Madeira 02.02.17

Madeira 02.02.17

Madeira ist eine grüne Oase mitten im Atlantik. Auf der portugiesischen Insel herrscht das ganze Jahr Frühjahr, auf Madeira ist es aber auch möglich, an einem Tag alle vier Jahreszeiten zu erleben. Die Insel hat 250.000 Einwohner, gut 100.000 leben in der Hauptstadt Funchal. Funchal kann man sehr gut auf eigene Faust zu Fuß erkunden, hier gibt es einiges zu entdecken. Aber auch Ausflüge in die wunderschöne Landschaft Madeiras sind zu empfehlen. Da die Schiffe in Funchal meist sehr lange Liegezeiten haben, kann sehr gut einen Ausflug über die Insel mit einem Stadtbummel kombinieren.

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Auf Madeira haben wir einen Ausflug über Manuel Tours gebucht.  Manuel bietet deutschsprachige Touren in komfortablen Limousinen an, die Touren gehen entweder in den Westen und die Mitte oder in den Osten der Insel. Wir haben uns für die Mitte und den Westen entschieden. Das Preis - Leistungsverhältnis ist wirklich sehr gut und wir haben alles individuell entscheiden können.

Câmara de Lobos

Câmara de Lobos liegt 5 km südlich von Funchal und ist eines der ältesten Fischerdörfer Madeiras. Der Name des Dorfes bedeutet " Höhle der Mönchsrobben" die bei der Entdeckung des Ortes noch zahlreich hier lebten. Heute werden sie an diesem Küstenabschnitt kaum noch gesichtet.

Charakteristisch für den Ort sind die bunten Fischerboote  im Hafen,, in den engen Gassen leben heute noch Fischerfamilien. 

Am frühen Abend kann man die Fischer bei den Vorbereitungen für die Ausfahrt beobachten, hier werden die meisten Espadas, die Fischspezialität Madeiras gefangen. Câmara de Lobos ist auch die Heimat des Ponchas, ein Getränk aus frischem Zitronensaft, Honig und Zuckerrohrschnaps, das auf Madeira gerne getrunken wird.

 

Berühmtheit erlangte der Ort, als der britische Premierminister Winston Churchill den Ort auf einigen seiner Bilder verewigte. An der Stelle im Ort, die er immer aufsuchte wenn er malte, ist heute eine kleine Gedenktafel. oberhalb des Ortes befindet sich Estreito Câmara de Lobos, das wichtigste Anbaugebiet für den Madeirawein.

Kapelle Nossa Senhora dos Pescadores

Bei unserem kurzen Spaziergang sind wir auch an der kleinen Kapelle vorbeigekommen. Sie wurde 1420 von João Gonçalves Zarco errichten lassen. 1723 wurde die Kapelle im Barockstil vollständig erneuert, nur der Glockenturm ist noch aus der Gründerzeit.

Gabo Girão

Gabo Girão bedeutet Kap der Umkehr und ist eine Steilklippe im Süden Madeiras. Mit knapp 600 Metern ist er eine der höchsten Steilklippen in der europäischen Union. 

Unterhalb der Klippe liegen Terrassenfelder, die früher nur mit einem Boot erreicht werden konnten. Seit August 2003 gibt es eine Seilbahn, die den Bauern die Arbeit erleichtert.

Der Skywalk auf Madeira ist der Plattform des Grand Canyons nachempfunden, von hier hat man eine tolle Aussicht auf die darunterliegende Steilklippe.

Ribera Brava

Weiter ging es nach Ribera Brava. Das Örtchen ist ca. 15 km von Funchal entfernt. Sehenswert ist die Kirche São Bento, Sie wurde im 16. Jahrhundert errichtet und ist damit eine der ältesten Kirchen Madeiras.

