Fuerteventura 30.01.2016


Fuerteventura

Lange Sandstrände, schroffe Natur und malerische Dörfer, das alles findet Ihr auf Fuerteventura. Etwas mehr als 122.000 Menschen leben auf der Insel, knapp 40.000 davon in der Hauptstadt Puerto del Rosario. Fuerteventura hat ihr ganz eigenes Gesicht. Von allen kanarischen Inseln ist sie kargste und bizarrste. Nicht jeder Besucher wird den Charme dieser Insel entdecken, doch wer ihm einmal verfallen ist, kommt immer wieder. Fuerteventura hat längst nicht so viele Sehenswürdigkeiten wie die Nachbarinsel Lanzarote, hier kommen vor allem Wassersportler und Badeurlauber her. Der Süden der Insel ist ein Surfer Paradies und auch im Norden an der Punta Blanca kommen Surfer auf ihre Kosten.

Fuerteventura ist zwar nicht besonders groß, die einzelnen Sehenswürdigkeiten liegen aber weit auseinander. Falls Ihr Euch einen Mietwagen nehmen wollt, solltet Ihr Euch vorher überlegen ob Ihr lieber den Norden oder den Süden ansehen wollt. Für die Fahrt nach Jandia, dem Touristen Hotspot im Süden müsst Ihr mit einer Fahrzeit von gut einer Stunde rechnen. Ein paar Sehenswürdigkeiten habe ich für Euch zusammengestellt.

Der Norden

La Oliva

La Oliva liegt im Inselinneren. Der traditionsreiche Ort hat allerhand zu bieten. Es lohnt sich ein Besuch beim Herrensitz Casa de los Coroneles. Es wurde im 17. Jahrhundert errichtet und diente den den militärischen Oberbefehlshabern als Wohn- und Regierungssitz. Seit dem Jahr 2006 ist das Haus für Besucher geöffnet. Der Eintritt kostet 3€, Sonntag und Montag ist das Haus geschlossen. Nur ein paar Meter entfernt  ist die Iglesia de Nuestra Senora de la Candelaria, eine der schönsten Kirchen Fuerteventuras.

Parque Natural de Corralejo

Der Parque Natural de Corralejo befindet sich im Nordosten der Insel und ist eines der absoluten Highlights von Fuerteventura. Dieses Naturschutzgebiet besteht aus dem größten Dünengebiet der Kanarischen Inseln, das sich  kilometerlang entlang der Küste erstreckt. Der weiße Sand und das türkisfarbene Wasser des Atlantiks bilden einen atemberaubenden Kontrast.

Ihr erreicht die Dünen ganz einfach über die Küstenstraße; dort gibt es mehrere Parkmöglichkeiten, um im feinen Sand spazieren zu gehen. Das Gebiet ist aufgrund der ständigen Brise auch bei Windsurfern und Kitesurfern sehr beliebt. Von den Dünen aus hat man einen fantastischen Blick auf die Nachbarinseln Lanzarote und Los Lobos.

El Cotillo

Im Nordwesten der Insel liegt der Ort El Cotillo. Hier kann man abseits der großen Hotelanlagen einen entspannten Urlaub verbringen. Ruhe, Idylle und Gastfreundschaft werden hier groß geschrieben. Der Ort bietet gute Bedingungen für Surfer, weshalb sich hier viele junge Menschen aufhalten.

1743 wurde auf den Klippen am Ortsrand der Wachturm Castillo del Tostón erbaut. In dem Wachturm befindet sich heute die Ausstellung  eines lokalen Künstlers der seine Bilder hier auch verkauft. Der Wachturm kann für 1,50€ besichtigt werden. Auch sehr sehenswert ist der Faro del Tostón. Er ist ca. drei Kilometer von El Cotillo entfernt. Abhängig davon wieviel Zeit Ihr habt könnt Ihr einfach dorthin laufen oder ein paar Minuten mit dem Auto fahren. Der rotweiß gestreifte Leuchtturm ist 30 Meter hoch und steht an einem landschaftlich wunderschönen Ort. Bei genauem Hinsehen werdet Ihr feststellen, das sich hier gleich drei Leuchttürme befinden. Der erste stammt aus dem Jahr 1897 und hat eine Höhe von gerade mal sechs Metern. Aus dem Jahr 1960 stammt der achteckige, 15 Meter hohe weiße Leuchtturm. 1986 wurde dann der heutige 30 Meter hohe Leuchtturm gebaut. Er soll Schiffe auf die Meerenge zwischen Fuerteventura und Lanzarote aufmerksam machen. Im Erdgeschoß des Leuchtturms befindet sich ein Fischereimuseum. es kann Dienstags bis Samstags von 10:45 - 17:00 Uhr besichtigt werden. Rund um den Leuchtturm gibt es einen 800 Meter langen Lehrpfad mit einigen Informationstafeln.

