Norwegen, Spitzbergen und Island 2

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Inhaltsverzeichnis

1. Jan Mayen Passage

2. Akureyri

    2.1 Mývatn See

    2.2 Dimmuborgir

    2.3 Godafoss

3. Reykjavik

    3.1 Die Blaue Lagune

    3.2 Spaziergang durch Reykjavik

    3.3 Bæjarins Beztu Pylsur

    3.4 Chuck Norris Grill

    3.5 Sun Voyager

    3.6 Der goldene Zirkel

          3.6.1 Perlan

          3.6.2 Strokkur

          3.6.3 Der Gullfoss

          3.6.4 Nationalpark þingvellir

4. Färöer Inseln

    4.1 Gásadalur

    4.2 Bøur

    4.3 Sandavágur

    4.4 Fußballstadion

    4.5 Festung Skansin

5. Mein Fazit

Jan Mayen Passage 07.07.17

Auf unserem Weg nach Akureyri erwartete uns am zweiten Seetag eine Überraschung. Als wir morgens um 07:00 Uhr zum Walken auf das Oberdeck kamen, erwartete uns nicht nur strahlender Sonnenschein, sondern auch eine phantastische Aussicht. 

Wir waren in der Jan Mayen Passage und die Insel lag von der Sonne angestrahlt neben uns. Das Walken musste warten, erstmal wollte ich ein paar Fotos machen.

Die 373 km² große Insel liegt 550 km Nordöstlich von Island an der Grenze zwischen der Grönlandsee und dem europäischen Nordmeer. 

Jan Mayen gehört politisch zu Norwegen, der zuständige Verwaltungssitz ist Bodø.

Jan Mayen wird nur im Rahmen von Expeditionskreuzfahrten angefahren, aufgrund der meist schlechten Wetterverhältnisse ist eine Anlandung aber nur sehr selten möglich. Fast ein Drittel der Insel ist vergletschert, das Klima ist arktisch, wird aber durch einen Ausläufer des Golfstroms etwas abgemildert. Außer zahlreicher Vogelarten ist kein Leben auf Jan Mayen, es sei denn ein Eisbär treibt zufällig auf einer Eisscholle vorbei.

Akureyri 08.07.17

Akureyri mit seinen 18.000 Einwohnern liegt am Ende des wunderschönen Eyjafjörðurs. Der Fjord ist umgeben von steilen Bergen, auf denen man im Winter Ski fahren kann. Es lohnt sich also, die Fahrt durch den Fjord zu genießen. Akureyri wird oft als die Hauptstadt des Nordens in Island bezeichnet. Obwohl die Stadt eher klein ist, kann man viel unternehmen.

Ausführliche Informationen zum Hafen, zu örtlichen Anbietern, öffentlichen Verkehrsmitteln und Ausflügen auf eigene Faust in Akureyri habe ich hier hinterlegt.

Der Mývatn See

Wir hatte für den Vormittag einen Ausflug über die Reederei gebucht. Vom Hafen aus ging es durch die sich immer wieder verändernde Landschaft Islands. Von üppigem grün bis hin zu kargen Lavafeldern ist alles dabei. Unser Reiseleiter war ein Holländer, der seit vielen Jahren auf Island lebt. Er hat uns sehr unterhaltsam einiges über die Umgebung und die Geschichte Islands erzählt. Unser erster Stopp war am Mývatn  (Mückensee), der seinen Namen den im Sommer in großen Schwärmen auftretenden Mücken verdankt. Meist sind das harmlose Zuckmücken, die nicht stechen, aber auch stechende Kriebelmücken kommen vor. Im Sommer gibt es zwei Perioden von jeweils 2 Wochen, in denen die Zuckmücken schwarze Säulen am Ufer des Sees bilden.

Die Mücken bilden die Grundlage des beachtlichen Fischreichtums und der großen Entenpopulation.

Der See ist absolut sehenswert, die Landschaft wunderschön, ein wirklich zauberhafter Ort.

Dimmuborgir

Neben dem See liegt  Dimmuborgir, ein Lavafeld mit mit den Überresten eines  Lavasees. Die Steinformationen erinnern an Ruinen von Burgen und Türmen. Die Isländer halten diesen Ort in Ihrer Mythologie für eine Unterkunft von Elfen und Trollen.

