Kanaren und Madeira 24.01.- 31.01.16

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Inhaltsverzeichnis

1. Anreise

2. Das Schiff

    2.1 Die Kabine

3. Madeira 26./27.01.16

    3.1 Levadas Wanderung

    3.2 Poncha

    3.3 Mittagessen

    3.4 Tasting bei Blandys

4. La Palma 28.01.16

    4.1 Balcones de la Avenida Maritima

    4.2 Iglesia Matriz de el Salvador

    4.3 Castillo de la Virgen

    4.4 Museo Naval

5. Teneriffa

    5.1 Pico del Teide

    5.2 Loro Park

    5.3 Markthalle

6. Fuerteventura

    6.1 Der Norden

          6.1.1 La Oliva

          6.1.2 Parque Natural de Corralejo

          6.1.3 El Cotillo

    6.2 Der Süden

          6.2.1 Morro Jable

          6.2.2 Cofete

          6.2.3 Villa Winter

7. Unser Fazit

Nachdem wir bislang nur mit Costa und MSC gefahren waren, wollten wir gerne eine deutsche Reederei ausprobieren. Unsere Wahl fiel auf Mein Schiff, da wir a la Carte bevorzugen und die Mein Schiff Flotte damals noch 3 verschiedene Bedienrestaurants hatte. Ein weiterer Vorteil: Das Essen und die meisten Getränke sind im Reisepreis bereits inkludiert, es fallen an Bord also keine weiteren Kosten an. Es gibt zwei Bezahlrestaurants, die wir aber nie genutzt haben, da das Essen in den a la Carte Restaurants von sehr guter Qualität ist.

Ausführliche Informationen zum Hafen, zu örtlichen Anbietern, öffentlichen Verkehrsmitteln und Ausflügen auf eigene Faust auf Gran Canaria habe ich hier hinterlegt.

Anreise

Da wir nach der Reise noch ein paar Tage auf Gran Canaria bleiben wollten, sind wir auf individuell und haben nur den Transfer zum Hafen bei TUI gebucht. Wir nahmen für den Hinflug die gleiche Maschine, die auch TUI für das Pauschalangebot genutzt hatte, so konnten wir synchron und ohne Wartezeit in den Bus steigen, der uns zum Hafen brachte. Am Hafen angekommen wurden wir ohne Verzögerung und gut organisiert auf das Schiff gebracht. hier konnten wir uns schon mal einen ersten Eindruck über das kulinarische Angebot machen. Zu unserem großen Erstaunen stand uns das Atlantik Restaurant zur Verfügung. Aufgrund des geringen Gästeaufkommens genossen wir einen exzellenten Service.

Das Schiff

Die Mein Schiff 4 zu der Zeit das jüngste Schiff der Flotte wurde 2015 in Dienst gestellt. Im Ursprung wollten wir die Jungfernfahrt buchen, da sich die Fertigstellung verzögert hatte konnten wir leider nicht mitfahren.  Sie ist sehr modern eingerichtet und verfügt über neun Restaurants und Bistros. Das Hauptrestaurant war damals noch in drei Bereiche unterteilt: " Mediteran", "Klassik" und "Brasserie". Das "Anckelmannplatz" ist das Buffet Restaurant an Bord; darüber hinaus werden im Tag&Nacht Bistro auf dem Promenadendeck sowie in der Außenalsterbar auf dem Sonnendeck Snacks angeboten. Gegen Aufpreis steht den Gästen an Bord das " Hanami"(Sushibar), das "La Spezia"(italienische Spezialitäten), das "Surf & Turf (Steakhouse) sowie die Cafelounge im Heck zur Verfügung.  

 

Außergewöhnlich bei der Mein Schiff Flotte ist der 25 Meter lange Pool, das bietet sonst kaum eine Reederei. 

