2. Spaziergang durch Reykjavik
2.1 Fotografi
2.2 Das beste Hotdog in Reykjavik
2.3 Sun Voyager
3.1 Perlan
3.2 Strokkur
3.3 Gulfoss
3.4 þingvellir
5. Informationen zum Hafen von Reykjavik
6.2 Get Your Guide
Reykjavik 09.07.17
Die Hauptstadt Islands mit ihren 130.000 Einwohnern ist ein beliebtes Ziel für Kreuzfahrten in den Norden. Bekannte Sehenswürdigkeiten sind die Hallgrimmskirche, das Konzerthaus Harpa und der Warmwasserspeicher Perlan mit seinem Restaurant unter der Glaskuppel. Aber auch in der Umgebung Reykjaviks gibt es viele Naturwunder, vorne an die blaue Lagune und natürlich auch der Geysir Strokkur und der Gullfoss Wasserfall. Meist liegen die Schiffe zwei Tage im Hafen von Reykjavik, damit die Kreuzfahrer ausreichend Zeit haben alle Sehenswürdigkeiten zu erleben.
Die blaue Lagune
Am ersten Tag hatten wir einen Ausflug zur blauen Lagune gebucht. Wir wurden am Hafen abgeholt und sind ca. 45 Minuten zur blauen Lagune gefahren. Auf der Fahrt gab es erste Informationen zu Island und Reykjavik von unserem örtlichen Reiseleiter. Die blaue Lagune ist das Werk des nahegelegenen Wärmekraftwerks Svartsengi und entstand als das Kraftwerk begann 240° heißes Wasser aus rund 2000 Metern Tiefe an die Oberfläche zu befördern um Energie zu gewinnen. Das reine Wasser wurde anschließend abgeleitet, die blaue Lagune entstand. Das Wasser in der Lagune besteht zu 2 Dritteln aus eingespültem Meerwasser und zu einem Drittel aus aus versickertem Süßwasser. Die im Meerwasser gelösten Kieselalgen reflektieren blaues Licht und lassen die Lagune in ihrer typischen Farbe erstrahlen. Die im Wasser enthaltene Kieselsäure hilft bei verschiedenen Hautkrankheiten, aus diesem Grund befindet sich auch eine Kurklinik in der Nähe.
An der blauen Lagune angekommen, hieß es erst mal warten, die Gäste werden in Zeitfenstern eingelassen, da der Andrang sehr hoch ist.
Zuerst hieß es duschen, was vorgeschrieben ist und auch kontrolliert wird. Dann war es soweit, wir konnten in das bis zu 38 Grad warme Wasser der blauen Lagune eintauchen. Wir hatten ca. anderthalb Stunden Zeit, das Thermalbad zu erkunden, was auch ausreichend ist. Ein Besuch der blauen Lagune ist bei einem Besuch Islands Und Reykjavik bestimmt ein unbedingtes Muss, ich müsste es aber kein zweites Mal haben. Mir war es einfach zu überlaufen und zu teuer.
Wer es in Reykjavik sportlich mag, ist bei Baja Bikes gut aufgehoben. Hier könnt Ihr sowohl Fahrräder leihen, als auch geführte Stadtrundfahrten mit lokalen, meist deutschsprachigen Guides buchen.
Spaziergang durch Reykjavik
Wir sind nach dem Besuch der blauen Lagune noch durch die Stadt geschlendert. Reykjavik ist nicht nur die Hauptstadt Islands, sondern auch die nördlichste Hauptstadt der Welt. In Reykjavik leben ca. 130.000 Menschen und damit leben ca. 37% der Bevölkerung Islands hier, trotz allem ist die Stadt sehr beschaulich und gut zu Fuß zu erkunden. Leider hatten wir nicht ausreichend Zeit uns alles anzuschauen, aber es gibt ja immer ein zweites Mal.
