Von Gran Canaria nach Hamburg 2017 Teil 2

A Coruña 06.02.17

 A Coruña liegt auf einer Landzunge am atlantischen Ozean, die Geschichte der ist eng mit ihrem alten Fischer- und Handelshafen verbunden. Die Stadt mit ihren ca.1,1 Millionen Einwohnern ist sehr lebhaft. A Coruña kann und will erlaufen und genossen werden. Alle Sehenswürdigkeiten sind gut zu Fuß zu erkunden. Der Hafen von A Coruña ist meist Ausgangspunkt für Ausflüge nach Santiago de Compostella, das haben wir aber nicht gemacht, wir wollten uns die Stadt ansehen.

In A Coruña hatten wir einen zentralen Liegeplatz und konnten zu Fuß den Hafen verlassen. Am Hafenausgang sieht man direkt die Galerias,  mehrstöckige traditionell galizische Gebäude mit eleganten Glasfassaden, die mittlerweile zu einem sofort erkennbaren Wahrzeichen der Stadt geworden sind. Wir sind an der fast die ganze Altstadt umschließenden Strandpromenade in Richtung des berühmten Torre de Hercules gelaufen.

Campo de la Rata

Das Denkmal wurde zum Gedenken der Opfer erbaut, die die Repressionen Francos zu spüren bekamen, insbesondere für diejenigen, die dabei ihr Leben verloren haben. Das Denkmal wurde zum Unesco Weltkulturerbe erklärt und ist dem englischen Stonehenge sehr ähnlich. Im Gegensatz zu seinem berühmten Verwandten ist der Besuch in A Coruña kostenlos.

Der Herkulesturm ist der weltweit älteste Leuchtturm, der heute noch in Betrieb ist. Er stammt aus dem 2. Jahrhundert v. Chr. wurde von den Römern erbaut und weist seit 110 v. Chr. Seeleuten den Weg. Der Torre Hercules ist 55 Meter hoch und steht auf einer Höhe von 112 Metern und kann besichtigt werden. Als wir da waren, war er leider geschlossen.

Torre Hercules

Erstaunlicherweise hatte ich nach dem starken Seegang auch an Land noch das Gefühl, das es schaukelt. Selbst den Wellen, die an den Strand aufliefen konnte ich nicht wie sonst zuschauen, mir wurde gleich wieder etwas übel. Nachdem wir in einem kleinen Restaurant in der Altstadt etwas gegessen haben, sind sind zum Schiff zurück gegangen, natürlich nicht ohne noch einen Magneten mit zu nehmen.

Falmouth 08.02.17

Falmouth ist eine kleine Hafenstadt an der Südküste der Grafschaft Cornwall und dank der wunderschönen Landschaft Cornwalls ein beliebter Hafen für Kreuzfahrtschiffe. Der Hafen von Falmouth ist nicht nur der größte Hafen in Cornwall, sondern auch der drittgrößte Naturhafen der Welt. Einst bei Schmugglern sehr beliebt, war er dann Warenumschlagsplatz und Ausgangspunkt für lange Seefahrten. Auch heute bildet er noch das Zentrum der Stadt. Mit knapp 21.000 Einwohnern ist Falmouth ein überschaubares Städtchen, das über einen wunderschönen Ortskern verfügt.

In Falmouth haben wir den Ausflug "Auf den Spuren Rosamunde Pilchers" über Aida gebucht. Als wir losfuhren, erzählte uns unsere Reiseleiterin, das auch Falmouth wegen des schlechten Wetters gefährdet gewesen war. Uns hingegen empfing Falmouth mit sehr gutem Wetter. 

St. Michaels Mount

Die erste Station unserer Reise durch Cornwall war St. Michaels Mount. Sie ist eine Gezeiteninsel an der Südwestspitze Englands und liegt ca. 400 Meter vor dem Ort Marazion. In einem Restaurant sollte ein traditioneller Cream Tea mit Scones eingenommen werden. Wir wollten aber St. Michaels Mount in Ruhe und sofort erkunden und haben die Teestunde ausfallen lassen.

