Venedig 30.09. - 01.10.17

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Venedig 30.09.-01.10.17

Venedig verliert seinen Zauber nie, ganz egal wie oft man schon hier war. Venedig ist wie ein großes Freilichtmuseum, wohin man schaut gibt es wunderschöne Häuser, beeindruckende Gebäude, Museen, Plätze und vieles mehr zu sehen und alle erzählen eine Geschichte.  Unverwechselbar ist Venedig durch seine einzigartige Lage, erbaut auf Pfählen liegt die Stadt überm Wasser und ist durch die vielen Kanäle durchzogen von Wasser. Sicherlich reicht ein Tag in Venedig nicht aus, um die Stadt komplett zu erkunden, aber man kann sich einen guten Eindruck verschaffen. Aktuell leben 30.000 Menschen in der Lagunenstadt.

Ausführliche Informationen zum Hafen, zu örtlichen Anbietern, öffentlichen Verkehrsmitteln und Ausflügen auf eigene Faust in Venedig habe ich Euch hier hinterlegt.

Einfahrt im Sonnenaufgang

Noch schöner als die Ausfahrt abends zu Beginn dieser Reise, war die Ankunft im Sonnenaufgang eine Woche später. Hier lohnt es sich früh aufzustehen und die Fahrt zum Hafen zu genießen. Es ist immer etwas besonderes, eine Stadt erwachen zu sehen. Um diese Zeit  ist Venedig fast menschenleer und wunderschön. 

Da wir bereits bei einer anderen Reise ab Venedig gestartet waren, haben wir uns diesmal von den Hot Spots ferngehalten und uns etwas abseits des Massentourismus bewegt. Wir sind zu Fuß vom Kreuzfahrtterminal in Richtung Hauptbahnhof gelaufen. So lernten wir Venedig schon zu Beginn von einer anderen Seite kennen. Der Weg zum Bahnhof dauert ca. 45 Minuten.

Das jüdische Ghetto

Das Ghetto in Venedig ist eine Insel im Sestiere Cannaregio. Seit dem 16. Jahrhundert war sie bis 1796 das abgeschlossene Wohngebiet der jüdischen Bevölkerung Venedigs. Damit ist die kleine Insel Namensgeber für alle Ghettos dieser Epoche und der Begriff wurde später auch auf andere Einrichtungen übertragen. Bis 1796 lebten die Juden zwar in sehr beengten Verhältnissen getrennt von der übrigen Bevölkerung, genossen aber den Schutz durch die Republik. Als Napoleon Ende des 18. Jahrhunderts Venedig eroberte, bedeutete dies das die Juden wieder frei waren. Im Faschismus wurden viele der im Ghetto lebenden Juden deportiert, so das heute nur noch eine ganz kleine Gemeinschaft in diesem Viertel lebt. War es früher eher heruntergekommen, ist es heute ein hübsches ruhiges Viertel das deutlich weniger überlaufen ist und somit eine gute Adresse für alle ist, die ein paar entspannte Momente verbringen wollen.

Osteria Del Cason

Wir sind einfach abseits der Massen durch die Gassen Venedigs gelaufen. Als der kleine Hunger kam, sind wir die Osteria del Cason gestoßen und haben spontan beschlossen, dort eine Kleinigkeit zu essen. Das Restaurant liegt direkt an einem ruhigen Kanal. Wir haben uns Bruschetta und Gnocchi bestellt. Dazu gab es Rose Wein. Das Essen war sehr gut, aber man muss sich auf venezianische Preise einstellen. Nichtsdestotrotz eine sehr schöner Ort für eine Mittagspause.

Peggy Guggenheim Collection

Bild: Matteo de Fina , Peggy Guggenheim Collection
Bild: Matteo de Fina , Peggy Guggenheim Collection

Peggy Guggenheim sammelte seit 1938 moderne Kunst. 1948 kehrte sie nach Europa zurück und zog nach Venedig. 1949 erwarb sie den Palazzo Venier dei Leoni am Canale Grande, aus dem 18. Jahrhundert stammend der nie fertiggestellt wurde. Neben ihren Wohnräumen nutze Peggy auch zu Lebzeiten schon andere Räume des Palastes für Ausstellungen. Sie lebte bis zu Ihrem Tod in Venedig und ist im Garten des Palastes begraben. Heute kann man sich ihre umfangreiche Sammlung moderner Kunst ansehen.

Das Museum ist nicht nur für Kunstliebhaber interessant, wir haben uns eine ganze Weile dort aufgehalten. Ein guter Tipp, falls das Wetter mal nicht so richtig mitspielt.

Teatro la Fenice

Die Oper Venedigs wurde 1792 eröffnet und in Anspielung auf den Brand 1774 in La Fenice umbenannt. Heute ist sie das wichtigste und größte Opernhaus Venedigs. Seit 2004 findet hier das Neujahrskonzert statt. 

Man kann das Opernhaus mit Hilfe von Audioguides selber erkunden und sich ganz in Ruhe in diesem wunderschönen Gebäude umsehen. Ein Besuch ist absolut lohnenswert.

Ristorante Antica Sacrestia

Nach soviel Kultur sind wir langsam zurück zum Markusplatz gelaufen. Dort haben wir uns mit unseren Freunden getroffen, um den letzten Abend unserer wirklich wunderschönen Reise gemeinsam bei einer guten Pizza ausklingen zu lassen. Der Markusplatz war am frühen Abend wunderbar leer und wir haben noch in Ruhe ein paar Fotos gemacht. Das Antica Sacrestia kannten wir schon von einer früheren Reise ab Venedig. Es liegt etwas ab vom Massentourismus und wird auch gerne von den Venezianern besucht, was immer ein gutes Zeichen ist. Es verfügt über einen wunderschönen kleinen Garten, in dem wir uns natürlich gerne niedergelassen haben. Das Essen und der Service sind sehr gut, das Preis - Leistungsverhältnis stimmt für venezianische Verhältnisse. Wir hatten einen tollen Abend.

Nach dem guten Essen haben wir beschlossen, wieder zu Fuß zum Schiff zurückzukehren. Man sieht eine Stadt dabei mit ganz anderen Augen. Nach einem gemütlichen Fußmarsch von 45 Minuten haben wir den Hafen erreicht und die AidaBlu lag festlich beleuchtet vor uns. Leider endete unsere Reise nach einer Woche hier, wir haben viel gesehen, viel erlebt und hatten eine rundum schöne Reise mit der Blu. Auf der Blu hat uns das Brauhaus sehr gut gefallen, das wir jeden Abend genutzt haben, um dem Kampf am Buffet zu entkommen.

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