Die Kabine

Die Kabine und das Bad sind modern eingerichtet. Was aber wirklich erwähnenswert ist, ist der Stauraum in den Kabinen. Es gibt jeweils an den Nachttischen einen Stromanschluss, weitere zwei Anschlüsse sind am Schreibtisch. Hier sind zusätzlich auch zwei USB Anschlüsse angebracht. Das gab uns die Möglichkeit unsere elektronischen Geräte gleichzeitig mit Strom zu versorgen. Das ist ein klarer Qualitätsvorteil zu anderen Reedereien. Es gibt ausreichend Schränke und Schubladen, so das man auch bei längeren Reisen mühelos alles unterbekommt. Ebenso hervorheben möchte ich die ausreichende Anzahl an Steckdosen und USB Anschlüssen. Im Gegensatz zu Costa und MSC, bei denen wir nur 2 Steckdosen in der Kabine hatten, gibt es bei Mein Schiff an jedem Nachttische eine und zusätzlich am Schreibtisch 2 Steckdosen und 2 USB Anschlüsse, so das wir uns beim Laden der Geräte nicht in die Quere kamen.

Die Meinungen zur richtigen Lage der Kabine gehen weit auseinander. Wir favorisieren Heckkabinen, uns gefällt der Blick auf das Kielwasser. Ebenso finden wir die freie Sicht auf beiden Seiten sehr vorteilhaft.

Madeira 26./27.01.16

Madeira ist eine grüne Oase mitten im Atlantik. Auf der portugiesischen Insel herrscht das ganze Jahr Frühjahr, auf Madeira ist es aber auch möglich, an einem Tag alle vier Jahreszeiten zu erleben. Die Insel hat 250.000 Einwohner, gut 100.000 leben in der Hauptstadt Funchal. Die Altstadt von Funchal kann man sehr gut auf eigene Faust zu Fuß erkunden, hier gibt es einiges zu entdecken. Aber auch Ausflüge in die wunderschöne Landschaft Madeiras sind zu empfehlen. Da die Schiffe in Funchal meist sehr lange Liegezeiten haben, kann sehr gut einen Ausflug über die Insel mit einem Stadtbummel kombinieren. Aufgrund der Entfernung Madeiras zu anderen Destinationen liegen die Schiffe häufig mit einer Übernachtung im Hafen. So bleibt den Passagieren genügend Zeit für entspannte Erlebnisse.

Ausführliche Informationen zum Hafen, zu örtlichen Anbietern, öffentlichen Verkehrsmitteln und Ausflügen auf eigene Faust in Funchal habe ich hier hinterlegt.

Nach einem Seetag erreichten wir früh morgens Madeira. Wir hatten uns für einen Ausflug über die Reederei entschieden, eine Levadas Wanderung und ein landestypisches Mittagessen.

Levadas Wanderung

Madeira und die Levadas sind untrennbar miteinander verbunden. Bei den Levadas handelt es sich um künstliche Wasserkanäle, die den trockenen Süden mit Wasser aus den niederschlagsreichen Regionen im Norden versorgen. Mittlerweile sind Wanderungen entlang des 2000 Kilometer langen Levadas Netzes sehr beliebt und eine gute touristische Einnahmequelle. Dabei bieten die Kanäle auch einen weiteren Vorteil für Wanderer: nämlich gute Orientierung, man läuft einfach dem Wasser hinterher.

Unsere Wanderung war wirklich wunderschön und auch sehr informativ, man erfährt sehr viel über Landwirtschaft und die vielfältige Natur Madeiras. Gute Tipps für Wanderungen auf Madeira findet Ihr hier.

Poncha

Nach der Wanderung haben wir eine kleine Erfrischung in einer Bar eingenommen. Es gab Poncha, ein sehr traditionelles Getränk auf Madeira. Es besteht üblicherweise aus einem  Brand aus frischem Zuckerrohrsaft, Bienenhonig und einheimischen Zitronen. Trotz des Honigs ist die Poncha durch die Zitronen sehr sauer, aber sie schmeckt wirklich gut. Allerdings nur auf Madeira, wir haben eine Flasche mit nach Hause genommen, aber irgendwie war es nicht so gut wie im Urlaub.

