Norwegen 2015 mit der Costa Pacifica Teil 2

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1. Leknes

    1.1 Henningsvær

    1.2 Der Trollfjord

    1.3 Svolvær

    1.4 Vikten

2. Trondheim

    2.1 Trondheim und der Aquavit

    2.2 San Sebastian

    2.3 Nidarosdom

    2.4 Kristiansten Festung

    2.5 Fahrradlift

    2.6 Bakklandet

    2.7 Gamle Bybro

    2.8 Den Gode Nabo

3. Åndalsnes

    3.1 Der Mythos Troll

    3.2 Die Trollwand

    3.3 Der Trollstiegen

    3.4 Gudbrandsjuvet

    3.5 Valldal

    3.6 Sylte

4. Bergen

    4.1 Fløybahn

    4.2 Mount Fløyen

    4.3 Bryggen

    4.4 Fischmarkt

    4.5 Da Stefano

    4.6 Byparken

    4.7 Aquarium

    4.8 Festung Bergenhus

5. Fazit

Leknes 28.06.15

Die Lofoten sind eine Inselgruppe die zu Norwegen gehören. 80 Inseln erstrecken sich nördlich des Polarkreises auf einer Länge von 120 km. Für die Bewohner der Lofoten sind der Fischfang und der Tourismus die Haupteinnahmequelle. Dank des warmen Golfstroms ist das Klima auf den Lofoten relativ mild. Im Sommer wird es selten wärmer als 15 Grad, im Winter liegen die Temperaturen um die 0 Grad. Die Lofoten sind sehr regenreich, das Wetter kann sich hier mehrfach am Tag ändern.

Leknes mit seinen 3.000 Einwohnern ist eine der wenigen Städte auf den Lofoten, die nicht von der Fischerei lebt. Dies und das schnelle Wachstum der Stadt sind der Grund dafür, das Leknes nicht die sonst so typische traditionelle Holzarchitektur aufweist. Daher ist sie nicht so malerisch, wie die anderen Städte hier. Die Umgebung von Leknes gilt allerdings als eine der schönsten in Norwegen und ist ideal für Ausflüge in die Natur. Der Hafen von Leknes ist einer der wichtigsten und meistbesuchten Häfen Norwegens für Kreuzfahrtschiffe.

Wir haben in Leknes einen Ausflug über die Reederei gebucht. Mit einem Ausflugsboot ging es von Leknes nach Henningsvær, in den Trollfjord und dann nach Svolvær. Zurück ging es dann über Land mit dem Bus. In Leknes haben wir getendert, da der Hafen zu klein für Kreuzfahrtschiffe ist. Im Hafen angekommen ging es auf ein Ausflugsboot, mit dem wir uns auf den Weg in Richtung Trollfjord nachten.

Henningsvær

Henningsvær ist eins der schönsten Fischerdörfer der Lofoten mit ungefähr 500 Einwohnern. Es liegt in der Kommune Vågan auf auf mehreren kleinen Inseln, die durch Brücken miteinander verbunden sind. Die Hauptstraße des Dorfes ist der Hafen, von hier hat man einen tollen Blick auf die Holzhäuser. Henningsvær ist im Winter das Zentrum für die Dorschfischerei weltweit, dann geht es in dem kleinen Hafen hoch her. Seit das Dorf durch eine Brücke mit der Nachbarinsel Austvågøy verbunden wurde, eröffneten sich viele Möglichkeiten für den kleinen Ort. Nun konnten auch Touristen hierher kommen. Heute hat Henningsvær mehrere Hotels, Fischerhütten (Rorbuer) die an Touristen vermietet werden und Restaurants. Neben der Fischerei ist der Tourismus heute das zweite Standbein des Ortes.