Der Ort lebt von seinen Sagen, ähnliche Formationen findet man auch auf den kanarischen Inseln.

Godafoss

Das absolute Highlight dieses Ausflugs war der Godafoss. Das Wasser stürzt auf einer Breite von 158 Metern 11 Meter in die Tiefe. Er ist einer der bekanntesten und größten Wasserfällen auf Island. Er fließt über 30 Meter breite, hufeisenförmige Klippen und wird in der Mitte durch Felsen geteilt. Ein Teil ist etwa 9m und der andere 17m hoch. Wenn das Wasser hoch genug steht, entstehen oft noch andere Wasserfälle, die diesen Ort noch magischer machen. In Island gibt es für viele Dinge eine Sage, so auch für den Godafoss. So soll der Gode und Gesetzessprecher þorgeir Ljósvetningagoöi þorkelsson im 1000 n. Chr. , als beschlossen wurde die christliche Religion zu übernehmen, alle heidnischen Götterbilder in den Godafoss geworfen haben.

Der Godafoss ist wirklich atemberaubend schön, fast wie aus einem Bilderbuch.

Ausritt auf Islandpferden in die Natur

Nach dem wirklich empfehlenswerten Ausflug vormittags, ging es für uns nach einem kleinen Mittagssnack zu den Islandpferden. Diese sind sehr robust und können auch Erwachsene tragen. Die Isländer achten sehr auf eine Reinzucht. Island verbietet die Einfuhr von Islandpferden, damit keine Krankheiten eingeschleppt werden. Wenn ein Islandpferd die Insel verlässt, darf es nicht mehr nach Island eingeführt werden.

Die Besonderheit der Isländer ist, das diese neben Schritt, Trab und Galopp auch Pass und Tölt gehen können. Der Tölt ist die schnellste und für den Reiter angenehmste Gangart.

Die Pferde standen für uns schon bereit, nachdem wir Reithelme bekommen haben, ging es in der großen Gruppe los. Dieser Ausflug ist sowohl für erfahrene Reiter, als auch für Anfänger geeignet, da zwei Gruppen gebildet werden. Die Anfänger erwartet ab einem gewissen Punkt ein gemütlicher Ausritt im Schritt, erfahrene Reiter bekommen die Gelegenheit alle Gangarten zu erleben. 

Ein wirklich sehr empfehlenswerter Ausflug, bei dem alle auf Ihre Kosten kommen.

Reykjavik 09./10.07.17

Die Hauptstadt Islands ist die nördlichst gelegene Hauptstadt der Welt. Der Charme der Stadt mit ihren knapp 123.000 Einwohnern ist auf Anhieb spürbar. Geysire, Thermalbäder, eine malerische Konzerthalle und zahlreiche erstklassige Restaurants und als Gegensatz die einzigartige Natur. Das alles bekommt Reykjavik unter einen Hut. Die Stadt ist außerdem der ideale Ausgangsort, um Island mit dem Mietwagen zu erkunden.

Ausführliche Informationen zum Hafen, zu örtlichen Anbietern, öffentlichen Verkehrsmitteln und Ausflügen auf eigene Faust in Reykjavik habe ich hier hinterlegt.

Die Blaue Lagune

Die Blaue Lagune ist ca. 30 Minuten von Reykjavik entfernt. Ihre Geschichte begann 1976 als sie sich neben dem Geothermalkraftwerk bildete. Sie entstand aus dem überschüssigen Wasser des Kraftwerks, das Dampf und heißes Wasser an die Oberfläche pumpt. Böse Zungen bezeichnen die Lagune sogar als Umweltkatastrophe, die meisten betrachten sie jedoch als glücklichen ökologischen Zufall. 

Das überschüssige Wasser des Kraftwerks strömte in die Lavalandschaft, das mitgeführte Kieselwasser bildete mit der zeit eine dicke Schlammschicht. Da das Wasser nun nicht mehr abfließen konnte, entstand die Blaue Lagune. Das Wasser der Blauen Lagune wirkt heilend bei vielen Hautkrankheiten. In Island gibt es eine ausgeprägte Badekultur, so das aus dem kleinen Heilbad bald die meistbesuchte Attraktion Islands entstand.