Mittagessen

Das Mittagessen gab es bei einem ehemaligen Kapitän, der sich auf Madeira ein Grundstück zugelegt hat und dort Reitunterricht gibt. Das Restaurant betreibt er nur für seine Reitschulgäste und TUI Reisegruppen. Es gab selbst gebackenes Brot, Knoblauchkartoffeln, Salat und die für Madeira typischen Espetadas. Die Fleischspieße wurden auf dem offenen Feuer gegrillt und waren sehr lecker, wie übrigens alles, was auf den Tisch kam. Zusätzlich gab der "Commandante" unterhaltsame Anekdoten aus seinem langen Leben zum Besten. Es war eine äußerst gesellige Runde, wir haben uns sehr wohl gefühlt. Nach dem Essen konnten wir uns noch das Grundstück und die hier beherbergten Tiere anschauen. Als Zugabe führte uns der "Commandante" noch eins seiner Pferde vor. Ein Besuch bei Freunden und ein empfehlenswerter Ausflug.

Nach dem Besuch auf der Farm ging es für uns zurück zum Schiff. Wir blieben über Nacht in Madeira und hatten am nächsten Tag noch Zeit für einen Bummel durch Funchal.

Tasting bei Blandys

Bei unserem ersten Besuch in Funchal sind wir zufällig auf das Weingut Blandys gestoßen, die direkt in der Innenstadt ihren Madeira Wein anbieten. Für eine Führung hat die Zeit damals nicht ausgereicht. Das wollten wir diesmal unbedingt nachholen. Wir konnten sehr viel über den Madeira Wein erfahren und natürlich auch im Anschluss verkosten. Der Wein eignet sich gut als Souvenir, da er auch nach Öffnung seine Qualität über eine lange Zeit nicht verliert.</

Es war an der Zeit zurück zum Schiff zu gehen, auch bei unserem zweiten Besuch auf Madeira haben wir viele neue Eindrücke gewonnen und eine tolle Zeit gehabt.

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La Palma 28.06.16

La Palma ist die nordwestlichste Insel der Kanaren und punktet mit beeindruckenden Landschaften, imposanten Vulkanen dichten Wäldern und ruhigen Stränden. La Palma hat ca. 84.000 Einwohner, knapp 16.000 leben in der Hauptstadt Santa Cruz de la Palma. Die Stadt ist überschaubar und gut fußläufig zu erkunden.

Ausführliche Informationen zum Hafen, zu örtlichen Anbietern, öffentlichen Verkehrsmitteln und Ausflügen auf eigene Faust in La Palma habe ich hier hinterlegt.

Balcones de la Avenida Maritima

Die Avenida Maritime liegt im Zentrum von Santa Cruz de La Palma und ist berühmt für Ihre Häuser mit den typischen kanarischen Holzbalkonen. Die teilweise wunderschön und üppig bepflanzten Balkone sind ein begehrtes Fotomotiv und ziehen jedes Jahr viele Besucher an. Es lohnt sich wirklich einen kleinen Abstecher in die Avenida Maritime zu machen.

Iglesia Matriz de el Salvador

Direkt auf der Einkaufsstraße von Santa Cruz liegt die Iglesia Matriz de el Salvador. Sie wurde im 16. Jahrhundert errichtet und befindet sich auf dem historischen Plaza España. Besonders markant ist der Glockenturm der fast wie ein Teil einer Festungsanlage wirkt und wahrscheinlich als Fluchtturm für Piratenangriffe erbaut wurde. Kurz nach seiner Errichtung wurde das Gebäude fast komplett durch Piraten zerstört und in den folgenden Jahrhunderten in mehreren Phasen wieder aufgebaut. Eindrucksvoll ist auch sein aus Massivholz bestehendes Eingangsportal.

Castillo de la Virgen

Am nördlichen Ende der Stadt steht auf einem kleinen Hügel eins der Wahrzeichen von Santa Cruz, das Castillo de la Virgen. Die Festung wurde im 17. Jahrhundert zur Verteidigung bei Piratenangriffen erbaut. Auf dem Dach, das gleichzeitig als Aussichtsplattform dient stehen mehrere kleine Kanonen,  man kann sich lebhaft vorstellen, das sie bei Piratenangriffen zum Einsatz gekommen sind. Darüber hinaus hat man von hier einen wunderschönen Blick auf die Stadt und das Meer. Die kleine Festung kann kostenlos besichtigt werden.