Fotografie
Ein toller kleiner Laden, indem ein Fotograf seine Werke zeigt und verkauft. Wir haben uns ein tolles Foto als Erinnerung an Island und Reykjavik gekauft. Es gibt unzählige wirklich tolle Motive, so das uns die Auswahl wirklich schwer fiel. Ein wirklich origineller Shop zwischen all den Souvenirshops mit Massenware.
Bæjarins Beztu Pylsur
Die besten Hot Dogs der Stadt, soll es bei Skuli geben. Das mussten wir natürlich testen, schwimmen macht ja bekanntlich hungrig.
Selbst Bill Clinton und Kim Kardashian haben es sich anlässlich eines Besuches in Reykjavik nicht nehmen lassen hier einen Hot Dog zu essen.
Der Wagen steht am alten Hafen und ist so unscheinbar, das wir beim ersten Mal vorbei gelaufen sind.
Die Hot Dogs sind wirklich gut, ein Besuch lohnt sich.
Mittlerweile wird der Hot Dog Wagen in jedem Reiseführer erwähnt.
Sun Voyager
Um nach dem Essen noch ein wenig Bewegung zu bekommen, sind wir zu Fuß zurück zum Hafen gelaufen. Es geht immer am Meer entlang und auf halber Strecke trifft man auf schöne Bronzefigur, die von Jón Gunnar Árnason im Jahr 1986 errichtet wurde. Zum 200. Jubiläums der Stadt Reykjavik wurde sie enthüllt.
Die Skulptur stellt ein Wikingerboot dar und gehört heute zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten der Stadt.
Golden Circle
Am zweiten Tag haben wir den Ausflug Golden Circle gemacht. Wann immer es um Ausflüge in Island geht, kommt er wahrscheinlich zur Sprache. Er besteht aus drei der vielleicht atemberaubendsten Orte im Südwesten Islands. Hier handelt es sich um den þingvellir Nationalpark, dem Geysir Geothermalgebiet mit dem bekanntesten Geysir Strokkur und dem spektakulären Wasserfall Gullfoss. Oft ist auch noch die blaue Lagune dabei, aber die hatten wir ja gestern bereits besucht, da der Ausflug wo sie auch noch dabei gewesen wäre, sofort ausgebucht war.
Los ging es früh morgens, der Ausflug dauerte 8 Stunden.
Perlan
Der Warmwasserspeicher Perlan, von Imgimundur Sveinsson entworfen, wurde 1991 eröffnet. Er versorgt de Stadt mit warmem Wasser und versorgt im Winter auch die beheizten Straßen und Gehwege. Die sechs bereits vorhandenen Tanks wurden mit einer Glaskuppel überdacht, Lampen erzeugen den Eindruck eines Sternenhimmels. Einer der Tanks wurde trockengelegt auf dem Dach befindet sich eine Aussichtsplattform, von der man einen phantastischen Blick auf Reykjavik hat.
In einem der großen Tanks befindet sich das Perlan Museum, das wir uns aus Zeitgründen nicht anschauen konnten mit der Ausstellung Wunder von Island. Mit einer geführten Tour werden die Besucher durch die Geschichte der Gletscher geführt. Dem Museum ist es gelungen, einen Eistunnel nachzubauen, wie er auch durchaus natürlich in einem Gletscher vorkommen kann. Da es in dem Tank - 10 Grad kalt ist, solltet Ihr eine warme Jacke dabei haben. Buchen könnt Ihr die Tour hier.
Strokkur
Auf unserem Weg zum Strokkur wäre unser Ausflug schon fast beendet gewesen, obwohl er gerade erst angefangen hatte. Unser Bus hatte eine Panne und es war nicht sicher, ob wir einen Ersatz bekommen würden. Nach fast einer Stunde kam zu unserer Erleichterung der Ersatzbus und es konnte weitergehen. Wir haben einfach die Mittagspause verkürzt und waren wieder im Zeitplan.
