Von Gran Canaria nach Hamburg 2017

Ankunft

Wir haben uns für eine individuelle Anreise mit dem Flugzeug entschieden, da wir zwei Tage vorher geflogen sind, ist das aus unserer Sicht bedenkenlos zu machen.

Da es sich um eine Überführungsfahrt handelte hatten wir uns entschieden das Auto in einem Parkhaus unweit des Zielhafens Hamburg zu parken. Das ist eine günstige Alternative zu den Parkmöglichkeiten direkt am Terminal. 

Bei der Ankunft stand unser Auto in Hamburg bereit, wir fanden das eine komfortable Möglichkeit der individuellen Anreise. Vom Terminal Altona sind wir dann mit dem Taxi zum Flughafen gefahren.

Ausführliche Informationen zu Parkmöglichkeiten und zur Anreise zum Hafen Altona habe ich Euch hier hinterlegt.

Inhaltsverzeichnis

1. Gran Canaria

    1.1 Casa Mozart

    1.2 El Novillo Precoz

2. Einschiffung

    2.1 Die Kabine

    2.2 Rossini/Selection

3. Lanzarote

    3.1 Rancho Texas Park

4. Madeira

    4.1 Camâra de Lobos

    4.2 Gabo Girão

    4.3 Ribera Brava

    4.4 Porto Moniz

    4.5 Villa Baleia

    4.6 Poncha

    4.7 Rua Santa Maria

5. Lissabon

    5.1 Straßenbahn Nr. 28

    5.2 Padrão dos Descobrimentos

    5.3 Torre de Belém

    5.4 Mosteiro dos Jéronimus

    5.5 Confeitaria Pastéis de Belém

    5.6 Elevador de Santa Justa

6. A Coruña

    6.1 Campo de la Rata

    6.2 Torre Herkules

7. Falmouth

    7.1 St Michaels Mount

    7.2 Lands End

    7.3 St Ives

          7.3.1 Loop Inn

    7.4 Rossini einmal anders

8. Southampton

    8.1 Stonehenge

    8.2 Salisbury

          8.2.2 Kathedrale

          8.2.3 Spaziergang durch Salisbury

9. Schwesterntreffen auf hoher See

10. Fazit

Für die zwei Tage auf Gran Canaria haben wir uns einen Mietwagen bei Cicar am Flughafen bestellt. Cicar hat Niederlassungen auf allen kanarischen Inseln und wir haben immer gute Erfahrungen mit dieser Mietwagenfirma gemacht. Das Auto haben wir zügig bekommen und sind nach Las Palma gefahren, wo wir für die nächsten zwei Nächte eine Pension gebucht hatten.

Casa Mozart

In der Casa Mozart hatten wir schon einmal bei einem Aufenthalt auf Gran Canaria übernachtet. Die Casa Mozart ist ein Boutique Hotel im Zentrum von Las Palmas. mit wenigen Zimmern, teilweise mit Balkon und sehr persönlichem Service. Manuela umsorgt ihre Gäste sehr fürsorglich und gibt auch wertvolle Tipps für gute Restaurants. Alle Mitarbeiter sprechen gut Englisch.

El Novillo Precoz

Das Restaurant liegt unweit der Strandpromenade in einer kleinen Seitenstraße. Von außen unscheinbar daherkommend, ist es innen sehr urig und gemütlich eingerichtet. Als uruguayanisches Restaurant bietet das El Novillo Precoz Fleischspezialitäten vom Grill. Die Steaks waren wie immer großartig, der Nachspeisenteller ist ein Traum und die Preise sind sehr moderat. Eine telefonische Reservierung ist empfehlenswert, da das Restaurant sehr klein und immer gut besucht ist. Wir haben von zu Hause reserviert und das hat trotz kleiner Verständigungsproblemen auf englisch gut funktioniert.

Ankunft auf der Cara

Ausführliche Informationen zum Hafen, zu örtlichen Anbietern, öffentlichen Verkehrsmitteln und Ausflügen auf eigene Faust auf Gran Canaria habe ich hier hinterlegt.

Dann war es soweit, unsere erste Fahrt mit Aida sollte beginnen. Da unser Hotel schon sehr nah am Hafen lag, war es eine kurze Fahrt. Wir haben erst das Gepäck bei Aida  abgegeben und dann das Auto bei Cicar, die direkt am Cruiseterminal eine Abgabestation haben. 