Museo Naval - Barco de la Virgen

Das Museu Naval liegt an der Plaza de La Alameda und ist in einer Nachbildung der Santa Maria von Christoph Columbus untergebracht. Obwohl das Schiff sehr original aussieht, ist es doch aus Beton und Zement gebaut worden. Im Schifffahrtsmuseum werden alte Navigationsgeräte, Pergamente, Schiffsmodelle und Karten ausgestellt.

Öffnungszeiten: Montag bis Freitag       10:30 - 17:00 Uhr,

                              Samstag und Sonntag 10:00 - 14:00 Uhr

Ein weiteres Highlight ist der Bummel über die Einkaufsstraße von Santa Cruz, wo viele kleine interessante Geschäfte liegen. 

Über die Landesgrenzen hinaus bekannt ist der Karneval in Santa Cruz. Er beginnt am Freitag vor Aschermittwoch und dauert bis zum darauffolgenden Samstagabend. Eine Veranstaltung ist besonders hervor zu heben, das sind die Feierlichkeiten zum Rosenmontag. An diesem Tag gedenkt man hier der Heimkehr der überwiegend nach Kuba ausgewanderten Einwohner. Die Rückkehrer, die mit Papageienkäfigen, riesigen kubanischen Zigarren und anderen Accessoires zu karibischen Rhythmen durch die Straßen tanzen, werden großzügig mit Talkumpuder beworfen. Solltet Ihr zufällig am Rosenmontag hier sein, müsst Ihr damit rechnen das auch die Zuschauer durchaus mit Talkumpuder beworfen werden. Also vielleicht nicht gerade den Sonntagsanzug anziehen. Es dauert mehrere Tage, bis die Straßen wieder von dem Puder befreit sind.

La Palma hat viele Vulkane, besonders hervorzuheben ist allerdings der Naturpark Cumbre Vieja. Hier könnt Ihr auf der Berühmten Vulkanroute wandern. An deren Ende erreicht Ihr den Leuchtturm von Fuencaliente. Hier erhebt sich der Vulkan Teneguía, der letzte aktive Vulkan Spaniens. Im Besucherzentrum des Vulkans San Antonio erfahrt Ihr viel über die Vulkane. Vom Rand des Kraters habt Ihr einen wunderbaren Blick auf die Vulkanlandschaft. der Naturpark ist 40 km von La Palma entfernt, die Fahrt dauert eine knappe Stunde.

Teneriffa 29.01.16

Teneriffa ist die größte und vielleicht auch die abwechslungsreichste Insel der Kanaren, ca. 950.000 Einwohner leben hier. Für Ihre Besucher hält Teneriffa viel Sehenswertes bereit, hier kommt wirklich jeder auf seine Kosten. Wer die Abwechslung und kleine Abenteuer mag fährt eher in den Norden. Wer Strand und Badeurlaub bevorzugt ist im Süden gut aufgehoben. Begeisterte Wanderer werden in der Inselmitte auf ihre Kosten kommen. Da wir schon mehrfach Urlaub auf Teneriffa gemacht haben, sind wir einfach in der Hauptstadt Santa Cruz de Tenerife geblieben. 

205.000 Einwohner hat Santa Cruz, das Zentrum ist gut zu Fuß zu erkunden. Allerdings fanden wir die Stadt nicht sehr spannend und sind mittags wieder zum Schiff gegangen und haben den Nachmittag auf unserem Balkon verbracht. Gut das die Insel wirklich viele Sehenswürdigkeiten bereit hält, einige möchte ich Euch hier vorstellen. 

Ausführliche Informationen zum Hafen, zu örtlichen Anbietern, öffentlichen Verkehrsmitteln und Ausflügen auf eigene Faust auf Teneriffa habe ich hier hinterlegt.

Der Pico del Teide

Es empfiehlt sich den Teide Nationalpark zu besuchen. Der Pico del Teide, der mit seinen 3715 Metern die höchste Erhebung ganz Spaniens ist, gehört ganz sicher zu seinen Highlights. Viele Besucher wandern auf den Teide, wir haben die komfortablere Variante gewählt und die Seilbahn genutzt. Der Temperaturunterschied auf dem Teide ist enorm. Wir waren im Februar dort und die Temperatur an der Bergstation betrug 0 Grad. Man hat vom Teide eine wunderschöne Aussicht auf den Nationalpark und die Insel. Preise und Angebote für geführte Gruppentouren, sowie online Tickets ohne Wartezeit findet Ihr hier. Die Gipfelbesteigung ist auf 200 Personen pro Tag begrenzt. Es bedarf einer vorherigen Genehmigung, die frühzeitig über das Internet beantragt werden muss.

