El Hierro 16.05.21

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El Hierro 16.05.21

El Hierro ist die kleinste und westlichste Kanarische Insel. Wer Urlaub fernab von Massentourismus sucht, ist hier genau richtig. Hier findet Ihr Ruhe, eine unberührte Natur und nachhaltigen Tourismus. Auf all dies wird auf El Hierro viel Wert gelegt. Auf 268 qkm leben ca. 11.000 Menschen, fast die Hälfte davon in der Hauptstadt Valverde. El Hierro versorgt sich selbst mit dem Wasserkraftwerk Gorono del Viento mit erneuerbaren Energien. Wer Ruhe und Natur genießen möchte ist hier genau richtig.

Mirador del Isora

Mirador de Jinama

Der Aussichtspunkt liegt im Zentrum der Insel auf 1200 Metern und bietet einen wunderschönen Blick ins El Golfo Tal. Wir hatten Glück, es gab fast völlig freie Sicht auf das Tal. Es kann auch vorkommen, das tiefhängende Wolken diesen Ausblick verhindern. Aber selbst wenn tiefhängende Wolken den Blick in das Tal verhindern, ist die Aussicht sensationell. Das Tal entstand vor ca. 50.000 Jahren, als ein Erdbeben dafür sorgte, das sich eine Fläche von 300 Kubikkilometern ablöste und ins Meer rutschte. Dies soll eine ca. 100 Meter hohe Flutwelle ausgelöst haben. Der Teil der stehenblieb, ist El Golfo. Das Tal ist der einzige Teil der Insel El Hierro, der sanft ins Meer abfällt. Dachten die Insulaner früher, das der Boden sich nicht für die Landwirtschaft eignen würde, bewiesen Bewohner von La Palma in den 1960er Jahren das Gegenteil. Seitdem entstand hier eine blühende Landschaft mit Wein - und Obstanbau. die Bevölkerung nahm schnell zu und hat mittlerweile die Hauptstadt Valverde zahlenmäßig überholt.

Bajada de la Virgen de Los Reyes

Im Jahre 1740 wurde El Hierro von einer lang anhaltenden Dürre heimgesucht. Im ihrer Verzweiflung forderten Geistliche der Insel die Bewohner auf, zur Jungfrau Maria zu beten und um Regen zu bitten. Die Gläubigen pilgerten nach Valverde, wo sie eine Novena - einen neuntägigen Gebetsmarathon - absolvierten und um Regen baten. Tatsächlich begann es danach zu regnen und die Bewohner gaben der Jungfrau Maria ein Versprechen. Ab sofort sollte alle vier Jahre das Bildnis der Jungfrau aus ihrer Kapelle in La Dehesa de La Sabinosa geholt und in einer Prozession quer über die Insel nach Valverde getragen werden. Und so wird auch heute noch alle vier Jahre im Juli das Bildnis 27 km über die Insel nach Valverde gebracht. Mit Flöten und Trommeln begleiten die Dorfbewohner in weiß und rot gekleidet die Jungfrau. Tänzer begleiten die Jungfrau so lange, bis im nächsten Dorf die dortigen Gläubigen übernehmen. Fast einen Monat bleibt die Jungfrau dann in Valverde, bevor sie wieder in ihre Heimatkapelle zurück gebracht wird.

Mirador de La Peño

Der wohl schönste Ausblick, den ich je auf einer Damentoilette genießen durfte. Vielen Dank César Manrique
Der wohl schönste Ausblick, den ich je auf einer Damentoilette genießen durfte. Vielen Dank César Manrique

Es gibt wohl keine kanarische Insel, die nicht irgendein Andenken an César Manrique hat. Auf EL Hierro ist dies der Aussichtspunkt Mirador de La Peño. Er liegt im Norden der Insel in Guarazoca. Von der 1000 Meter hohen Klippe habt Ihr einen habt Ihr eine weitere wunderschöne Aussicht auf El Golfo. Von hier könnt Ihr die Weinberge und die bis dicht ans Meer reichenden Obstplantagen sehen. 

Der Mirador de La Peño ist ein typisches Werk von César Manrique, mit einem anheimelnden Ambiente und fügt sich nahtlos in die Umgebung ein. Das Restaurant Mirador de La Peño bietet im Inneren des Gebäudes typische kanarische Spezialitäten an. Wir bekamen eine Kostprobe der traditionellen Dulces Tradicionales angeboten, vier verschiedene Sorten Kekse. 

Vom Aussichtspunkt seht Ihr ein Hotel, das lange Zeit das kleinste Hotel der Welt war. Das Hotel Puntagrande ging 1984 als kleinstes Hotel der Welt ins Guiness Buch der Rekorde ein. Das Hotel verfügt über vier Zimmer, eine Suite und in einem Nebengebäude zwei Appartements und liegt direkt auf einem ins Meer ragenden Felsen. Mittlerweile wurde das Hotel Puntagrande vom Eh`häusl in Amberg als kleinstes Hotel der Welt abgelöst.

 

Lagarto Gigantes

Auf dem kleinen Felsen werden die jungen Eidechsen geschützt vor Fressfeinden ausgesetzt, bis sie groß genug sind wieder ausgesiedelt zu werden.
Auf dem kleinen Felsen werden die jungen Eidechsen geschützt vor Fressfeinden ausgesetzt, bis sie groß genug sind wieder ausgesiedelt zu werden.

Furchterregende Tiere, so groß wie Katzen wurden schon von Geschichtsschreibern Anfang des 15. Jahrhundert erwähnt. Und auch später wurde immer wieder von seltsamen Tieren auf El Hierro berichtet. Seit Urzeiten ist die Insel von den Großeidechsen besiedelt. Die Lagarto Gigantes galten lange Zeit als ausgestorben, bis 1972 ein Hirte eine kleine Kolonie an der Steilwand Fuga de Goretta bei Las Punta entdeckt. Die Tiere wurden gleich unter Artenschutz gestellt. In der Zuchtstation Lagartario werden die Echsen geschützt vor Feinden gehegt und gepflegt, bis sie groß genug sind ausgewildert zu werden. So ist diese Echsenart in schwer zugänglichen Gegenden wieder angesiedelt worden und der Fortbestand ist gesichert.

Reyes- Ein Müllkunstwerk

Wer vom Flughafen oder vom Hafen aus in Richtung der Hauptstadt Valverde fährt, kommt unweigerlich an dieser Skulptur vorbei. Der Künstler Ruben Armiche schuf dieses Kunstwerk anlässlich der Bajada 2009. Aber es ist keine normale Skulptur. Sie besteht aus alten Haushaltsgeräten wir Kühlschränken, Autoteilen und Waschmaschinen. Diese sind mit Maschendraht befestigt und wurden danach unter Gips und Beton versteckt. Allerdings begeistert dieses Müllkunstwerk nicht wirklich jeden. 

El Sabina - der lebendige Baum

Zodiac

Nachmittags stand unsere erste Zodiac Fahrt an. Zodiacs werden bei Expeditionen dazu genutzt, die Gäste an Land zu bringen, da es in der Arktis oder Antarktis nicht möglich ist mit dem Schiff anzulanden. Aufgrund des starken Windes mussten wir aus Sicherheitsgründen im Hafenbecken von El Hierro bleiben. Spaß hat es trotzdem gemacht, selbst ein kleines Rennen war drin. Diese Zodiac Fahrten machen wirklich sehr viel Spaß und sind ein richtiges Highlight. 

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