Der Check In bei eigener Anreise unterscheidet sich nicht von einer Anreise mit Anreisepaket. Wir waren ein wenig zu früh da, eingeschifft wurde erst ab 12:00 Uhr, daher waren wir fast die ersten am Check In und auch auf dem Schiff.

Die Kabine war noch nicht fertig, so das wir erst einmal zu Mittag gegessen haben. Gegen 14:30 Uhr war unsere Kabine bezugsfertig. Normalerweise nehmen wir immer eine Balkonkabine, bei dieser Fahrt war aber der Aufpreis zu einer Junior Suite so gering, das wir uns diese Kabine gegönnt haben.

Die Kabinen werden aufgrund des Passierwechsels gründlich gereinigt und sind daher erst gegen 15:00 bezugsfertig. Die Restaurants und einige Bars sind währenddessen geöffnet und man hat die Möglichkeit, schon einmal das kulinarische Angebot zu testen. Sobald die Kabinen bezugsfertig sind werden die Passagiere über eine Durchsage und auch über die Aida App informiert.

Rossini / Selection

Bild Quelle: arizonas-world.de
Bild Quelle: arizonas-world.de

Das Rossini ist ein kostenpflichtiges A la Carte Restaurant auf den Aida Schiffen. Das Essen im Rossini ist qualitativ sehr gut, unserer Meinung nach wird dort fast schon auf Sterne Niveau gekocht. Wir hatten uns für den ersten Abend einen Tisch reserviert, es gab ein 3 Gang Welcome Menü für 24,90 € pro Person und wir waren begeistert. Das Essen war sehr gut, der Service genau so, wir hatten einen tollen Abend. Nachdem wir am 2. Abend im Buffet Restaurant gegessen hatten und uns weder die Atmosphäre noch das Essen zugesagt hatten, haben wir kurzerhand jeden Abend im Rossini reserviert. Für Suitengäste ist das Frühstück im Rossini inkludiert, so das wir jeden Morgen in der ruhigen Atmosphäre des Rossinis gefrühstückt hatten. Alle Passagiere die das Frühstück im Rossini nicht inkludiert haben, können mit Voranmeldung ebenfalls die Leistungen in Anspruch nehmen. Es werde aktuell 12€ pro Person berechnet. Aus unserer Sicht nur zu besonderen Anlässen lohnenswert. 

Mit der Einführung der Selection Reisen, wurde das Rossini auf den Selection Schiffen in Selection Restaurant umbenannt. Das Selection ist im Preis moderater, unserer Meinung nach aber auch nicht mehr auf dem Niveau des Rossini.

Egal ob Rossini oder Selection, in beiden Bezahlrestaurants werden jeden Abend unter einem Motto Menüs von mind. 3 Gängen angeboten. Auf Unverträglichkeiten und besondere Wünsche wird immer eingegangen.

Lanzarote 31.01.17

Lanzarote ist die viertgrößte Insel der Kanaren. Sie ist 58 km lang und 34 km breit. Lanzarote hat ca. 150.000 Einwohner, knapp 60.000 leben in der Hauptstadt Arrecife. Lanzarote liegt nur knapp 12 km nördlich von Fuerteventura entfernt. Lanzarote ist eine der schönsten Insel der Kanaren, dank Cesar Manrique dessen Spuren man hier überall begegnet. Der Künstler ist der bekannteste Insulaner. Er hatte zu Lebzeiten viel Einfluss und konnte die Regierung von einem qualitativen Tourismusangebot überzeugen. Es gilt die Regel, das kein Gebäude eine durchschnittliche Palme überragen darf. Dadurch wurden Bausünden weitestgehend vermieden. Auf der Insel gibt es viele Sehenswürdigkeiten, die auf Manrique zurück zu führen sind.

Ausführliche Informationen zum Hafen, zu örtlichen Anbietern, öffentlichen Verkehrsmitteln und Ausflügen auf eigene Faust auf Lanzarote habe ich hier hinterlegt.

Rancho Texas Park

Da wir schon ein paar mal auf Lanzarote waren, haben wir den Aida Ausflug "Schwimmen mit Seelöwen"  gebucht. Mit dem Bus ging es zum kleinen Zoo Texas Rancho Park Wir wurden mit einem . Zunächst hatten wir ein wenig Freizeit um den Park zu erkunden. Es werden auch Shows mit Delfinen und Seelöwen angeboten. Der Park ist überschaubar und für Familien mit Kindern geeignet. Am Treffpunkt angekommen wurden wir kurz eingewiesen und bekamen Neoprenanzüge in die wir uns in den Kabinen ungeübt reingequetscht haben. 

