Ein Besuch der blauen Lagune ist bei einem Besuch Islands Und Reykjavik bestimmt ein unbedingtes Muß, ich müsste es aber keine zweites Mal haben. Mir war es einfach zu überlaufen und zu teuer. 

Wir sind nach dem Besuch der blauen Lagune noch durch die Stadt geschlendert. Reykjavik ist nicht nur die Hauptstadt Islands, sonder auch die nördlichste Stadt der Welt. In Reykjavik leben ca. 130.000 Menschen und damit leben ca. 37% der Bevölkerung Islands hier.Trotz allem ist die Stadt sehr beschaulich und gut zu Fuß zu erkunden. Leider hatten wir nicht ausreichend Zeit uns alles anzuschauen, aber es gibt ja immer ein zweites Mal. 

Reykjavik

Bæjarins Beztu Pylsur

Die besten Hot Dogs der Stadt, soll es bei Skuli geben. Das mussten wir natürlich testen, schwimmen macht ja bekanntlich hungrig. 

Selbst Bill Clinton und Kim Kardashien haben es sich anlässlich eines Besuches in Reykjavik nicht nehmen lassen und hier einen Hot Dog zu essen.

Der Wagen steht am alten Hafen und ist so unscheinbar, das wir beim ersten Mal vorbei gelaufen sind.

Die Hot Dogs sind wirklich gut, ein Besuch lohnt sich.

Mittlerweile wird der Hot Dog Wagen in jedem Reiseführer erwähnt.

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Chuck Norris Grill

Zum Abendessen haben wir uns einen Burger im Chuck Norris Grill gegönnt. Während wir auf das Essen gewartet haben, hatten wir ausreichend Zeit, uns die bekanntesten Sprüche des Schauspielers zu lesen, die die Wände zieren.

Die Burger waren sehr lecker, das Restaurant ist gut besucht, was ja immer ein gutes Zeugnis ist.

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Um nach dem Essen noch ein wenig Bewegung zu bekommen, sind wir zu Fuß zurück zum Hafen gelaufen. Es geht immer am Meer entlang und auf halber Strecke trifft man auf schöne Bronzefigur, die von Jón Gunnar Árnason im Jahr 1986 errichtet wurde. Zum 200. Jubiläums der Stadt Reykjavik wurde sie enthüllt.

Die Skulptur stellt ein Wikingerboot dar und gehört heute zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten der Stadt.

 

10.07.17

Am zweiten Tag haben wir den Ausflug Goldener Zirkel gemacht, wann immer es um Ausflüge in Island geht, kommt er wahrscheinlich zur Sprache. Er besteht aus drei der vielleicht atemberaubendsten Orte im Südwesten Islands.Huer handelt es sich um den þingvellir Nationalpark, dem Geysir Geothermalgebiet mit dem bekanntesten Geysir Strokkur und dem spektakulären Wasserfall Gullfoss. Oft ist auch die blaue Lagune dabei, aber die hatten wir ja gestern schon besucht. Los ging es früh morgens, der Ausfliug dauerte 8 Stunden.

Perlan

Der Warmwasserspeicher Perlan, von Imgimundur Sveinsson entworfen, wurde 1991 eröffnet. Er versorgt die Stadt und im Winter auch die beheizten Straßen und Gehwege mit warmem Wasser. Die sechs bereits vorhandenen Tanks wurde mit einer Glaskuppel überdacht, Lampen erzeigen den Eindruck eines Sternenhimmels. Einer der Tanks wurde trockengelegt, auf dem Dach befindet sich eine Aussichtsplattform, von der man einen phantastischen Blick auf Reykjavik hat