Das Schloss auf St. Michaels Mount entstand aus einer Kirche und einer Abtei aus dem 12. Jahrhundert. Das Schloss und die Kapelle befinden sich in Privatbesitz, können aber besichtigt werden. 

Nach einer kurzen Stippvisite auf der Insel, haben wir uns noch kurz Marazion angesehen. Marazion hat eine wirklich wunderschöne kleine Kirche, ansonsten hat der Ort nicht viel hergegeben.

Lands End

Weiter ging es durch die schöne Landschaft von Cornwall nach Lands End. Bei mittlerweile strahlendem Sonnenschein kamen wir dort an.

Lands End liegt in der Nähe des Ortes Penzance, der kleine Ort liegt auf der gleichnamigen Landzunge, deren Spitze der westlichste Punkt Englands auf der Hauptinsel Großbritannien.

Auf Lands End gibt es neben kleinen Häusern auch ein Hotel und einen florierenden Souvenirladen. Wir hatte ausreichend Zeit die Aussicht von der 60 Meter hohen Klippe auf den Atlantik zu genießen und uns gemütlich auf der Landzunge um zu sehen. 

Hingegen unserer Erwartung ist Lands End ein wunderbarer Ort, insbesondere bei schönem Wetter. Nachdem wir einen Magneten erstanden haben ging es weiter nach St. Ives.

St. Ives

St. Ives ist ein beliebter Ferienort und bekannt durch seine Künstlerkolonie. In den schmalen Straßen finden sich unzählige Galerien und Kunstgeschäfte. Das Klima ist für Großbritannien relativ mild, so das sich in St.Ives im Sommer viele Touristen einfinden. 

Direkt am Strand befindet sich die neue Tate Gallery, ein kleiner Ableger der berühmten Londoner Galerie. Hier werden Werke moderner britischer Künstler ausgestellt. seit 1980 hat man ebenfalls die Leitung des Barbara Heptworth Museums übernommen.

Wir haben uns gleich nach Ankunft von der Gruppe getrennt und sind auf eigene Faust durch St Ives gelaufen, es war Mittagszeit und wir wollten in einem Pub ein Sandwich essen.

Loop Inn

Unsere Wahl war schon zu Hause auf das Loop Inn gefallen, da es viele gute Bewertungen hatte. Da wir gleich losgezogen waren, bekamen wir noch einen Platz vor dem Pub mit Blick auf den Strand. Wir haben uns ein Sandwich geteilt und sind beide satt geworden. Die Bewertungen haben nicht getäuscht, das Essen ist wirklich sehr gut. Danach haben wir in Ruhe St. Ives erkundet und sind durch die wunderschönen kleinen Gassen geschlendert, war gefühlt in jedem Laden, wie immer auf der Suche nach einem Magneten. Wir konnte nicht widerstehen und haben auch ein kleines Bild in einer der zahllosen Galerien gekauft.

Dann war es Zeit zum Treffpunkt zurück zu gehen und es ging durch die tolle Landschaft Cornwalls zurück nach Falmouth.

St Ives und Lands End haben uns wirklich sehr gefallen, hier spürte man den Zauber Cornwalls. Wir hatten einen wunderschönen Tag.

Rossini einmal anders.

Am Abend erwartete uns ein Highlight, wir hatten das Rossini einmal anders reserviert und durften das Auslaufen aus Falmouth von einem Balkon direkt unter der Nock. Es war morgens noch nicht ganz sicher, ob das Wetter dies zulassen würde, um so größer unsere Freude, das es geklappt hat. 

Bei leckerem Fingerfood und Sekt, hatten wir den besten Platz beim Auslaufen aus dem Hafen von Falmouth in den Sonnenuntergang hinein. 

Später ging es dann ins Rossini, wo noch ein leckeres Menü auf uns wartete

Southampton 09.02.17

Southampton mit seinen 250.000 Einwohnern ist eine moderne und dynamische Stadt mit einer starken Bindung zum Meer. Jahrhundertelang war Southampton ein wichtiger Seehafen für Großbritannien. 1912 startete die Titanic hier zu ihrer Jungfernfahrt und auch heute ist die Stadt sehr attraktiv für Kreuzfahrtschiffe. Der Hafen wird aufgrund seiner Nähe zu London häufig angefahren. Auch Stonehenge und Windsor sind gut zu erreichen.