Das Schwimmen mit den Seelöwen dauerte ca. 45 Minuten und war wirklich wunderschön. Ein Fotograf macht Bilder, die man im Anschluss für 10€ erwerben kann.  Wir hatten noch genug Zeit uns im Park umzusehen, der Ausflug war wirklich stressfrei und wunderschön.

Madeira 02.02.17

Madeira ist eine grüne Oase mitten im Atlantik. Die portugiesische Insel ist für ihr moderates Klima bekannt. Das Wetter kann aber auch sehr wechselhaft sein. Die Insel hat 250.000 Einwohner, gut 100.000 leben in der Hauptstadt Funchal. Funchal kann man sehr gut auf eigene Faust zu Fuß erkunden, hier gibt es einiges zu entdecken. Aber auch Ausflüge in die wunderschöne Landschaft Madeiras sind zu empfehlen. Da die Schiffe in Funchal meist sehr lange Liegezeiten haben, kann man sehr gut einen Ausflug über die Insel mit einem Stadtbummel kombinieren.

Auf Madeira haben wir einen Ausflug über Manuel Tours gebucht.  Manuel ist ein deutschsprachigerReiseführer, der Touren in komfortablen Limousinen anbietet. Zur Auswahl stehen Touren bis zur Westküste inkl. des Zentralgebietes oder in den Osten. Wir haben uns für die Westroute entschieden und fahren sehr flexibel.

Câmara de Lobos

Câmara de Lobos liegt 5 km südlich von Funchal und ist eines der ältesten Fischerdörfer Madeiras. Der Name des Dorfes bedeutet "Höhle der Mönchsrobben" die bei der Entdeckung des Ortes noch zahlreich hier lebten. Heute werden sie an diesem Küstenabschnitt kaum noch gesichtet.

Charakteristisch für den Ort sind die bunten Fischerboote  im Hafen. In den engen Gassen leben heute noch Fischerfamilien. 

Am frühen Abend kann man die Fischer bei den Vorbereitungen für die Ausfahrt beobachten, hier werden die meisten Espadas, die Fischspezialität Madeiras gefangen. Câmara de Lobos ist auch die Heimat des Ponchas, ein Getränk aus frischem Zitronensaft, Honig und Zuckerrohrschnaps, das auf Madeira gerne getrunken wird.

 

Berühmtheit erlangte der Ort, als der britische Premierminister Winston Churchill den Ort auf einigen seiner Bilder verewigte. Es gibt eine kleine Gedenktafel die an ihn erinnert. Oberhalb des Ortes befindet sich Estreito Câmara de Lobos, das wichtigste Anbaugebiet für den bekannten Madeirawein.

Kapelle Nossa Senhora dos Pescadores

Bei unserem kurzen Spaziergang sind wir auch an der kleinen Kapelle vorbeigekommen. Sie wurde 1420 von João Gonçalves Zarco errichten lassen. 1723 wurde die Kapelle im Barockstil vollständig erneuert, nur der Glockenturm ist noch aus der Gründerzeit.

Gabo Girão

Gabo Girão bedeutet Kap der Umkehr und ist eine Steilklippe im Süden Madeiras. Mit knapp 600 Metern ist er eine der höchsten Steilklippen in der europäischen Union. 

Unterhalb der Klippe liegen Terrassenfelder, die früher nur mit einem Boot erreicht werden konnten. Seit August 2003 gibt es eine Seilbahn, die den Bauern die Arbeit erleichtert.

Ebenfalls gibt es einen Skywalk, der der Plattform des Grand Canyons nachempfunden ist. Er bietet eine tolle Aussicht auf die darunterliegende Steilklippe.

Ribera Brava

Weiter ging es nach Ribera Brava. Das Örtchen ist ca. 15 km von Funchal entfernt. Sehenswert ist die Kirche São Bento, Sie wurde im 16. Jahrhundert errichtet und ist damit eine der ältesten Kirchen Madeiras.

Schon von der Hauptstraße aus habt Ihr einen tollen Blick auf die Kirche und ihren schönen Vorplatz .Der Kirchturm ist mit blau-weißen Kacheln verziert und ein wahrer Blickfang. Im Inneren der Kirche finden sich zahlreiche Kunstwerke aus dem 17. und 18. Jahrhundert.