Auch wir hatten einen Ausflug zur Blauen Lagune gebucht. Wir wurden am Hafen abgeholt und sind ca. 45 Minuten zur Blauen Lagune gefahren. Auf der Fahrt gab es erste Informationen zu Island und Reykjavik von unserem örtlichen Reiseleiter. 

An der Blauen Lagune angekommen, hieß es erst mal warten, die Gäste werden in Zeitfenstern eingelassen, da der Andrang sehr hoch ist.

Danach hieß es duschen, was vorgeschrieben ist und auch kontrolliert wird. Dann war es soweit, wir konnten in das bis zu 38 Grad warme Wasser der Blauen Lagune eintauchen. Wir hatten ca. anderthalb Stunden Zeit, das Thermalbad zu erkunden, was auch ausreichend ist. Ein Besuch der Blauen Lagune ist bei einem Besuch Islands und Reykjaviks bestimmt ein unbedingtes Muss, allerdings ist sie recht kostspielig und gut besucht. Wer auf eigene Faust  zur blauen Lagune fahren möchte sollte vorab Karten kaufen, da aufgrund des hohen Besuchsaufkommen für die Gäste Zeitfenster eingerichtet sind.

Spaziergang durch Reykjavik

Reykjavik ist nicht nur die Hauptstadt Islands, sondern auch die nördlichste Stadt der Welt. In Reykjavik leben ca. 130.000 Menschen und damit leben ca. 37% der Bevölkerung Islands hier. Trotz allem ist die Stadt sehr beschaulich und gut zu Fuß zu erkunden. Leider hatten wir nicht ausreichend Zeit uns alles anzuschauen, aber es gibt ja immer ein zweites Mal. 

Erwähnenswert ist mit Sicherheit die Hallgrímskirkja - Kirche. Sie zählt mit 74,5 Metern sowieso schon zu den höchsten Gebäuden Reykjaviks und ihre Lage auf einem Hügel lässt sie noch größer wirken. Der Eintritt ist kostenlos, wer einen tollen Blick auf die Stadt haben möchte kann den Turm erklimmen oder für 900 ISK (ca. 6€) mit dem Fahrstuhl hinauffahren. Auch von großer Bedeutung in Reykjavik ist die Harpa. Seit ihrer Eröffnung im Jahr 2011 konkurriert das Konzerthaus mit der Kirche darum, welches Gebäude den größeren Symbolcharakter hat.

Bæjarins Beztu Pylsur

Die besten Hot Dogs der Stadt, soll es bei Skuli geben. Das mussten wir natürlich testen, schwimmen macht ja bekanntlich hungrig. 

Selbst Bill Clinton und Kim Kardashien haben es sich anlässlich eines Besuches in Reykjavik nicht nehmen lassen und hier einen Hot Dog zu essen.

Der Wagen steht am alten Hafen und ist so unscheinbar, das wir beim ersten Mal vorbei gelaufen sind.

Die Hot Dogs sind wirklich gut, ein Besuch lohnt sich.

Mittlerweile wird der Hot Dog Wagen in jedem Reiseführer erwähnt.

Chuck Norris Grill

Zum Abendessen haben wir uns einen Burger im Chuck Norris Grill gegönnt. Während wir auf das Essen gewartet haben, hatten wir ausreichend Zeit, uns die bekanntesten Sprüche des Schauspielers zu lesen, die die Wände zieren.

Die Burger waren sehr lecker, das Restaurant ist gut besucht, was ja immer ein gutes Zeugnis ist.

Hier geht`s zur Facebook Seite.

Sun Voyager

Um nach dem Essen noch ein wenig Bewegung zu bekommen, sind wir zu Fuß zurück zum Hafen gelaufen. Es geht immer am Meer entlang und auf halber Strecke trifft man auf schöne Bronzefigur, die von Jón Gunnar Árnason im Jahr 1986 errichtet wurde. Zum 200. Jubiläums der Stadt Reykjavik wurde sie enthüllt.

Die Skulptur stellt ein Wikingerboot dar und gehört heute zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten der Stadt.

