Reykjavik 09./10.07.17

Reykjavik 09.07.17

Die blaue Lagune

In Reykavik liegen die Schiffe gut 5 km vom Zentrum der Stadt entfernt. 

Am ersten Tag hatten wir einen Ausflug zur blauen Lagune gebucht. Wir wurden am Hafen abgeholt und sind ca. 45 Minute zur blauen Lagune gefahren. Auf der Fahrt gab es erste Informationen zu Island und Reykjavik von unserem örtlichen Reiseleiter. 

An der blauen Lagune angekommen, hieß es erst mal warten, die Gäste werden in Zeitfenstern eingelassen, da der Andrang seht hoch ist.

Dann hieß es duschen, was vorgeschrieben ist und auch kontrolliert wird. Dann war es soweit, wir konnte in das bis zu 38 Grad warme Wasser der blauen Lagune eintauchen. Wir hatten ca. anderthalb Stunden Zeit, das Thermalbad zu erkunden, was auch ausreichend ist. Ein Besuch der blauen Lagune ist bei einem Besuch Islands Und Reykjavik bestimmt ein unbedingtes Muß, ich müsste es aber keine zweites Mal haben. Mir war es einfach zu überlaufen und zu teuer. 

Reykjavik

Wir sind nach dem Besuch der blauen Lagune noch durch die Stadt geschlendert. Reykjavik ist nicht nur die Hauptstadt Islands, sondern auch die nördlichste Stadt der Welt. In Reykjavik leben ca. 130.000 Menschen und damit leben ca. 37% der Bevölkerung Islands hier,trotz allem ist die Stadt sehr beschaulich und gut zu Fuß zu erkunden. Leider hatten wir nicht ausreichend Zeit uns alles anzuschauen, aber es gibt ja immer ein zweites Mal. 


Islendingar Borda SS Pylsur

Die besten Hot Dogs der Stadt, soll es bei Skuli geben. Das mussten wir natürlich testen, schwimmen macht ja bekanntlich hungrig. 

Selbst Bill Clinton und Kim Kardashien haben es sich anlässlich eines Besuches in Reykjavik nicht nehmen lassen und hier einen Hot Dog zu essen.

Der Wagen steht am alten Hafen und ist so unscheinbar, das wir beim ersten Mal vorbei gelaufen sind.

Die Hot Dogs sind wirklich gut, ein Besuch lohnt sich.

Mittlerweile wird der Hot Dog Wagen in jedem Reiseführer erwähnt.



Chuck Norris Grill

Zum Abendessen haben wir uns einen Burger im Chuck Norris Grill gegönnt. Während wir auf das Essen gewartet haben, hatten wir ausreichend Zeit, uns die bekanntesten Sprüche des Schauspielers zu lesen, die die Wände zieren.

Die Burger waren sehr lecker, das Restaurant ist gut besucht, was ja immer ein gutes Zeugnis ist.



The Sun Voyager

Um nach dem Essen noch ein wenig Bewegung zu bekommen, sind wir zu Fuß zurück zum Hafen gelaufen. Es geht immer am Meer entlang und auf halber Strecke trifft man auf schöne Bronzefigur, die von Jón Gunnar Árnason im Jahr 1986 errichtet wurde. Zum 200. Jubiläums der Stadt Reykjavik wurde sie enthüllt.

Die Skulptur stellt ein Wikingerboot dar und gehört heute zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten der Stadt.

 


10.07.17

Am zweiten Tag haben wir den Ausflug Golden Circle gemacht. Wann immer es um Ausflüge in Island geht, kommt er wahrscheinlich zur Sprache. Er besteht aus drei der vielleicht atemberaubendsten Orte im Südwesten Islands. Hier handelt es sich um den þingvellir Nationalpark, dem Geysir Geothermalgebiet mit dem bekanntesten Geysir Strokkur und dem spektakulären Wasserfall Gullfoss. Oft ist auch noch die blaue Lagune dabei, aber die hatten wir ja gestern bereits besucht, das der Ausflug wo sie auch noch dabei gewesen wäre, sofort ausgebucht war.