Wir sind noch kurz durch den Ort gebummelt und haben am Strand einen Kaffee getrunken, bevor es weiter ging über die Berge nach Porto Moniz.

Porto Moniz

Porto Moniz nach dem portugiesischen Adligen Francisco Moniz benannt, liegt im Nordwesten Madeiras. War die Stadt früher für den Wal - und Fischfang bekannt, lebt sie heute von der Landwirtschaft, dem Tourismus und dem Weinanbau. 

Porto Moniz verfügt über einen wunderschönen Hafen und dem wahrscheinlich einzigen Hubschrauberlandeplatz. Bekannt ist der Ort für seine Lavaschwimmbecken, die vom Atlantik mit Meerwasser gespeist werden.vor dem Ort liegt die kleine Felseninsel Ilhéu mit einem kleinen Leuchtturm.

In der Festung Forte Sao Joao Baptista aus dem 18. Jahrhundert befindet sich heute das Aquarium mit 70 verschiedenen Tierarten, die alle im Meer rund um Madeira vorkommen.

In Porto Moniz gibt es viele Restaurants und Bars, die zum Verweilen einladen. Besonders beeindruckt waren wir von der Brandung hier in Porto Moniz.

Villa Baleia

Zum Mittagessen sind wir im Villa Baleila eingekehrt, wir haben die für Madeira so typischen Fleischspieße bestellt. Das Restaurant ist einfach eingerichtet, der Service sehr freundlich, das Essen war gut, die Portionen sehr groß, da hätten wir uns locker ein Gericht teilen können.

Poncha

Auf dem Rückweg haben wir noch einen kurzen Stopp in einem kleinen Dorf gemacht um unseren obligatorischen Poncha zu genießen. Diese Spezialität darf man sich bei einem Besuch Madeiras auf gar keinen Fall entgehen lassen. Danach haben wir uns in einem Laden noch Madeira Wein gekauft und es ging zurück zum Schiff. Madeira Wein ist lange haltbar und verliert nach dem Öffnen sein Aroma nicht. Mit dem Zwischenstopp war unser Ausflug beendet und wir wurden wieder zum Schiff gebracht.

Rua Santa Maria

Die Rua Santa Maria war schon ein bisschen in die Jahre gekommen, woraufhin sich 2011 Maler begannen 200 Türen mit Gemälden zu verschönern. Daraufhin begannen Künstler und Galeristen sich in dieser Gasse niederzulassen.  Nachdem auch Restaurants dazu kamen, folgten bald auch die Touristen. Heute ist die kleine Gasse eine der Attraktionen in Funchal und erfreut sich größer Beliebtheit. Ein schöner Ort Ort um in einem der vielen Restaurants einen angenehmen Abend verbringen kann.

In unserer Kabine angekommen, stellte ich mit Erstaunen fest, das während unserer Abwesenheit die Balkonmöbel abgeräumt worden waren. Ein kurzer Anruf an der Rezeption und der Grund war klar, es sollte windig werden und Aida wollte sicher gehen, das nichts über Bord ging.

Und es wurde windig. Nachts sind uns Sachen von den Regalen gefallen und wir haben erst mal alles gesichert. Auch der folgende Seetag wurde schaukelig und wir waren froh, als wir den Tejo und damit Lissabon erreichten. Etwas Seegang ist zu dieser Jahreszeit nicht ungewöhnlich. Aida hat gut reagiert und Porto wetterbedingt ausfallen lassen. Der  Aufenthalt in Lissabon wurde mit einer Übernachtung verlängert. 

Lissabon 04.02.17

Straßenbahn Nr.28

In Lissabon lagen wir sehr zentral, direkt in der Stadt und der U-Bahn. Dort haben wir uns ein Tagesticket für das ganze öffentliche Netz Lissabons gekauft. Wir sind auf eigene Faust los und daher auch immer sehr voll. Es Lohnt sich entweder ganz früh oder sehr spät zu fahren. Ebenfalls ist der Einstieg an der Endhaltestelle Campo Ourique empfehlenswert. Nach einem kleinen Fußmarsch haben wir diese erreicht und auf die Bahn gewartet. Wir bekamen einen Sitzplatz und sind eine Weile durch Lissabon gefahren. Besonders schön ist die Fahrt durch die Alfama, den ältesten Stadtteil Lissabons. Leider war das Wetter schlecht, es regnete leicht und bald waren alle Scheiben beschlagen so das wir nichts mehr sehen konnten. Deshalb sind wir vorzeitig ausgestiegen und mit dem Bus zu unserem nächsten Ziel gefahren.