Loro Park

Ein weiteres Highlight ist der Loro Park. Er befindet sich im Norden der Insel in Puerto de la Cruz. Puerto de la Cruz ist ca. 37 km vom Hafen entfernt. Meist wird von den Reedereien ein Ausflug zum Loro Park angeboten. Wir haben uns für 100€ ein Taxi genommen. Ihr könnt auch aber auch ein Auto mieten und selbst zum Loro Park fahren. Alternativ könnt Ihr den Bus 103 nehmen. Dieser fährt vom Busbahnhof, der ca. 2km vom Hafen entfernt ist bis Puerto de la Cruz. Von dort sind es zu Fuß ca. 25 Minuten zum Park.

Der Loro Park wurde 1972 zunächst als Papageienpark gegründet. Mittlerweile gilt der Park als weltweit führende Institution in Zucht und Haltung von bedrohten Papageienarten. Nach und nach wurde aus dem Papageienpark ein liebevoll angelegter Zoo. Der Loro Park setzt sich mit seiner Stiftung weltweit für Arterhaltung ein. Wunderschön angelegt und dem natürlichen Lebensraum nachempfunden ist die Pinguinanlage. Hier fährt der Besucher auf einem Rollband gemütlich an den Pinguinen vorbei und kann sie in Ruhe beobachten. 

Der Loro Park bietet neben dem reinen Eintritt und selbständigem erkunden des Parks auch verschiedene Führungen an, Tickets und Preise findet Ihr hier. Wir haben uns für hinter den Kulissen des Loro Parks entschieden. Neben den vielen interessanten Einblicken z.B. bei den Gorillas und den Orcas sind für die Teilnehmer bei den Shows Sitzplätze reserviert. Das Mittagessen ist ebenfalls inkludiert.

Markthalle

Wer in Santa Cruz bleiben und sich einfach nur die Stadt anschauen möchte, sollte sich auch Zeit für die wirklich wunderschöne Markthalle Zeit nehmen. Der Mercado Nuestra Señora de África wurde 1943 erbaut und war die nächsten 30 Jahre der Hauptumschlagsplatz von Lebensmitteln in der Stadt und auf der ganzen Insel. 1974 übernahm ein Lebensmittelgroßhändler einen Teil der Warenversorgung und der Markt verlor ein wenig an Bedeutung. Als 1985 noch Lebensmittelläden dazu kamen, war die Glanzzeit des Marktes vorbei. 1995 gründeten die Kaufleute des Marktes eine Genossenschaft und betreiben seitdem den Markt in Eigenregie. Seitdem ist der Markt wieder Treffpunkt und ein großer Gewinn für die Stadt. 

Dies sind nur drei Vorschläge für einen Besuch Teneriffas, natürlich bietet sich hier auch an, einfach ein Auto zu mieten und die Insel auf eigene Faust zu erkunden, wir haben auf den Kanaren immer mit Cicar gute Erfahrungen gemacht. Cicar hat auch ein Büro direkt am Kreuzfahrthafen, reservieren könnt Ihr hier.

Fuerteventura 30.01.16

Lange Sandstrände, schroffe Natur und malerische Dörfer, das alles findet Ihr auf Fuerteventura. Etwas mehr als 122.000 Menschen leben auf der Insel, knapp 40.000 davon in der Hauptstadt Puerto del Rosario. Fuerteventura hat ihr ganz eigenes Gesicht. Von allen kanarischen Inseln ist sie kargste und bizarrste. Nicht jeder Besucher wird den Charme dieser Insel entdecken, doch wer ihm einmal verfallen ist, kommt immer wieder. Fuerteventura hat längst nicht so viele Sehenswürdigkeiten wie die Nachbarinsel Lanzarote, hier kommen vor allem Wassersportler und Badeurlauber her. Der Süden der Insel ist ein Surfer Paradies und auch im Norden an der Punta Blanca kommen Surfer auf ihre Kosten.