10.07.17

Der goldene Zirkel

Am zweiten Tag haben wir den Ausflug Goldener Zirkel gemacht, wann immer es um Ausflüge in Island geht, kommt er wahrscheinlich zur Sprache. Er besteht aus drei der vielleicht atemberaubendsten Orte im Südwesten Islands. Hier handelt es sich um den þingvellir Nationalpark, das Geysir Geothermalgebiet mit dem bekanntesten Geysir Strokkur und dem spektakulären Wasserfall Gullfoss. Oft ist auch die blaue Lagune dabei, aber die hatten wir ja gestern schon besucht. Los ging es früh morgens, der Ausfliug dauerte acht Stunden.

Perlan

Der Warmwasserspeicher Perlan, von Imgimundur Sveinsson entworfen, wurde 1991 eröffnet. Er versorgt de Stadt mit warmem Wasser und versorgt im Winter auch die beheizten Straßen und Gehwege. Die sechs bereits vorhandenen Tanks wurden mit einer Glaskuppel überdacht, Lampen erzeugen den Eindruck eines Sternenhimmels. Einer der Tanks wurde trockengelegt auf dem Dach befindet sich eine Aussichtsplattform, von der man einen phantastischen Blick auf Reykjavik hat.

In einem der großen Tanks befindet sich das Perlan Museum, das wir uns aus Zeitgründen nicht anschauen konnten, mit der Ausstellung Wunder von Island. Mit einer geführten Tour werden die Besucher durch die Geschichte der Gletscher geführt. Dem Museum ist es gelungen, einen Eistunnel nachzubauen, wie er auch durchaus natürlich in einem Gletscher vorkommen kann. Da es in dem Tank            - 10 Grad kalt ist, solltet Ihr eine warme Jacke dabei haben.  Buchen könnt Ihr die Tour hier.

Strokkur

Auf unserem Weg zum Strokkur wäre unser Ausflug schon fast beendet gewesen, obwohl er gerade erst angefangen hatte. Unser Bus hatte eine Panne und es war nicht sicher, ob wir einen Ersatz bekommen würden. Nach fast einer Stunde kam zu unserer Erleichterung der Ersatzbus und es konnte weitergehen. Nun war es soweit wir standen vor dem Strokkur, dem aktivsten Geysir Islands, der alle 10 Minuten ausbricht und dabei eine Höhe von bis zu 30 Metern erreicht. Rund um den Strokkur sind viele heiße Quellen und der Geruch nach Schwefel lässt sich nicht verleugnen. In der Saison ist es nicht ganz einfach einen guten Platz zu ergattern und man muss sehr aufmerksam sein, um den Ausbruch auch wirklich auf ein Bild zu bannen. Aber es gelingt dann doch und was man zu sehen bekommt ist atemberaubend.

Der Gullfoss

Der Gulfoss wird für mich  das Highlight Islands bleiben. War ich vom Godafoss schon begeistert, hat mir der Gullfoss den Atem geraubt. Nicht umsonst ist er von World of Waterfalls als einer der Top 10 Wasserfälle der Welt gelistet. Im Sommer erreicht er eine Durchflussrate von 140 Kubikmetern pro Sekunde, das Wasser fällt über zwei Stufen 35 Meter in die Tiefe, bevor es in einen einen schmalen Canyon gepresst wird. Unterhalb der ersten Stufe ist eine Plattform, auf der man dem gewaltigen Wasserfall sehr nah kommt. Ihr solltet auf jeden Fall hingehen, dort merkt man die Naturgewalten und hat einen wunderschönen Ausblick auf den Wasserfall

þingvellir Nationalpark

Im þingvellir Nationalpark treffen Geologie und jahrtausendealte Geschichte aufeinander. Der Park befindet sich Grabenbruchzone der nordamerikanischen und der eurasischen Erdplatte. Island ist das einzige Land in dem dieser Graben über dem Meeresspiegel verläuft und nirgendwo ist er besser zu sehen als hier. Als die Erdplatten auseinander drifteten, stieg Magma auf und führte vor Millionen Jahren zur Entstehung Islands. Regelmäßige Erdbeben vergrößern den Abstand der Platten jedes Jahr um 2,5 cm. 