Der Trollfjord

Von Henningsvæg ging es durch die schöne Landschaft zum Trollfjord. Er ist nur 2km lang und trotzdem einer der schönsten Fjorde  Norwegens. Besonders macht ihn die schmale Einfahrt von nur 100 Meter Breite, so das nur die Schiffe der Hurtigrouten und sehr kleine Kreuzfahrtschiffe hier hereinfahren können. An seiner breitesten Stelle misst er gerade mal 800 Meter. Rechts und links ragen steile Felswände von bis 1000 Metern auf, und im Sommer gibt es noch einige Wasserfälle zu bewundern. Die Einfahrt in den Fjord untermalt mit klassischer Musik und einem Glas Sekt ist wirklich magisch. An der breitesten Stelle haben wir eine kleine Pause eingelegt, bevor wir drehten und den Fjord langsam wieder verließen.

Svolvær

Svolvær ist mit 4800 Einwohnern die größte Stadt der Lofoten. Sie gilt als das Tor zu den Lofoten. Die Hurtigrouten laufen Svolvær täglich an und verbinden die Stadt mit der norwegischen Küste. In Svolvær gibt es auch einen Flughafen, dort starten täglich Maschinen nach Oslo und Bodø. Die Stadt ist von spektakulären Bergformationen umgeben, was viele Wanderer hierher zieht. In Svolvær haben wir das Schiff verlassen und zu Mittag gegessen. Da die Zeit für das Essen sehr großzügig bemessen war, sind wir nachdem wir satt waren ein wenig durch die Stadt gebummelt. 

Vikten

Mit dem Bus ging es nun zurück nach Leknes. In Gravdal haben wir noch einen Stopp bei der Glasshytta Vikten gemacht. Vikten ist ein kleines Dorf das zwischen steilen Bergen liegt. Seit der Glasbläsermeister Asvar Tangrand 1976 seine Glashütte huer errichtete und seinem Handwerk nachgeht, sind immer mehr Künstler nach Vikten gezogen, um die Kunstszene auf den Lofoten zu bereichern. Es lohnt sich auch einen kleinen Bummel durch dieses winzige Dorf einzuplanen, nachdem man sich die Glasbläser bei der Arbeit angeschaut hat.

Nach dem Besuch des kleinen Dorfes ging es für uns zurück zum Hafen. Wir hatten einen abwechslungsreichen Tag auf den Lofoten. 

Trondheim 29.06.15

Trondheim mit seinen gut 180.000 Einwohnern nimmt in der Geschichte und der Kultur Norwegens einen wichtigen Platz ein. Schließlich war Trondheim die erste Hauptstadt des Landes und bis heute werden hier die Könige gesegnet. Die Stadt liegt am Trondheimfjord umgeben von herrlichen bewaldeten Anhöhen. Durch die Stadt fließt die Nidelva.

Die Stadt erlebte vier große Brände, bei denen jedes Mal ein großer Schaden entstand. 1651 wurden 90% der Häuser zerstört, nach dem Brand im Jahr 1681 wurde fast die gesamte Stadt wieder aufgebaut. Auch heute finden sich noch viele der wunderschönen Holzhäuser im Stadtteil Bakklandet.

Trondheim und der Aquavit

Bei der bitteren Kälte in Norwegen und der anhaltenden Dunkelheit kann einem schon mal die Lebensfreude abhanden kommen. Nicht so den Trondheimern, denn die haben "das Wasser des Lebens", ihren hochprozentigen Kümmelschnaps. In Trondheim wurde nämlich der Linie Aquavit erfunden. 1805 sendete der Kaufmann Jørgen B. Lysholm ein Schiff beladen mit Schnaps, Trockenfisch und anderen Waren nach Indonesien, um seine Ware gegen andere zu tauschen. Er wurde alle Ware los, bis auf den Schnaps, den niemand wollte. Zwei Jahre später war er wieder zurück in Trondheim und stellte fest, das der Aquavit bei der zweimaligen Überquerung des Äquators scheinbar einen Reifeprozess durchlaufen hatte. Der Geschmack war komplexer und runder als vor der Reise. Die Temperaturschwankungen, die salzige Luft, der stete Wellengang und die lange Reifung im Holzfass veränderten den Aquavit. Damit war ein Markenzeichen geboren: Der Line Aquavit. Unter Liebhabern gilt er auch heute noch als der beste Aquavit. Und auch an der Herstellung hat sich bis heute nichts geändert. Jederzeit reifen 1000 Holzfässer als Ladung auf dem Meer. Auf der Innenseite des Etiketts werden Details der viermonatigen Reise, sowie Abfahrts - und Ankunftsdaten ausgewiesen. Jeder Schluck bringt also Erinnerungen an die lange Reise mit sich.