Padrão dos Descobrimentos

Mit dem Bus ging es den Tejo entlang bis wir auf der Höhe der Christo Staue am anderen Ufer waren. Von dort ging es zu Fuß am Tejo entlang bis zum Padrão dos Descobrimentos. Das Denkmal der Entdeckungen, wie die Übersetzung lautet befindet sich im Stadtteil Belém, direkt am Ufer des Tejo. Es wurde 1960 zum 500. Todestag von Heinrich dem Seefahrer von dem Salazar Regime errichtet.

Es ist 56 m hoch und hat im Inneren ein Auditorium für 101 Menschen mit einer Bühne. Im zweiten Stock befindet sich eine Ausstellungshalle und von dort kommt man auf die Aussichtsplattform.

Torre de Belém

Ein Stück weiter befindet sich das bekannteste Wahrzeichen Lissabons, der Torre de Belém. Neben dem Kloster Mosteiro dos Jéronimos gehört der Turm zu den wenigen hohen Gebäuden, die das Erdbeben von Lissabon 1755 überstanden haben. In 35 Metern Höhe befindet sich eine Aussichtsplattform.

Als Leuchtturm begrüßte er die er die ankommenden Handelsschiffe. 

Das düstere Innere des Turms diente bis ins 19. Jahrhundert als Gefängnis.

Mosteiro dos Jéronimus

Das Mosteiro dos Jéronimos, das umgangssprachlich auch Hieroymoskloster genannt wird, ist eines der bedeutendsten Bauwerke Lissabons. beherbergt unter anderem auch die Sarkophage von Fernando Pessoa, Vasco da Gama und Luís de Camões. Im Januar 1502 begonnen, dauerte der Bau 70 Jahre, es beherbergte bis 1834 die Hieronymiten, den Orden des heiligen Hieronymus. Seit 1983 gehört das Kloster zum Unesco Weltkulturerbe.

Confeitaria Pastéis de Belém

Unweit des Klosters bilden sich an einer Konditorei Schlangen. Hier gibt es die wohl bekanntesten Pastéis de Nata Lissabons. Die Blätterteigtörtchen mit Cremefüllung sind wirklich lecker, die Konditorei verteilt sich über mehrere Räume. Sehr beeindruckend ist die verglaste Backstube. Hier kann der Gast sich die Produktion des beliebten Gebäcks anschauen. Auch wir sind hier eingekehrt und haben uns brav in die Schlange gestellt bis ein Tisch frei wurde. Wenn man in das Törtchen beißt, weiß man warum schon die Mönche Lissabons diesen Törtchen verfallen waren. Dazu eine Tasse Kaffee für meinen Mann, einen Kakao für mich und alles ist gut. Im vorderen Teil gibt es eine Bäckerei, in der alle Produkte auch außer Haus verkauft werden. Nach diesem kulinarischen Highlight ging es für uns wieder zurück in die City Lissabons.

Elevador de Santa Justa

Zurück in Lissabon ging es für uns zum Elevador de Santa Justa. Er verbindet die Stadtteile Baixa und den höher gelegen Chiado miteinander. Errichtet im Jahr 1902 mit Dampf betrieben, wurden 1907 Elektromotoren eingebaut.

Er ist 45 Meter hoch und hat zwei mit Holz verkleidete Kabinen, in denen jeweils 24 Person Platz finden.

Ihr solltet eine kurze Wartezeit einplanen, da der Andrang unter Umständen recht groß ist. Wir hatten Glück und kamen relativ zügig an die Reihe. 

Oben angekommen hat man eine phantastische Aussicht auf Lissabon. 

Nachdem alle Fotos gemacht waren sind wir wieder runtergefahren und zum Rossio, dem zentralen Platz in Lissabon gelaufen. Hier gibt es viele Bars und Restaurants.

Ein Anruf überraschte uns, Freunde waren zufällig auch in Lissabon, so haben wir uns getroffen und den Abend gemeinsam verbracht. Wir haben in einem kleinen  Restaurant in der Alfama gegessen. Die verschachtelte Altstadt liegt an einem Hang. Die Orientierung dort ist für Ortsunkundige trotz Navigation nicht einfach.