Aber þingvellir ist auch ein geschichtlich historischer Ort. 930 n. Chr. wurde hier das demokratische Parlament gegründet, damit war es eins der ersten der Welt. Um das Jahr 1000 n.Chr. wurde hier friedlich das Christentum eingeführt man einigte sich auf einen einzigartigen Kompromiss: Das Christentum wurde zur offiziellen, die Heiden durften Ihre Götter weiterhin im Privaten verehren. Wir sind ein Stück an durch die Almannagjá gegangen, in der man zwischen hohen Lavawänden entlang läuft und immer wieder atemberaubende Ausblicke auf den Nationalpark genießen kann. Wenn Ihr individuell in den Park geht, gibt es auch die Möglichkeit in der Sifra Spalte direkt zwischen den beiden Kontinentalplatten zu tauchen oder schnorcheln. Bestimmt ein einzigartiges Erlebnis.

Nach diesem abwechslungsreichen Tag mit seinen so unterschiedlichen Eindrücken war es an der Zeit zum Schiff zurück zu kehren und Reykjavik zu verlassen. Wir hatten zwei wunderschöne Tage in der Hauptstadt und kommen bestimmt wieder. Selten habe ich eine Stadt so wehmütig verlassen.

Färöer 12.07.17

Die Färöer sind eine autonome, zur dänischen Krone gehörende Inselgruppe, sie besteht aus 18 Vulkaninseln, die zwischen Island und Norwegen im Nordatlantik liegen. Die Inseln sind durch Tunnel, Fähren, Dammstraßen und Brücken verbunden.

Die Inseln sind besonders Wanderen und Vogelbeobachtern bliebt, die es in die Berge, Täler und Graslandschaften und an die Steilküsten zieht, die Tausende von Seevögeln beheimaten.

Tórshavn

In Tórshavn leben 18.000 Menschen und dennoch hat die Hauptstadt der Färöer viel zu bieten. Unbedingt anschauen sollte man sich die kleine Festung am Hafen und auch das Stadion der Färöer (Fußballfans bestens bekannt) ist sicherlich einen Besuch wert. In der Stadt gibt es viele kleine Geschäfte und Cafés, kurz gesagt, Tórshavn ist ein Ort der Geborgenheit in der ansonsten rauen Landschaft der Färöer

Ausführliche Informationen zum Hafen, zu örtlichen Anbietern, öffentlichen Verkehrsmitteln und Ausflügen auf eigene Faust in Torshavn habe ich hier hinterlegt.

Gásadalur und Wasserfall Múlafossur

Die Fahrt ging von Tórshavn auf die Nachbarinsel Vágar, die Fahrt dauerte eine Stunde und wir hatten genug Zeit die wirklich beeindruckende und abwechsungsreiche Natur der Färöer zu geniessen. Unser Ziel war das Dorf Gasadalur (Gänsetal), das bis ins Jahr 2003 der isolierteste Ort Europas war, da er nur zu Fuß oder per Hubschrauber erreichbar war. 2003 wurde der Gásadalstunnel eröffnet und nun ist das kleine Dorf mit der Außenwelt verbunden.

Gasadalur besteht aus ein paar kleinen Häusern mit den für die Färöer so typischen Grasdächern. Hier leben ca. 18 Einwohner an einem der schönsten Orte der Insel Vágar, eingebettet zwischen den höchsten Bergen der Insel, dem Árnafjall im Norden und dem Eysturtindur im Osten.

In Richtung Süden eröffnet sich ein traumhafter Ausblick auf die Inseln Tindhólmur  und Gáshólmur.

An der Südseite des kleinen Ortes findet man einen weiteren Schatz: den Wasserfall Múlafossur, der unterhalb des Dorfes in den Atlantik stürzt. Um ihn zu erreichen, passiert man eine Schafsweide und geht in Richtung Steilklippe. Von dort hat meinen eine Tollen Blick auf den Wasserfall und das Meer.

 

Wer es sportlich mag, kann von der Ortschaft Bøur über die Berge nach Gásadalur wandern.

Die Wanderung ist anspruchsvoll und nicht für Menschen mit Höhenangst geeignet, da der 4 km lange Weg direkt an den Kanten entlang führt.