Strokkur

Auf unserem Weg zum Strokkur wäre unser Ausflug schon fast beendet gewesen, obwohl er gerade erst angefangen hatte. Unser Bus hatte eine Panne und es war nicht sicher, ob wir einen Ersatz bekommen würden. Nach fast einer Stunde kam zu unserer Erleichterung der Ersatzbus und es konnte weitergehen. Wir haben einfach die Mittagspause verkürzt und waren wieder im Zeitplan. Nun war es soweit wir standen vor dem Strokkur, dem aktivsten Geysir Islands, der alle 10 Minuten ausbricht und dabei eine Höhe von bis zu 30 Metern erreicht. Rund um den Strokkur sind viele heiße Quellen und der Geruch nach Schwefel lässt sich nicht verleugnen. In der Saison ist es nicht ganz einfach einen guten Platz zu ergattern und man muss sehr aufmerksam sein, um den Ausbruch auch wirklich auf ein Bild zu bannen. Aber es gelingt dann doch und was man zu sehen bekommt ist atemberaubend.


þingvellir Nationalpark

Im þingvellir Nationalpark treffen Geologie und jahrtausendealte Geschichte aufeinander. Der Park befindet sich Grabenbruchzone der nordamerikanischen und der eurasischen Erdplatte. Island ist das einzige Land in dem dieser Graben über dem Meeresspiegel verläuft und nirgendwo ist er besser zu sehen als hier. Als die Erdplatten auseinander drifteten, stieg Magma auf und führte vor Millionen Jahren zur Entstehung Islands. Regelmäßige Erdbeben vergrößern den Abstand der Platten jedes Jahr um 2,5 cm. 

Aber þingvellir ist auch ein geschichtlich historischer Ort. 930 n. Chr. wurde hier das demokratische Parlament gegründet, damit war es eins der ersten der Welt. Um das Jahr 1000 n.Chr. wurde hier friedlich das Christentum eingeführt man einigte sich auf einen einzigartigen Kompromiss: Das Christentum wurde zur offiziellen, die Heiden durften Ihre Götter weiterhin im Privaten verehren.

Die Fahrt ging von Tórshavn auf die Nachbarinsel Vágar, die Fahrt dauerte eine Stunde und wir hatten genug Zeit die wirklich beeindruckende und abwechsungsreiche Natur der Färöer zu geniessen. Unser Ziel war das Dorf Gasadalur (Gänsetal), das bis ins Jahr 2003 der isolierteste Ort Europas war, da er nur zu Fuß oder per Hubschrauber erreichbar war. 2003 wurde der Gásadalstunnel eröffnet und nun ist das kleine Dorf mit der Außenwelt verbunden.

Gasadalur besteht aus ein paar kleinen Häusern mit den für die Färöer so typischen Grasdaächern, hier leben ca. 18 Einwohner an einem der schönsten Orte der Insel Vágar, eingebettet zwischen den höchsten Bergen der Insel, dem Árnafjall im Norden und dem Eysturtindur im Osten.

In Richtung Süden eröffnet sich ein traumhafter Ausblick auf die Inseln Tindhólmur  und Gáshólmur.

Der Gullfoss

Der Gulfoss wird für mich  das Highlight Islands bleiben. War ich vom Godafoss schon begeistert, hat mir der Gullfoss den Atem geraubt. Nicht umsonst ist er von World of Waterfalls als einer der Top 10 Wasserfälle der Welt gelistet. Im Sommer erreicht er eine Durchflussrate von 140 Kubikmetern pro Sekunde, das Wasser fällt über zwei Stufen 35 Meter in die Tiefe, bevor es in einen einen schmalen Canyon gepresst wird. Unterhalb der ersten Stufe ist eine Plattform, auf der man dem gewaltigen Wasserfall sehr nah kommt. Ihr solltet auf jeden Fall hingehen, dort merkt man die Naturgewalten und hat einen wunderschönen Ausblick auf den Wasserfall


Nach diesem abwechslungsreichen Tag mit seinen so unterschiedlichen Eindrücken war es an der Zeit zum Schiff zurück zu kehren und Reykjavik zu verlassen. Wir hatten zwei wunderschöne Tage in der Hauptstadt und kommen bestimmt wieder. Selten habe ich eine Stadt so wehmütig verlassen.