Fuerteventura ist zwar nicht besonders groß, die einzelnen Sehenswürdigkeiten liegen aber weit auseinander. Falls Ihr Euch einen Mietwagen nehmen wollt, solltet Ihr Euch vorher überlegen ob Ihr lieber den Norden oder den Süden ansehen wollt. Für die Fahrt nach Jandia, dem Touristen Hotspot im Süden müsst Ihr mit einer Fahrzeit von gut einer Stunde rechnen. Ein paar Sehenswürdigkeiten habe ich für Euch zusammengestellt.

Der Norden

La Oliva

La Oliva liegt im Inselinneren. Der traditionsreiche Ort hat allerhand zu bieten. Es lohnt sich ein Besuch beim Herrensitz Casa de los Coroneles. Es wurde im 17. Jahrhundert errichtet und diente den den militärischen Oberbefehlshabern als Wohn- und Regierungssitz. Seit dem Jahr 2006 ist das Haus für Besucher geöffnet. Der Eintritt kostet 3€, Sonntag und Montag ist das Haus geschlossen. Nur ein paar Meter entfernt  ist die Iglesia de Nuestra Senora de la Candelaria, eine der schönsten Kirchen Fuerteventuras.

Parque Natural de Corralejo

Sicherlich ein Highlight Fuerteventuras sind die Dünen von Corralejo. Sie erstrecken sich auf rund 24 Quadratkilometern. Seit 1982 steht das Gebiet unter Naturschutz und darf touristisch nicht mehr erschlossen werden. Deshalb befinden sich hier auch nur zwei Hotels. Ihr solltet Euch auch noch Zeit für einen kleinen Spaziergang durch Corralejo nehmen. 

El Cotillo

Im Nordwesten der Insel liegt der Ort El Cotillo. Hier kann man abseits der großen Hotelanlagen einen entspannten Urlaub verbringen. Ruhe, Idylle und Gastfreundschaft werden hier groß geschrieben. Der Ort bietet gute Bedingungen für Surfer, weshalb sich hier viele junge Menschen aufhalten.

1743 wurde auf den Klippen am Ortsrand der Wachturm Castillo del Tostón erbaut. In dem Wachturm befindet sich heute die Ausstellung  eines lokalen Künstlers der seine Bilder hier auch verkauft. Der Wachturm kann für 1,50€ besichtigt werden. Auch sehr sehenswert ist der Faro del Tostón. Er ist ca. drei Kilometer von El Cotillo entfernt. Abhängig davon wieviel Zeit Ihr habt könnt Ihr einfach dorthin laufen oder ein paar Minuten mit dem Auto fahren. Der rotweiß gestreifte Leuchtturm ist 30 Meter hoch und steht an einem landschaftlich wunderschönen Ort. Bei genauem Hinsehen werdet Ihr feststellen, das sich hier gleich drei Leuchttürme befinden. Der erste stammt aus dem Jahr 1897 und hat eine Höhe von gerade mal sechs Metern. Aus dem Jahr 1960 stammt der achteckige, 15 Meter hohe weiße Leuchtturm. 1986 wurde dann der heutige 30 Meter hohe Leuchtturm gebaut. Er soll Schiffe auf die Meerenge zwischen Fuerteventura und Lanzarote aufmerksam machen. Im Erdgeschoß des Leuchtturms befindet sich ein Fischereimuseum. es kann Dienstags bis Samstags von 10:45 - 17:00 Uhr besichtigt werden. Rund um den Leuchtturm gibt es einen 800 Meter langen Lehrpfad mit einigen Informationstafeln.

Der Süden

Auch der Süden hat wie der Norden einen Parque Natural mit Dünenlandschaften. Er verfügt allerdings nicht über befestigte Straßen, so das die Mietwagenfirmen einen Besuch mit normalen PKW`s untersagen. Viele Touristen fahren aber trotzdem über die Sandpisten. Wenn dabei Schäden am Fahrzeug entstehen, müsst Ihr für die Kosten selbst aufkommen. Um auf Nummer sicher zu gehen, ist es empfehlenswert einen Jeep zu mieten oder an einer Jeepsafari in den Süden teilzunehmen. Damit seid Ihr auf der sicheren Seite.