Bei der bitteren Kälte in Norwegen und der anhaltenden Dunkelheit kann einem schon mal die Lebensfreude abhanden kommen. Nicht so den Trondheimern, denn die haben "das Wasser des Lebens", ihren hochprozentigen Kümmelschnaps. In Trondheim wurde nämlich der Linie Aquavit erfunden. 1805 sendete der Kaufmann Jørgen B. Lysholm ein Schiff beladen mit Schnaps, Trockenfisch und anderen Waren nach Indonesien, um seine Ware gegen andere zu tauschen. Er wurde alle Ware los, bis auf den Schnaps, den niemand wollte. Zwei Jahre später war er wieder zurück in Trondheim und stellte fest, das der Aquavit bei der zweimaligen Überquerung des Äquators scheinbar einen Reifeprozess durchlaufen hatte. Der Geschmack war komplexer und runder als vor der Reise. Die Temperaturschwankungen, die salzige Luft, der stete Wellengang und die lange Reifung im Holzfass veränderten den Aquavit. Damit war ein Markenzeichen geboren: Der Line Aquavit. Unter Liebhabern gilt er auch heute noch als der beste Aquavit. Und auch an der Herstellung hat sich bis heute nichts geändert. Jederzeit reifen 1000 Holzfässer als Ladung auf dem Meer. Auf der Innenseite des Etiketts werden Details der viermonatigen Reise, sowie Abfahrts - und Ankunftsdaten ausgewiesen. Jeder Schluck bringt also Erinnerungen an die lange Reise mit sich.

Ausführliche Informationen zum Hafen, zu örtlichen Anbietern, öffentlichen Verkehrsmitteln und Ausflügen auf eigene Faust in Trondheim habe ich hier hinterlegt.

San Sebastian

Wir kamen gegen Mittag in Trondheim an. Es regnete relativ stark, so das wir beschlossen, erst einmal Essen zu gehen und auf besseres Wetter zu warten. Unsere Wahl schon vorher auf das San Sebastian gefallen, das sehr gut bewertet wird. Das San Sebastian ist ein spanisches Restaurant in der Kongens Gate 16. Wir haben Tapas bestellt und das Essen war sehr gut. Auch der Sevice ist freundlich und aufmerksam. Nach dem Essen kam auch die Sonne hervor und wir haben Trondheim erkundet.

Nidarosdom

Der Nidarosdom ist nördlichste mittelalterliche Kathedrale der Welt und die zweitgrößte in Skandinavien. Er wurde ab 1070 erbaut und war ab 1814 die Krönungskirche der norwegischen Könige. Seit 1957 werden die Könige hier nicht mehr gekrönt, sondern gesegnet. Auf dem Grab des heiligen Olav wurde 1031 eine kleine Kapelle gebaut, die aber aufgrund des immer größer werdenden Pilgerstrom bald zu klein wurde. Ab Mitte des 12. Jahrhunderts wurde der Dom gebaut. Mehrere Brände zerstörten das Bauwerk , es wurde aber immer wieder aufgebaut und restauriert.

Wir sind einfach ein wenig entlang der Nidelva durch Trondheim geschlendert. Unser Ziel war die Festung, die sich auf der anderen Flussseite befindet. So ein Spaziergang ist immer wieder eine gute Gelegenheit eine Stadt einmal abseits der Sehenswürdigkeiten kennenzulernen. 