Der Weg zum Strokkur führt durch eine Landschaft, in der es überall dampft, heiße Bäche mit gelblichen Ablagerungen fließen und der Duft von Schwefel über allem liegt. Da der Strokkur noch friedlich war, haben wir uns erst mal in Ruhe umgesehen.
Fast unbeachtet liegt das Original neben dem Strokkur, der große Geysir, der Namensgeber für alle Geysire nach ihm. Er hat seine Aktivität vor 100 Jahren aufgegeben und ist seitdem ein stiller See mit leuchtend blauem Wasser.
Aber dann wollen wir uns doch dem Strokkur zuwenden. In dem Loch brodelt das Wasser vor sich hin, der Strokkur bricht im Schnitt alle 10 Minuten aus. Plötzlich bildet sich eine Wasserglocke und dann kommt die Eruption. Der Strokkur schießt eine ca. 30 Meter hohe Wassersäule in die Höhe, die dann schnell wieder in sich zusammenfällt, ein Schauspiel das mich sprachlos gemacht hat.
Der Gullfoss
Der Gulfoss "Goldene Wasserfall" ist zweifellos eine der bekanntesten und spektakulärsten Sehenswürdigkeiten Islands. Er ist der Höhepunkt der berühmten Golden Circle Route. Das Wasser des Gletscherflusses Hvítá stürzt hier in zwei beeindruckenden Kaskaden in eine tiefe, enge Schlucht. Die erste Stufe ist 11 Meter und die zweite 21 Meter hoch, was eine Gesamthöhe von 32 Metern ergibt. Durchschnittlich stürzen etwa 109 Kubikmeter Wasser pro Sekunde über die Kanten. Die pure Kraft der Natur ist hier hautnah spürbar.
Der Name leitet sich von dem goldenen Schimmer ab, den der feine Sprühnebel (Gischt) in der Sonne erzeugt – oft entsteht dabei ein wunderschöner Regenbogen, der das Naturschauspiel krönt.
Der Wasserfall ist nicht nur ein Naturspektakel, sondern auch ein Symbol für Islands Naturschutzbemühungen: Er sollte Anfang des 20. Jahrhunderts beinahe für ein Wasserkraftwerk genutzt werden. Nur der mutigen Entschlossenheit der Bauerntochter Sigríður Tómasdóttir, die drohte, sich in die Fluten zu stürzen, ist es zu verdanken, dass der Gullfoss heute unter Naturschutz steht und in seiner ursprünglichen Pracht bewundert werden kann.
þingvellir Nationalpark
Im þingvellir Nationalpark treffen Geologie und jahrtausendealte Geschichte aufeinander. Der Park befindet sich Grabenbruchzone der nordamerikanischen und der eurasischen Erdplatte. Island ist das einzige Land in dem dieser Graben über dem Meeresspiegel verläuft und nirgendwo ist er besser zu sehen als hier. Als die Erdplatten auseinander drifteten, stieg Magma auf und führte vor Millionen Jahren zur Entstehung Islands. Regelmäßige Erdbeben vergrößern den Abstand der Platten jedes Jahr um 2,5 cm.
Aber þingvellir ist auch ein geschichtlich historischer Ort. 930 n. Chr. wurde hier das demokratische Parlament gegründet, damit war es eins der ersten der Welt. Um das Jahr 1000 n.Chr. wurde hier friedlich das Christentum eingeführt man einigte sich auf einen einzigartigen Kompromiss: Das Christentum wurde zur offiziellen, die Heiden durften Ihre Götter weiterhin im Privaten verehren.
Nach diesem abwechslungsreichen Tag mit seinen so unterschiedlichen Eindrücken war es an der Zeit zum Schiff zurückzukehren und Reykjavik zu verlassen. Wir hatten zwei wunderschöne Tage in der Hauptstadt und kommen bestimmt wieder. Selten habe ich eine Stadt so wehmütig verlassen.
Informationen zum Hafen von Reykjavik
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