Am nächsten Morgen sind wir nach dem Auslaufen zum Frühstück ins Rossini gegangen. Sobald wir den Tejo verlassen hatten, wurde es deutlich schaukeliger, was sich im Tagesverlauf immer mehr verstärkte. Schon nach kurzer Zeit war mir schlecht und ich musste mich hinlegen. Auch meinen Mann erwischte es kurz darauf, so das wir den Tag und auch den Abend, den wir eigentlich im Rossini verbringen wollten, im Bett verbracht haben. Die Wellen waren bis auf Deck 7 zu sehen und es ging munter auf und ab. Ich war sehr erleichtert, als wir in A Coruna anlegten. Es würde ja noch die lebhafte Biscaya folgen und ich habe ernsthaft überlegt, einfach nach Hause zu fliegen. Ich hatte keine Lust auf weitere Schaukelei. Ich bin geblieben und der Rest der Reise blieb ruhig. 

A Coruña 06.02.17

 A Coruña liegt auf einer Landzunge am atlantischen Ozean, die Geschichte der ist eng mit ihrem alten Fischer- und Handelshafen verbunden. Die Stadt mit ihren ca.1,1 Millionen Einwohnern ist sehr lebhaft. A Coruña kann und will erlaufen und genossen werden. Alle Sehenswürdigkeiten sind gut zu Fuß zu erkunden. Der Hafen von A Coruña ist meist Ausgangspunkt für Ausflüge nach Santiago de Compostella, das haben wir aber nicht gemacht, wir wollten uns die Stadt ansehen.

In A Coruña hatten wir einen zentralen Liegeplatz und konnten zu Fuß den Hafen verlassen. Am Hafenausgang sieht man direkt die Galerias,  mehrstöckige traditionell galizische Gebäude mit eleganten Glasfassaden, die mittlerweile zu einem sofort erkennbaren Wahrzeichen der Stadt geworden sind. Wir sind an der fast die ganze Altstadt umschließenden Strandpromenade in Richtung des berühmten Torre de Hercules gelaufen.

Campo de la Rata

Das Denkmal wurde zum Gedenken der Opfer erbaut, die die Repressionen Francos zu spüren bekamen, insbesondere für diejenigen, die dabei ihr Leben verloren haben. Das Denkmal wurde zum Unesco Weltkulturerbe erklärt und ist dem englischen Stonehenge sehr ähnlich. Im Gegensatz zu seinem berühmten Verwandten ist der Besuch in A Coruña kostenlos.

Torre Hercules

Der Herkulesturm ist der weltweit älteste Leuchtturm, der heute noch in Betrieb ist. Er stammt aus dem 2. Jahrhundert v. Chr. wurde von den Römern erbaut und weist seit 110 v. Chr. Seeleuten den Weg. Der Torre Hercules ist 55 Meter hoch und steht auf einer Höhe von 112 Metern und kann besichtigt werden. Als wir da waren, war er leider geschlossen.

Erstaunlicherweise hatte ich nach dem starken Seegang auch an Land noch das Gefühl, das es schaukelt. Selbst den Wellen, die an den Strand aufliefen konnte ich nicht wie sonst zuschauen, mir wurde gleich wieder etwas übel. Nachdem wir in einem kleinen Restaurant in der Altstadt etwas gegessen haben, sind sind zum Schiff zurück gegangen, natürlich nicht ohne noch einen Magneten mit zu nehmen.

Falmouth 08.02.17

Falmouth ist eine kleine Hafenstadt an der Südküste der Grafschaft Cornwall und dank der wunderschönen Landschaft Cornwalls ein beliebter Hafen für Kreuzfahrtschiffe. Der Hafen von Falmouth ist nicht nur der größte Hafen in Cornwall, sondern auch der drittgrößte Naturhafen der Welt. Einst bei Schmugglern sehr beliebt, war er dann Warenumschlagsplatz und Ausgangspunkt für lange Seefahrten. Auch heute bildet er noch das Zentrum der Stadt. Mit knapp 21.000 Einwohnern ist Falmouth ein überschaubares Städtchen, das über einen wunderschönen Ortskern verfügt.

In Falmouth haben wir den Ausflug "Auf den Spuren Rosamunde Pilchers" über Aida gebucht. Als wir losfuhren, erzählte uns unsere Reiseleiterin, das auch Falmouth wegen des schlechten Wetters gefährdet gewesen war. Uns hingegen empfing Falmouth mit sehr gutem Wetter. 