Los ging es früh morgens, der Ausflug dauerte 8 Stunden.


Perlan

Der Warmwasserspeicher Perlan, von Imgimundur Sveinsson entworfen, wurde 1991 eröffnet. Er versorgt de Stadt mit warmem Wasser und versorgt im Winter auch die beheizten Straßen und Gehwege. Die sechs bereits vorhandenen Tanks wurden mit einer Glaskuppel überdacht, Lampen erzeugen den Eindruck eines Sternenhimmels. Einer der Tanks wurde trockengelegt auf dem Dach befindet sich eine Aussichtsplattform, von der man einen phantastischen Blick auf Reykjavik hat.

Strokkur

Auf unserem Weg zum Strokkur wäre unser Ausflug schon fast beendet gewesen, obwohl er gerade erst angefangen hatte. Unser Bus hatte eine Panne und es war nicht sicher, ob wir einen Ersatz bekommen würden. Nach fast einer Stunde kam zu unserer Erleichterung der Ersatzbus und es konnte weitergehen. Wir haben einfach die Mittagspause verkürzt und waren wieder im Zeitplan. Nun war es soweit wir standen vor dem Strokkur, dem aktivsten Geysir Islands, der alle 10 Minuten ausbricht und dabei eine Höhe von bis zu 30 Metern erreicht. Rund um den Strokkur sind viele heiße Quellen und der Geruch nach Schwefel lässt sich nicht verleugnen. In der Saison ist es nicht ganz einfach einen guten Platz zu ergattern und man muss sehr aufmerksam sein, um den Ausbruch auch wirklich auf ein Bild zu bannen. Aber es gelingt dann doch und was man zu sehen bekommt ist atemberaubend.

Der Gullfoss

Der Gulfoss wird für mich  das Highlight Islands bleiben. War ich vom Godafoss schon begeistert, hat mir der Gullfoss den Atem geraubt. Nicht umsonst ist er von World of Waterfalls als einer der Top 10 Wasserfälle der Welt gelistet. Im Sommer erreicht er eine Durchflussrate von 140 Kubikmetern pro Sekunde, das Wasser fällt über zwei Stufen 35 Meter in die Tiefe, bevor es in einen einen schmalen Canyon gepresst wird. Unterhalb der ersten Stufe ist eine Plattform, auf der man dem gewaltigen Wasserfall sehr nah kommt. Ihr auf jeden Fall hingehen, dort merkt man die Naturgewalten und hat einen wunderschönen Ausblick auf den Wasserfall


þingvellir Nationalpark

Im þingvellir Nationalpark treffen Geologie und jahrtausendealte Geschichte aufeinander. Der Park befindet sich Grabenbruchzone der nordamerikanischen und der eurasischen Erdplatte. Island ist das einzige Land in dem dieser Graben über dem Meeresspiegel verläuft und nirgendwo ist er besser zu sehen als hier. Als die Erdplatten auseinander drifteten, stieg Magma auf und führte vor Millionen Jahren zur Entstehung Islands. Regelmäßige Erdbeben vergrößern den Abstand der Platten jedes Jahr um 2,5 cm. 

Aber þingvellir ist auch ein geschichtlich historischer Ort. 930 n. Chr. wurde hier das demokratische Parlament gegründet, damit war es eins der ersten der Welt. Um das Jahr 1000 n.Chr. wurde hier friedlich das Christentum eingeführt man einigte sich auf einen einzigartigen Kompromiss: Das Christentum wurde zur offiziellen, die Heiden durften Ihre Götter weiterhin im Privaten verehren.

Nach diesem abwechslungsreichen Tag mit seinen so unterschiedlichen Eindrücken war es an der Zeit zum Schiff zurück zu kehren und Reykjavik zu verlassen. Wir hatten zwei wunderschöne Tage in der Hauptstadt und kommen bestimmt wieder. Selten habe ich eine Stadt so wehmütig verlassen.

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