In Southampton haben wir von zu Hause eine private Tour nach Stonehenge und Salisbury gebucht. Steve erwartete uns pünktlich am Hafen und es ging gleich los. Steve spricht kein Deutsch, aber trotz unseres nicht perfekten Schulenglisch war die Verständigung kein großes Problem. 

Stonehenge

Über Stonehenge muss ich sicher nicht viel erzählen, ein Besuch dort ist Pflicht.  Steve hatte für uns bereits Karten besorgt, so das wir nur noch durch den Einlass mussten. Stonehenge ist ca.2 km vom Eingang entfernt, wer mag läuft dorthin, für alle anderen gibt es einen Busshuttle. Wir haben uns für den Bus entschieden. Stonehenge nimmt wahrscheinlich jeder anders wahr, der eine fühlt die Aura dieses magischen Ortes, andere wie auch ich leider nicht. Die Steinformation befindet sich auf freier Ebene. Es war sehr windig und mir wurde recht schnell kalt. Ich habe die Audiotour frühzeitig beendet und bin mit dem Bus zurück ins Eingangsgebäude um mich aufzuwärmen. Mein Mann war tapferer und hat die Audio Tour bis zum Ende gebracht.

Zurück am Eingang haben wir uns noch kurz im kleinen Museum umgeschaut, bevor wir uns wieder mit Steve trafen um nach Salisbury zu fahren.

Salisbury

Salisbury liegt in der Grafschaft Wiltshire, direkt am Zusammfluss der Flüsse Avon und Wylye und hat 40.000 Einwohner. 

Unübersehbar ist die Kathedrale von Salisbury, die aus dem 13. Jahrhundert stammt mit ihrer kunstvoll verzierten Westfassade. Mit 123 Metern ist der Kirchturm der höchste in Großbritannien. In der Kathedrale befindet sich eins der noch vier erhaltenen Teilen der Magna Carta. 

Auch im Innern ist die Kathedrale sehr beeindruckend, ein Besuch mit dem Eintritt verbunden sollte zum Pflichtprogramm in Salisbury gehören.

Spaziergang durch Salisbury

Nach dem Besuch der Kathedrale haben wir uns Salisbury erkundet. Die vielen Fachwerkhäuser machen die Stadt einzigartig. Nach einem Besuch im Pub sind wir noch bei Fudge eingekehrt, hier wird das Karamell direkt im Laden hergestellt und verkauft. Direkt am Stadttor gelegen, weist dem Besucher aber auch der Duft des warmen Karamells den Weg. 

Natürlich haben wir noch ein bisschen Karamell gekauft.

Steve brachte uns zurück zum Schiff und Wir verabschiedeten uns von ihm und Southampton. Ein weiterer Seetag lag vor uns, der auch das Ende dieser wirklich schönen Reise war. Er bescherte uns aber noch ein Highlight, auf dem Weg nach Hamburg trafen wir noch die Prima, die wie wir unterwegs nach Hamburg war. Das älteste Schiff traf das Neueste der Flotte. Dieses Treffen wurde auch von einer Drohne begleitet, die sensationelle Bilder dieses Erlebnisses machte. Kurze Zeit fuhren wir nebeneinander, bevor die Prima sich vor uns setzte, um zuerst Hamburg zu erreichen.

Schwesterntreffen auf hoher See

Fazit

Diese Reise war unsere erste Fahrt mit einem Schiff der Aida Flotte. Die Cara ist trotz oder gerade wegen ihres Alters ein wunderschönes kleines Schiff. Mit dem Rossini als Alternative zum Buffetrestaurant welches uns gar nicht gefallen hat, ist Aida mit Sicherheit auch weiterhin eine Alternative für uns. Die Route ist toll, wir würden sie jederzeit aufgrund der abwechslungsreichen Destinationen noch einmal fahren. Auf Aidasehen........

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