Kristiansten Festung

Auf einem Hügel thront die Kristiansten Festung. Sie ist von überall in der Stadt gut zu sehen und hat seit Ihrem Bau im Jahr 1681 über Trondheim gewacht. Sie wurde nach dem großen Brand erbaut, um die Stadt vor Angriffen zu schützen. Am auffälligsten ist der weiße Donjon, ein vierstöckiger Wehrturm mit Schießscharten. Um eine Verbindung zur Stadt zu haben, wurde die neue Stadtbrücke über die Nidelva gebaut. Tatsächlich konnte dank der Festung 1718 die Eroberung Trondheims durch die Schweden verhindert werden. Seit 1816 wird die Festung nicht mehr zu Verteidigungszwecken genutzt. Die norwegische Armee hält hier aber noch gelegentlich Übungen ab.  

Fahrradlift

Auf dem Weg von der Festung hinab zum beliebten Stadtteil Bakklandet kamen wir an etwas leicht kuriosem vorbei. Da die Straße ein Gefälle von bis zu 20% hat, errichtete Trondheim hier den weltweit ersten Fahrradlift. Er wurde 1993 in Betrieb genommen und erleichtert Radfahrern seitdem die Fahrt in Richtung Festung enorm. 2013 wurde der Lift durch eine neuere Version ersetzt. 

Bakklandet

Bei den Bewohnern Trondheims ist der Stadtteil Bakklandet sehr beliebt.  Das man die Farbenpracht der bunt gestrichenen Holzhäuser auch heute noch genießen kann grenzt fast ein Wunder. Ursprünglich war nichts von den Holzhäusern aus dem 17. Jahrhundert übrig geblieben. Sie wurden während der Belagerung der Stadt durch die Schweden vollständig zerstört. Nachdem die Schweden Trondheim fluchtartig verlassen hatten begannen die Trondheimer gleich mit dem Wiederaufbau und einfache Arbeiter, Seeleute und Fischer siedelten sich hier an. Heute ist Bakklandet nach der Hafencity der Stadtteil, in dem man gerne lebt. 

Gamle Bybro

Die alte Stadtbrücke Gamle Bybro wurde bereits 1685 wurde sie eingeweiht und verband seitdem den Stadtteil Bakklandet mit dem auf einer Halbinsel liegenden Stadtkern Trondheims. Die Holzbrücke wurde auf 3 Steinpfeilern errichtet und hatte an jedem Ende ein Zollhaus. 1861 erhielt sie dann ihr heutiges Gesicht und ist mit ihrer roten Farbe ein beliebtes Ziel für Fotografen und Touristen. Viele nutzen sie, um in den beliebten und historischen Stadtteil Bakklandet mit seinen liebevoll restaurierten Holzhäusern zu gelangen.

Den Gode Nabo

Direkt an der alten Stadtbrücke und der Nivelda ist der Pub Den Gode Nabo. Wir sind aufgrund der sehr guten Bewertungen auf den Pub aufmerksam geworden und wollten hier nun eine kleine Pause einlegen. Das Gebäude steht auf Holzpfählen direkt im Fluss, bei schönstem Wetter haben wir uns auf die im Fluss schwimmende Terasse gesetzt und ein Bier bestellt. Der Pub ist auch von innen sehr gemütlich eingerichtet. Der Service war sehr freundlich und schnell. Wie überall in Norwegen ist auch hier das Bier nicht gerade günstig, Studenten bekommen aber einen ordentlichen Rabatt, so das auch viele junge Menschen hierher kommen. 

Mit dem Besuch des Pubs endete unser Tag in Trondheim. Wir haben uns sofort in diese wunderschöne, vielseitige Stadt verliebt und werden sicher wiederkommen.

Åndalsnes 30.06.15

Åndalsnes mit seinen 2200 Einwohnern liegt am Ende des Isfjords, der vom Romsdalsfjord abgeht. Schon die Fahrt durch den Romsdalsfjord ist wunderschön, Ihr solltet sie unbedingt genießen. Åndalsnes ist umgeben von hohen Bergen. Die Region Romsdal lockt im Sommer Wanderer und Kletterer an, im Winter ist sie ein beliebtes Skigebiet. Angler aus aller Welt finden im Fluss Rauma, der hier in den Fjord fließt viele Lachse. Die Trollwand, die mit 1700 Metern die höchste Steilwand in Europa ist und der Trollstiegen, eine Bergstraße mit atemberaubenden Serpentinen sind bekannte Sehenswürdigkeiten in der Nähe.