Morro Jable

Bild Wikipedia.org
Bild Wikipedia.org

Auf dem Weg in den Naturpark könnt Ihr einen kleinen Stopp in Morro Jable einlegen. Bis in die 1970er Jahre war Morro Jable ein kleines Fischerdorf. das änderte sich, als das Dorf eine asphaltierte Straßenanbindung bekommen hat. seitdem hat sich Morro Jable zu einem beliebten Ferienort entwickelt und erfreut sich bei Strandurlaubern wegen seines knapp vier Kilometer langen Sandstrands großer Beliebtheit. Der Ortskern hat sich seinen ursprünglichen Charme aber bewahrt. Wer mag, kann noch einen kleinen Spaziergang zum Leuchtturm Morro Jables machen.

Cofete

Bild Quelle: Nici Keil auf pixabay
Bild Quelle: Nici Keil auf pixabay

Wenn Ihr der Straße, die jetzt unbefestigt ist weiter folgt, kommt Ihr in an dem kleinen Örtchen Cofete vorbei. Hier leben nur zwei Familien, die gemeinsam das einzige Restaurant betreiben. Ihr Auskommen ist aber gesichert, alle geführten Touren halten hier zu einer Mittagspause mit landestypischer Paella an. Direkt hinter dem Ort führt eine holprige Straße zum wunderschönen Strand. Der Strand steht unter Naturschutz, hier darf nicht gebaut werden. Badende sucht man hier vergeblich, aufgrund der Strömung und der oft starken Brandung an der Westküste ist ein erfrischendes Bad hier lebensgefährlich und streng verboten. Jährlich sind hier tödliche Badeunfälle von unbelehrbaren Touristen zu beklagen.

Bild Quelle: Nici Keil auf pixabay
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Villa Winter

Bild von Robert Weller auf pixabay
Bild von Robert Weller auf pixabay

Um die Villa Winter ranken sich viele Legenden. bis heute ist nicht restlos geklärt, was in und unter dem Gebäude vorgegangen ist. Klar ist das der deutsche Gustav Winter in den 1920er Jahren auf die Kanaren kam und in Las Palmas auf Gran Canaria ein Elektrizitätswerk baute. danach kam er mit einem Koffer voll Geld nach Fuerteventura und kaufte Land, um einen Militärstützpunkt zu errichten. Dann erfolgte der Bau der Villa Winter. die eine zentrale Rolle im zweiten Weltkrieg gespielt haben soll. Unter der Villa soll sich ein Höhlensystem befinden. Angeblich gab es hier einen U Boot Stützpunkt, von dem aus den Allierten im Atlantik zu trotzen. In Jandia entstanden zwei Flugfelder für die Luftwaffe. was wirklich in der Villa Winter vorgegangen ist, wurde nie wirklich erklärt. Ich war in den 1980er Jahren im Rahme einer Jeep Safari hier und schwer beeindruckt. Mehr erfahrt auf der Webseite der Villa Winter.

Unser Fazit

Wir hatten diese Kreuzfahrt in erster Linie gebucht, um Mein Schiff kennen zu lernen. Die MS 4 hat uns in allen Belangen überzeugt. Die Kabine war sehr schön, hier mangelt es den Gästen wirklich an nichts. Das ganze Schiff hat uns vom Design her sehr gut gefallen. Das Essen war von höchster Qualität, um bei anderen Reedereien die gleich Qualität zu bekommen muss man schon ein Bezahlrestaurant besuchen. Auch der 25 Meter lange Pool spricht für die Mein Schiff Flotte. Ein großer Vorteil ist mit Sicherheit auch das all inclusive Konzept, hier fallen keine weiteren Kosten für Speisen und Getränke an. 

Eine Kanaren Kreuzfahrt ist für all diejenigen geeignet, die dem Winter entfliehen wollen. Aufgrund des milden Klimas erwarten die Passagiere meist viel Sonne und angenehme Temperaturen. Die Route eignet sich auch sehr gut für Kreuzfahrtneulinge, da sie meist nur eine Woche geht. Wir hatten auf jeden Fall eine schöne und ereignisreiche Woche auf der Mein Schiff 4.

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