Beeindruckend war die Kondition des Postboten, der bis 2003 dreimal die Woche die Post in das Dorf brachte und mit der Fertigstellung des Tunnels in Rente ging.

Bøur

Auf dem Weg zurück nach Tórshavn haben wir nicht in Bøur gehalten. Von Bøur hat man den Blick auf den Tindhólmur und den Gáshólmur, die in zahlreichen Bildern verewigt wurden. In Bøur leben ca. 75 Einwohner, die grasbedeckten Holzhäuser liegen dicht gedrängt an schmalen Gassen. Sehenswert ist die kleine Holzkirche des Ortes.

Sandavágur

Unser letzter Stop war Sandavágur, der kleine Ort hat 875 Einwohner und die Kirche in Sandavágur beherbergt einen Schatz.

Hier liegt ein Runenstein, der 1917 gefunden wurde und wahrscheinlich aus dem 12. Jahrhundert stammt.

Aber auch ansonsten ist das Innere der Kirche, die 1917 vom Tórshavner Architekten Magnus á Kamarinum errichtet wurde sehr beeindruckend.

Fußballstadion

Die Färöer genießen neben England, Nordirland, Schottland, Wales und Gibraltar das Recht, trotz fehlender staatlicher Souveränität Mitglied der UEFA zu sein. Besonders erfolgreich ist die Nationalmannschaft nicht, sie belegt in der Rangliste Platz 53 von 55. Nur einmal gelang den Färöern eine kleine Sensation, als sie auf neutralem Boden bei einer EM Qualifikation mit 1:0 siegten. Das Stadion in Tórshavn wurde im Jahr 2000 eingeweiht und hier gibt es eine Kuriosität.  Auf den Färöern ist es so windig, das die FIFA eine Sonderregelung erlaubt, wenn es bei starkem Wind einen Strafstoß gibt, darf ein Mitspieler den Ball festhalten.

Festung Skansin

Direkt am Hafen liegt die kleine Festung Skansin. 1580 erbaut und 1780 erweitert nennen sie die Einwohner Tórshavns  die "friedlichste Festung der Welt" da hier meist nur Salut geschossen wurde. Das mag daran gelegen haben, dass die Festung von der Seeseite aus durchaus imposant gewirkt haben muss. Im zweiten Weltkrieg haben die Briten Tórshavn vor Angriffen geschützt, davon zeugen auch heute noch zwei Kanonen. Heute macht die Festung einen sehr friedlichen und freundlichen Eindruck, hier trifft man sich.  Der beliebteste Punkt ist der kleine Leuchtturm, der über Tórshavn wacht.

Nehmt Euch unbedingt noch ein wenig Zeit für Tórshavn, die Stadt ist wirklich sehr nett und lädt zum bummeln oder einer kleinen Pause in den zahlreichen Cafés und Kneipen ein. Uns haben die Faröer sehr gut gefallen, eine wirklich abwechslungsreiche, atemberaubende Landschaft, die den Besucher sofort in den Bann ziehen. Hoffentlich kommen wir irgendwann wieder hier vorbei.

Mein Fazit

Dies war mit Sicherheit eine der beeindruckendsten Reisen, die wir bisher gemacht haben. Diese Reise lebt von ihren unterschiedlichen Destinationen, die jede für sich ihren eigenen Reiz hatten. Die Fahrt durch den Geirangerfjord ist auch beim zweiten Mal einfach magisch, das Nordkap im Mittsommer nachts zu erleben war auch sehr faszinierend. Spitzbergen mit seiner fast unheimlichen Schönheit hat uns sehr beeindruckt. Island hat mit seiner vielfältigen Natur und den so unterschiedlichen Eindrücken bei uns gepunktet und auch die Färöer Inseln waren wunderschön. 

Auch die MS 3 mit ihrer gesamten Crew hat viel dazu beigetragen, das diese Kreuzfahrt uns lange in Erinnerung bleiben wird. Wir haben uns auf dem Schiff sehr wohlgefühlt, das Essen war wie immer sehr gut, MS schafft es trotz des All Inclusive Konzeptes die Qualität sehr hoch zu halten. Nach dieser Reise würden wir gerne noch höher in den Norden fahren, Grönland steht noch auf unserem Wunschzettel.

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