Schon von der Hauptstraße aus habt Ihr einen tollen Blick auf die Kirche und ihren schönen Vorplatz .Der Kirchturm ist mit blau-weißen Kacheln verziert und ein wahrer Blickfang. Im Inneren der Kirche finden sich zahkreiche Kunstwerke aus dem 17. und 18. Jahrhundert.

Wir sind noch kurz durch den Ort gebummelt und haben am Strand einen Kaffee getrunken, bevor es weiter ging über die Berge nach Porto Moniz.

Porto Moniz

Porto Moniz nach dem portugiesischen Adligen Francisco Moniz benannt, liegt im Nordwesten Madeiras. War die Stadt früher für den Wal - und Fischfang bekannt, lebt sie heute von der Landwirtschaft, dem Tourismus und dem Weinanbau. 

Porto Moniz verfügt über einen wunderschönen Hafen und dem wahrscheinlich einzigen Hubschrauberlandeplatz. Bekannt ist der Ort für seine Lavaschwimmbecken, die vom Atlantik mit Meerwasser gespeist werden.vor dem Ort liegt die kleine Felseninsel Ilhéu mit einem kleinen Leuchtturm.

In der Festung Forte Sao Joao Baptista aus dem 18. Jahrhundert befindet sich heute das Aquarium mit 70 verschiedenen Tierarten, die alle im Meer rund um Madeira vorkommen.

In Porto Moniz gibt es viele Restaurants und Bars, die zum Verweilen einladen. Besonders beeindruckt waren wir von der Brandung hier in Porto Moniz.

Villa Baleia

Zum Mittagessen sind wir im Villa Baleila eingekehrt, wir haben die für Madeira so typischen Fleischspieße bestellt. Das Restaurant ist einfach eingerichtet, der Service sehr freundlich, das Essen war gut, die Portionen sehr groß, da hätten wir uns locker ein Gericht teilen können.

Poncha

Auf dem Rückweg haben wir noch einen kurzen Stopp in einem kleinen Dorf gemacht um unseren obligatorischen Poncha zu genießen. Diese Spezialität darf man sich bei einem Besuch Madeiras auf gar keinen Fall entgehen lassen. Danach haben wir uns in einem Laden noch Madeira Wein gekauft und es ging zurück zum Schiff.

In unserer Kabine angekommen, stellte ich mit Erstaunen fest, das während unserer Abwesenheit die Balkonmöbel abgeräumt worden waren. Ein kurzer Anruf an der Rezeption und der Grund war klar, es sollte windig werden und Aida wollte sicher gehen, das nichts über Bord ging.

Und es wurde windig. Nachts sind uns Sachen von den Regalen gefallen und wir haben erst mal alles gesichert. Auch der folgende Seetag wurde schaukelig und wir waren froh, als wir den Tejo und damit Lissabon erreichten. Etwas Seegang ist zu dieser Jahreszeit nicht ungewöhnlich, Aida hat gut reagiert und Porto wetterbedingt ausfallen lassen und den Aufenthalt in Lissabon mit einer Overnight verlängert. 

Rua Santa Maria

Die Rua Santa Maria war schon ein bisschen in die Jahre gekommen, woraufhin 2011 Maler begannen 200 Türen mit Gemälden zu verschönern. Daraufhin begannen Künstler und Galeristen sich in dieser Gasse niederzulassen.  Nachdem auch Restaurants dazu kamen, folgten bald auch die Touristen. Heute ist die kleine Gasse eine der Attraktionen in Funchal und erfreut sich größer Beliebtheit. Hier haben wir dann auch zu Abend gegessen, bevor es hieß, alle Mann an Bord.

Wir hatten einen tollen Tag auf Madeira und würden uns immer wieder einen Guide über Manuel buchen. Wir konnten völlig frei entscheide auf was wir Lust haben und der erfahrene Guide hat goldrichtig auf die unterschiedlichen Wetterlagen an diesem Tag reagiert, so das wir dem schlechten Wetter immer ein bisschen voraus waren. 

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