Ausführliche Informationen zum Hafen, zu örtlichen Anbietern, öffentlichen Verkehrsmitteln und Ausflügen auf eigene Faust in Andalsnes habe ich hier hinterlegt.

Der Mythos Troll

Bevor ich zu den Sehenswürdigkeiten um Andalsnes komme, ist es vielleicht jetzt an der Zeit sich mit einem Wesen zu beschäftigen, an dem man in Norwegen nicht vorbei kommt, dem Troll. Ihnen begegnet man wirklich überall, vor Restaurants, Geschäften, Aussichtspunkten und in den Regalen von Souvenirläden. Ein Troll ist ein Kobold und ein Fabelwesen der nordischen Mythologie. Man findet sie in ganz Skandinavien und als es uns Menschen noch nicht gab,  herrschten die Trolle zusammen mit den Elfen und Zwergen. Eigentlich sind sie gutmütige Wesen, wer sie aber ärgert wird es bereuen, sie werden schnell zornig und neigen dann auch zu Gewalt. Trolle leben hauptsächlich in Wäldern und Gebirgen, werden sehr alt und sind sehr unterschiedlich. Manche sind riesengroß, andere wiederum zwergenhaft. 

Trolle sind scheu und nachtaktiv, daher sehen wir sie eher selten. Die beindruckende Bergwelt Skandinaviens geht auf jene Trolle zurück, die bei Sonnenaufgang nicht rechtzeitig in ihre Höhle fanden und zu Stein wurden. Es gibt verschiedene Arten von Trollen:

Der Dovregubben ist der mächtigste aller Trolle.

Der Nøck lebt in Seen und Teichen und zieht gern Angler hinab in sein Reich.

Der Sjøtroll lebt im Salzwasser und meint es nicht immer gut mit den Fischern. Er kann Stürme heraufbeschwören und zerschlägt Schiffe und Boote.

Die Nisser helfen im Haus und auf dem Hof, wenn man Ihnen kleine Gaben zukommen lässt.

Der Skogtroll ist ein einäugiger Waldtroll, der Bäume ausreißt und damit Menschen erschlägt, die sich nach Einbruch der Dunkelheit in den Wald wagen. Es gibt aber auch ganz kleine Waldtrolle, die Wanderern gern ein Bein stellen.

Der Fossetroll lebt hinter Wasserfällen.

Und dann gibt es noch die Huldras. Sie sind blonde, liebliche weibliche Trolle, die allerdings einen Ringelschwanz und einen dicken Hintern haben. Sie locken Männer in den Wald, von denen keiner je zurückkam.

Solltet ihr jemals einem Troll begegnen, seid nett zu ihm, dann wird er Euch genauso schützen wie er das mit seinem Wald macht. Für den Fall das ihr auf einen bösen Troll trefft, habt immer eine Taschenlampe dabei, um ihn in Stein verwandeln zu können.

Die Trollwand

Die Trollwand (Trollveggen) ist die höchste Steilwand  Europas. Sie gehört zum Bergmassiv Trolltindene in der Kommune Rauma. 1700 Meter ragt die Trollwand in die Höhe, der senkrechte Teil der Wand ist 1000 Meter hoch und ragt 50 Meter über. In der Wand gibt es mehrere Kletterrouten, die Trollryggen Route ist die längste Kletterroute Europas. Sie wurde 1958 von Arne Randers Heen und Ralph Høibakk durchstiegen. Sie ist mit 3.5 km die längste Strecke Europas und die erste Strecke Norwegens, die eine Übernachtung in der Wand erforderlich machte. Die Trollwand selber galt viele Jahre als unbezwingbar. 1965 starteten ein norwegisches und ein englisches Team den Versuch die Wand zu durchsteigen. Sie brauchten 14 Tage, die Norweger waren einen Tag früher am Ziel.