St. Michaels Mount

Die erste Station unserer Reise durch Cornwall war St. Michaels Mount. Sie ist eine Gezeiteninsel an der Südwestspitze Englands und liegt ca. 400 Meter vor dem Ort Marazion. In einem Restaurant sollte ein traditioneller Cream Tea mit Scones eingenommen werden. Wir wollten aber St. Michaels Mount in Ruhe und sofort erkunden und haben die Teestunde ausfallen lassen.

Das Schloss auf St. Michaels Mount entstand aus einer Kirche und einer Abtei aus dem 12. Jahrhundert. Das Schloss und die Kapelle befinden sich in Privatbesitz, können aber besichtigt werden. 

Nach einer kurzen Stippvisite auf der Insel, haben wir uns noch kurz Marazion angesehen. Marazion hat eine wirklich wunderschöne kleine Kirche, ansonsten hat der Ort nicht viel hergegeben.

Lands End

Weiter ging es durch die schöne Landschaft von Cornwall nach Lands End. Bei mittlerweile strahlendem Sonnenschein kamen wir dort an.

Lands End liegt in der Nähe des Ortes Penzance, der kleine Ort liegt auf der gleichnamigen Landzunge, deren Spitze der westlichste Punkt Englands auf der Hauptinsel Großbritannien.

Auf Lands End gibt es neben kleinen Häusern auch ein Hotel und einen florierenden Souvenirladen. Wir hatte ausreichend Zeit die Aussicht von der 60 Meter hohen Klippe auf den Atlantik zu genießen und uns gemütlich auf der Landzunge um zu sehen. 

Hingegen unserer Erwartung ist Lands End ein wunderbarer Ort, insbesondere bei schönem Wetter. Nachdem wir einen Magneten erstanden haben ging es weiter nach St. Ives.

St. Ives

St. Ives ist ein beliebter Ferienort und bekannt durch seine Künstlerkolonie. In den schmalen Straßen finden sich unzählige Galerien und Kunstgeschäfte. Das Klima ist für Großbritannien relativ mild, so das sich in St.Ives im Sommer viele Touristen einfinden. 

Direkt am Strand befindet sich die neue Tate Gallery, ein kleiner Ableger der berühmten Londoner Galerie. Hier werden Werke moderner britischer Künstler ausgestellt. seit 1980 hat man ebenfalls die Leitung des Barbara Heptworth Museums übernommen.

Wir haben uns gleich nach Ankunft von der Gruppe getrennt und sind auf eigene Faust durch St Ives gelaufen, es war Mittagszeit und wir wollten in einem Pub ein Sandwich essen.

Loop Inn

Unsere Wahl war schon zu Hause auf das Loop Inn gefallen, da es viele gute Bewertungen hatte. Da wir gleich losgezogen waren, bekamen wir noch einen Platz vor dem Pub mit Blick auf den Strand. Wir haben uns ein Sandwich geteilt und sind beide satt geworden. Die Bewertungen haben nicht getäuscht, das Essen ist wirklich sehr gut. Danach haben wir in Ruhe St. Ives erkundet und sind durch die wunderschönen kleinen Gassen geschlendert, war gefühlt in jedem Laden, wie immer auf der Suche nach einem Magneten. Wir konnte nicht widerstehen und haben auch ein kleines Bild in einer der zahllosen Galerien gekauft.

Dann war es Zeit zum Treffpunkt zurück zu gehen und es ging durch die tolle Landschaft Cornwalls zurück nach Falmouth.

St Ives und Lands End haben uns wirklich sehr gefallen, hier spürte man den Zauber Cornwalls. Wir hatten einen wunderschönen Tag.

Rossini einmal anders.

Am Abend erwartete uns ein Highlight, wir hatten das Rossini einmal anders reserviert und durften das Auslaufen aus Falmouth von einem Balkon direkt unter der Nock. Es war morgens noch nicht ganz sicher, ob das Wetter dies zulassen würde, um so größer unsere Freude, das es geklappt hat. 

Bei leckerem Fingerfood und Sekt, hatten wir den besten Platz beim Auslaufen aus dem Hafen von Falmouth in den Sonnenuntergang hinein. 