Färöer 12.07.17

Die Färöer sind eine autonome, zur dänischen Krone gehörende Inselgruppe, sie besteht auf´s 18 Vulkaninseln, die zwischen Island und Norwegen im Nordatlantik liegen. Die Inseln sind durch Tunnel, Fähren, Dammstraßen und Brücken verbunden.

Die Inseln sind besonders Wanderen und Vogelbeobachtern bliebt, die es in die Berge, Täler und Graslandschaften und an die Steilküsten zieht, die Tausende von Seevögeln beheimaten.

Gásadalur und der Wasserfall Múlafossur

Die Fahrt ging von Tórshavn auf die Nachbarinsel Vágar, die Fahrt dauerte eine Stunde und wir hatten genug Zeit die wirklich beeindruckende und abwechsungsreiche Natur der Färöer zu geniessen. Unser Ziel war das Dorf Gasadalur (Gänsetal), das bis ins Jahr 2003 der isolierteste Ort Europas war, da er nur zu Fuß oder per Hubschrauber erreichbar war. 2003 wurde der Gásadalstunnel eröffnet und nun ist das kleine Dorf mit der Außenwelt verbunden.

Gasadalur besteht aus ein paar kleinen Häusern mit den für die Färöer so typischen Grasdächern, hier leben ca. 18 Einwohner an einem der schönsten Orte der Insel Vágar, eingebettet zwischen den höchsten Bergen der Insel, dem Árnafjall im Norden und dem Eysturtindur im Osten.

In Richtung Süden eröffnet sich ein traumhafter Ausblick auf die Inseln Tindhólmur  und Gáshólmur.


An der Südseite des kleinen Ortes findet man einen weiteren Schatz: den Wasserfall Múlafossur, der unterhalb des Dorfes in den Atlantik stürzt. Um ihn zu erreichen, passiert man eine Schafsweide und geht in Richtung Steilklippe. Von dort hat meinen eine Tollen Blick auf den Wasserfall und das Meer.

 

Wer es sportlich mag, kann von der Ortschaft Bøur über die Berge nach Gásadalur wandern.

Die Wanderung ist anspruchsvoll und nicht für Menschen mit Höhenangst geeignet, da der 4 km lange Weg direkt an den Kanten entlang führt.

Beeindruckend war die Kondition des Postboten, der bis 2003 dreimal die Woche die Post in das Dorf brachte und mit der Fertigstellung des Tunnels in Rente ging.

Bøur

Auf dem Weg zurück nach Torshavn haben wir nicht in Bøur gehalten. Von Bøur hat man den Blick auf den Tindhólmur und den Gáshólmur, die in zahlreichen Bildern verewigt wurden. In Bøur leben ca. 75 Einwohner, die grasbedeckten Holzhäuser liegen dicht gedrängt an schmalen Gassen, sehenswert ist die kleine Holzkirche des Ortes.


Sandavágur

Unser letzter Stop war Sandavágur, der kleine Ort hat 875 Einwohner und die Kirche in Sandavágur beherbergt einen Schatz.

Hier wird ein Runenstein, der 1917 gefunden wurde und wahrscheinlich aus dem 12. Jahrhundert stammt.

Aber auch ansonsten ist das Innere der Kirche, die 1917 vom Tórshavner Architekten Magnus á Kamarinum errichtet wurde sehr beeindruckend.

Zurück in Tórshavn sind wir zum Fußballstadion der Faröer gelaufen, jedem Fußballfan wahrscheinlich bestens bekannt. Wir hatten Glück und konnten in das Stadion hinein und uns ein wenig umsehen.

Danach haben wir uns noch ein wenig in Tórshavn umgesehen, bevor es wieder zurück zum Hafen ging.

Dort befindet sich die Festung Skansin auf einer Anhöhe neben dem Hafen. Die Anlage wurde 1580 zum Schutz vor Piratenangriffen erbaut, 1780 ausgebaut und danach mehrfach schwer beschädigt. Im zweiten Weltkrieg diente sie den Briten als Militärstützpunkt, auch heute stehen hier noch zwei Geschütze aus dieser Zeit und vier dänische Kanonen.


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