1980 sprang der FinneJorma Öster als erster Basejumper von der Trollwand in die Tiefe. Das lud viele weitere Basejumper ein, ihm zu folgen. Das es aber in der Folge mehrere Todesopfer und gefährliche Rettungseinsätze gab, sind Sprünge aus der Wand seit 1986 verboten.

Der Trollstiegen

Der Trollstiegen ist die meistbefahrene Panoramastraße Norwegens. In 11 Haarnadelkurven schlängelt sich der Trollstiegen vom Tal Isterdalen zur Passhöhe Stigøra hinauf. Er verbindet die Stadt Åndalsnes mit der Ortschaft Valldal. Die Straße ist nur im Sommer geöffnet, im Winter wird sie aus Sicherheitsgründen gesperrt. Oben auf der Passhöhe befindet sich ein Besucherzentrum mit großem Parkplatz. Von hier aus geht man einen kurzen Weg zu einer Aussichtsplattform, die direkt über dem Stigfossen Wasserfall liegt und einen wunderschönen Ausblick auf die Straße und das Tal bietet.

Gudbrandsjuvet

Auf unserem Weg nach Valldal legten wir noch einen Stopp bei der Schlucht  Gudbrandsjuvet ein. Der Fluss Valldøla hat diese fünf Meter breite und 20-25 Meter tiefe Schlucht in tausenden von Jahren aus dem Fels gegraben. Im Laufe der Zeit sind hier bizarre Felsformationen entstanden. Mittlerweile ist die Schlucht ein beliebtes Touristenziel. Aus diesem Grunde wurden entlang des Flusses Plattformen und Wege aus Glas gebaut, die einen spektakulären Blick auf die traumhafte Natur bieten. Auch für diese schöne Sehenswürdigkeit gibt es eine Sage. Nach dieser hat im 16. Jahrhundert ein Mann namens Gudbrand eine Braut geraubt und wollte sich mit ihr aus dem Staub machen. Er konnte sich vor seinen Verfolgern mit einem beherzten Sprung über die schmalste Stelle der schlucht retten. Man erklärte ihn für vogelfrei und er lebte bis an sein Lebensende in einer Steinhütte in einem Seitental oberhalb der Schlucht. Es wird auch heute noch Gudbrandstal genannt. Die Sage verrät nicht, ob Gudbrand bei seinem Sprung über die Schlucht die geraubte Braut mitnehmen konnte.

Valldal

Das Tal Valldal ist das nördlichste kommerzielle Obstanbaugebiet Europas. Hier wachsen Himbeeren, Morellen und an den sonnigen Hängen von Linge sogar Aprikosen und Weintrauben. Berühmt ist Valldal allerdings wegen ganz anderen Früchten: den Erdbeeren. Auf den 40 km vom Trollstiegen bis zum Norddalsfjord reiht sich ein Erdbeerfeld an das andere. Warum diese Erdbeeren so schmackhaft sind, ist schnell erklärt. Hier werden unter anderem besonders schmackhafte Sorten angebaut, die bei uns kaum verbreitet sind. Außerdem bekommen die Erdbeeren durch die langen Tage viel Sonne und reifen sehr lang. Die gute Luft in Valldal trägt darüber hinaus zum guten Geschmack bei. 

Sylte

Unser letzter Stopp war in dem kleinen Dorf Sylte am Norddalsfjord. Hier hatten wir eine Pause mit Mittagessen. Nach dem Essen haben wir die restliche Zeit genutzt, um die Aussicht in den Fjord zu genießen und uns ein wenig umzuschauen. Das idyllische Örtchen Sylte hat 400 Einwohner, durch die Lage direkt am Fjord ist Sylte aber ein beliebtes Ziel von Touristen. Kleine Hütten mit Blick auf den Fjord laden zu einer Übernachtung ein. Nun war es an der Zeit zum Hafen zurück zu fahren. Unsere letzte Station Bergen erwartete uns.