Der Süden

Auch der Süden hat wie der Norden einen Parque Natural mit Dünenlandschaften. Er verfügt allerdings nicht über befestigte Straßen, so das die Mietwagenfirmen einen Besuch mit normalen PKW`s untersagen. Viele Touristen fahren aber trotzdem über die Sandpisten. Wenn dabei Schäden am Fahrzeug entstehen, müsst Ihr für die Kosten selbst aufkommen. Um auf Nummer sicher zu gehen, ist es empfehlenswert einen Jeep zu mieten oder an einer Jeepsafari in den Süden teilzunehmen. Damit seid Ihr auf der sicheren Seite.

Morro Jable

Auf dem Weg in den Naturpark könnt Ihr einen kleinen Stopp in Morro Jable einlegen. Bis in die 1970er Jahre war Morro Jable ein kleines Fischerdorf. das änderte sich, als das Dorf eine asphaltierte Straßenanbindung bekommen hat. seitdem hat sich Morro Jable zu einem beliebten Ferienort entwickelt und erfreut sich bei Strandurlaubern wegen seines knapp vier Kilometer langen Sandstrands großer Beliebtheit. Der Ortskern hat sich seinen ursprünglichen Charme aber bewahrt. Wer mag, kann noch einen kleinen Spaziergang zum Leuchtturm Morro Jables machen.

Cofete

Bild Quelle: Nici Keil auf pixabay
Bild Quelle: Nici Keil auf pixabay

Wenn Ihr der Straße, die jetzt unbefestigt ist weiter folgt, kommt Ihr in an dem kleinen Örtchen Cofete vorbei. Hier leben nur zwei Familien, die gemeinsam das einzige Restaurant betreiben. Ihr Auskommen ist aber gesichert, alle geführten Touren halten hier zu einer Mittagspause mit landestypischer Paella an. Direkt hinter dem Ort führt eine holprige Straße zum wunderschönen Strand. Der Strand steht unter Naturschutz, hier darf nicht gebaut werden. Badende sucht man hier vergeblich, aufgrund der Strömung und der oft starken Brandung an der Westküste ist ein erfrischendes Bad hier lebensgefährlich und streng verboten. Jährlich sind hier tödliche Badeunfälle von unbelehrbaren Touristen zu beklagen.

Bild Quelle: Nici Keil auf pixabay
Bild Quelle: Nici Keil auf pixabay

Villa Winter

Bild von Robert Weller auf pixabay
Bild von Robert Weller auf pixabay

Um die Villa Winter ranken sich viele Legenden. bis heute ist nicht restlos geklärt, was in und unter dem Gebäude vorgegangen ist. Klar ist das der deutsche Gustav Winter in den 1920er Jahren auf die Kanaren kam und in Las Palmas auf Gran Canaria ein Elektrizitätswerk baute. danach kam er mit einem Koffer voll Geld nach Fuerteventura und kaufte Land, um einen Militärstützpunkt zu errichten. Dann erfolgte der Bau der Villa Winter. die eine zentrale Rolle im zweiten Weltkrieg gespielt haben soll. Unter der Villa soll sich ein Höhlensystem befinden. Angeblich gab es hier einen U Boot Stützpunkt, von dem aus den Allierten im Atlantik zu trotzen. In Jandia entstanden zwei Flugfelder für die Luftwaffe. was wirklich in der Villa Winter vorgegangen ist, wurde nie wirklich erklärt. Ich war in den 1980er Jahren im Rahmen einer Jeep Safari hier und schwer beeindruckt. Mehr erfahrt auf der Webseite der Villa Winter.


Weitere Ausflugstipps für Fuerteventura

Fuerteventura könnt Ihr sehr gut individuell auf eigene Faust erkunden. Welche Highlights Euch erwarten, seht Ihr hier


Informationen zum Hafen von Fuerteventura

Hier findet Ihr Informationen zur Lage des Hafens, öffentlichen Verkehrsmitteln, Mietwagen, und Ausflugsmöglichkeiten auf eigene Faust.


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