Später ging es dann ins Rossini, wo noch ein leckeres Menü auf uns wartete

Southampton 09.02.17

Southampton mit seinen 250.000 Einwohnern ist eine moderne und dynamische Stadt mit einer starken Bindung zum Meer. Jahrhundertelang war Southampton ein wichtiger Seehafen für Großbritannien. 1912 startete die Titanic hier zu ihrer Jungfernfahrt und auch heute ist die Stadt sehr attraktiv für Kreuzfahrtschiffe. Der Hafen wird aufgrund seiner Nähe zu London häufig angefahren. Auch Stonehenge und Windsor sind gut zu erreichen.

In Southampton haben wir von zu Hause eine private Tour nach Stonehenge und Salisbury gebucht. Steve erwartete uns pünktlich am Hafen und es ging gleich los. Steve spricht kein Deutsch, aber trotz unseres nicht perfekten Schulenglisch war die Verständigung kein großes Problem. 

Stonehenge

Über Stonehenge muss ich sicher nicht viel erzählen, ein Besuch dort ist Pflicht.  Steve hatte für uns bereits Karten besorgt, so das wir nur noch durch den Einlass mussten. Stonehenge ist ca.2 km vom Eingang entfernt, wer mag läuft dorthin, für alle anderen gibt es einen Busshuttle. Wir haben uns für den Bus entschieden. Stonehenge nimmt wahrscheinlich jeder anders wahr, der eine fühlt die Aura dieses magischen Ortes, andere wie auch ich leider nicht. Die Steinformation befindet sich auf freier Ebene. Es war sehr windig und mir wurde recht schnell kalt. Ich habe die Audiotour frühzeitig beendet und bin mit dem Bus zurück ins Eingangsgebäude um mich aufzuwärmen. Mein Mann war tapferer und hat die Audio Tour bis zum Ende gebracht.

Zurück am Eingang haben wir uns noch kurz im kleinen Museum umgeschaut, bevor wir uns wieder mit Steve trafen um nach Salisbury zu fahren.

Salisbury

Salisbury liegt in der Grafschaft Wiltshire, direkt am Zusammfluss der Flüsse Avon und Wylye und hat 40.000 Einwohner. 

Unübersehbar ist die Kathedrale von Salisbury, die aus dem 13. Jahrhundert stammt mit ihrer kunstvoll verzierten Westfassade. Mit 123 Metern ist der Kirchturm der höchste in Großbritannien. In der Kathedrale befindet sich eins der noch vier erhaltenen Teilen der Magna Carta. 

Auch im Innern ist die Kathedrale sehr beeindruckend, ein Besuch mit dem Eintritt verbunden sollte zum Pflichtprogramm in Salisbury gehören.

Spaziergang durch Salisbury

Nach dem Besuch der Kathedrale haben wir uns Salisbury erkundet. Die vielen Fachwerkhäuser machen die Stadt einzigartig. Nach einem Besuch im Pub sind wir noch bei Fudge eingekehrt, hier wird das Karamell direkt im Laden hergestellt und verkauft. Direkt am Stadttor gelegen, weist dem Besucher aber auch der Duft des warmen Karamells den Weg. 

Natürlich haben wir noch ein bisschen Karamell gekauft.

Steve brachte uns zurück zum Schiff und Wir verabschiedeten uns von ihm und Southampton. Ein weiterer Seetag lag vor uns, der auch das Ende dieser wirklich schönen Reise war. Er bescherte uns aber noch ein Highlight, auf dem Weg nach Hamburg trafen wir noch die Prima, die wie wir unterwegs nach Hamburg war. Das älteste Schiff traf das Neueste der Flotte. Dieses Treffen wurde auch von einer Drohne begleitet, die sensationelle Bilder dieses Erlebnisses machte. Kurze Zeit fuhren wir nebeneinander, bevor die Prima sich vor uns setzte, um zuerst Hamburg zu erreichen.

Schwesterntreffen auf hoher See

Fazit

Diese Reise war unsere erste Fahrt mit einem Schiff der Aida Flotte. Die Cara ist trotz oder gerade wegen ihres Alters ein wunderschönes kleines Schiff. Mit dem Rossini als Alternative zum Buffetrestaurant welches uns gar nicht gefallen hat, ist Aida mit Sicherheit auch weiterhin eine Alternative für uns. Die Route ist toll, wir würden sie jederzeit aufgrund der abwechslungsreichen Destinationen noch einmal fahren. Auf Aidasehen........

Kommentar schreiben

Kommentare: 0