Bergen 01.07.15

Bergen ist das Tor zu den norwegischen Fjorden und eigentlich bei jeder Norwegen Kreuzfahrt im Programm. Die UNESCO Welterbestadt hat ca. 272.000 Einwohner. Bergen hat seinen Besuchern viel zu bieten. Wunderschöne historische Gebäude, 7 Hausberge und eine Innenstadt, die zum bummeln und flanieren einlädt. Bergen hat über 280 Regentage im Jahr, wer Bergen im Regen nicht kennt, kennt bergen nicht. Also ist es ratsam sicherheitshalber Wasserdichte Kleidung dabei zu haben. Uns hat Bergen allerdings zweimal mit bestem Wetter begrüßt, erst beim dritten Besuch hatten dann auch wir einen regnerischen Tag in dieser schönen Stadt.

Ausführliche Informationen zum Hafen, zu örtlichen Anbietern, öffentlichen Verkehrsmitteln und Ausflügen auf eigene Faust in Bergen habe ich hier hinterlegt.

Wir hatten in Bergen einen sehr zentralen Liegeplatz und konnten in die Stadt laufen. Vom Hafen aus geht es an der Festung vorbei in Richtung des Hanseviertels Bryggen. Dies haben wir aber erstmal links liegen lassen, wir wollten auf den Mount Fløyen. 

Fløybahn

Wer vorhat mit der Fløybahn auf den Mount Fløyen zu fahren, sollte früh dran sein, um lange Wartezeiten zu vermeiden. Eine andere Möglichkeit ist sich vorab Tickets für die Bahn online zu kaufen. Ihr habt die Möglichkeit auf den Mount Fløyen zu fahren und dann wieder zurück nach Bergen zu laufen, oder Ihr Fahrt einfach mit der Standseilbahn wieder hinunter. Die Hin- und Rückfahrt kostet für Erwachsene 100 NOK, für Kinder und Senioren 50 NOK. Tickets vorab kaufen könnt Ihr hier.

Die Schlange vor der Bahn später am Tag
Die Schlange vor der Bahn später am Tag

Wir hatten keine Tickets vorab gekauft und sind zügig zur Fløybahn gelaufen, die Talstation kommt gleich links nach Bryggen. Wir waren fast die ersten und konnten gleich Tickets Tickets kaufen und mit der nächsten Bahn fahren. Schon die Fahrt mit der Standseilbahn ist eine Attraktion. Die Bahn schafft die 320 Meter auf den Hausberg Bergens in ca. 6 Minuten. Unterwegs gibt es drei Haltepunkte: Promsgate, Fjellveien und Skansemyren.

Mount Fløyen

Direkt an der Station der Fløybahn auf dem Mount Fløyen befindet sich ein Aussichtspunkt von dem Ihr einen spektakulären Blick auf Bergen habt. Ein Restaurant mit einem großen Spielplatz findet Ihr auch gleich hier. Ansonsten gibt es auf dem Mount Fløyen viel Möglichkeiten für Spaziergänge und Wanderungen auf dem Hausberg von Bergen. Wir haben einen kurzen Spaziergang zum Skomakerdiket See gemacht, den wir entspannt einmal umrundet haben. Solltet Ihr lieber eine größere Wanderung machen, findet Ihr schöne Vorschläge auf der Seite des Fløyen. Wir sind nach unserem Rundgang wieder mit der Bahn hinuntergefahren, wir wollten uns noch in Bergen umsehen.

Blick vom Mount Fløyen auf Bergen
Blick vom Mount Fløyen auf Bergen

Bryggen

Das Hafenviertel Bryggen ist der älteste Stadtteil Bergens und UNESCO Weltkulturerbe. Die Hanse, eine Vereinigung niederdeutscher Kaufleute begann 1360 eine  Handelsniederlassung, die den Handel in der Stadt 400 Jahre kontrollieren sollte. 1702 wurden die meisten Häuser bei einem Großbrand zerstört. Die Häuser wurden originalgetreu wieder aufgebaut, so das man auch heute noch ins 14. Jahrhundert zurückversetzt wird. Bryggen ist heute ein geschäftiger Stadtteil Bergens und ein unbedingtes Muss bei einem Besuch dieser Stadt.

Fischmarkt

Im Herzen der Stadt direkt am Hafen liegt der Fischmarkt von Bergen. Er ist ein wirkliches Erlebnis, hier gibt es alles was Fischliebhaber in Norwegen erwarten. Fangfrischer Fisch und Meeresfrüchte werden hier angeboten, aber auch Obst und Kunsthandwerk. Wer Hunger mitbringt hat auch die Möglichkeit gleich vor Ort den Fisch zu probieren.

Da Stefano

Zum Mittagessen sind wir bei Da Stefano eingekehrt. Zugegeben nicht gerade typisch norwegisch, aber ich mache mir nichts aus Fisch und die Pizza hier soll sehr lecker sein. nachdem die Sonne herausgekommen war, haben wir draußen gegessen. Im Da Stefano gibt es aber nicht nur sehr gute Pizza, sondern auch Brot, Brötchen und Gebäck. Um die Mittagszeit waren alle Plätze innen und außen belegt. Uns hat es wirklich gut geschmeckt und wir würden immer wieder hier einkehren.

Byparken

Der Byparken ist der erste offizielle Park Bergens. Er entstand eher zufällig, als nach dem Brand 1855 die Anordnung der Straßen und Häuser geändert wurde. Heute ist er ein wunderschöner Ort um eine kleine Pause einzulegen. Den Musikpavillon stiftete 1888 der Geschäftsmann und Konsul FG Gade. Im Park befindet sich auch das Denkmal von Henrik Ibsen.

Aquarium

Gerade bei schlechtem Wetter eine gute Alternative ist das Aquarium Bergens. Es besteht schon seit 1960 und zeigt so ziemlich alles, was sich unter der Wasseroberfläche so tummelt. Für uns hätte sich der Eintritt zeitlich nicht mehr gelohnt so das wir den Besuch auf ein anderes Mal verschoben haben. Informationen und Preise findet Ihr hier.

Festung Bergenhus

Wenn Euer Schiff an einem der drei stadtnahen Piers festgemacht hat, seid Ihr schon auf dem weg in die Stadt an der Festung vorbeigekommen. Sie befindet sich oberhalb des Festungswalles direkt am Hafen und wacht schon viele Jahrhunderte über die Stadt. Die ältesten Teile der Festung stammen aus dem 12. Jahrhundert. Heute befinden sich das Festungsmuseum und einige militärische Einrichtungen in der Festung.

Landausflüge buchen

Wir hatten einen wirklich abwechslungsreichen Tag in Bergen, eine wunderschöne Stadt die ihre Besucher gleich verzaubert und für sich einnimmt. Ein gelungener Abschluß unserer Norwegen Reise.

Mein Fazit

Wir hatten eine wunderschöne Reise mit der Costa Pacifica. Das Schiff hat uns sehr gut gefallen. Unsere Kabine im Heck war für diese die richtige Wahl, gerade in den Fjorden konnten wir ohne Sichtbehinderungen unsere Fotos machen. Das Essen war wieder hervorragend, es gab bei der kompletten Reise nichts zu beanstanden. Unsere Kellner waren ebenfalls sehr freundlich und aufmerksam, wir haben uns sehr wohl gefühlt. 

Unsere Reise war gespickt mit tollen Destinationen und wunderschönen Landschaften. Das Wetter hat im Großen und ganzen mitgespielt, wobei man in Norwegen mit allem rechnen muss. Wir hatten von 0 Grad in Geiranger bis 20 Grad in Bergen alles dabei, das müsst Ihr bei der Kleiderauswahl einplanen. Ansonsten haben wir viele tolle Erlebnisse gehabt, die uns mit Sicherheit lang in Erinnerung bleiben werden. Wer wunderschöne Landschaften mag, ist auf dieser reise genau richtig.