Izmir 12.05.14

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Inhaltsverzeichnis

1. Izmir

    1.1 Das Haus der heiligen Maria

    1.2 Ephesos

          1.2.1 Die Bibliothek von Celsus

          1.2.2 Prachtstraße

          1.2.3 Mazaeus Mithridates Tor

          1.2.4 Nyphaneum Traiani

          1.2.5 Römisches Theater

Izmir wird auch Perle der Ägäis genannt und blickt auf eine bewegte  Geschichte zurück.  Antike und moderne Einflüsse haben die Stadt geprägt. Izmir bietet sowohl historisch interessierten Besuchern viel zu sehen, als auch Sonnenanbetern traumhafte Strände zum relaxen. Wir wollten ein wenig in die Geschichte Izmirs eintauchen, was wir erlebt haben, erfahrt Ihr hier.

Haus der heiligen Maria

Nahe der antiken Ruinen von Ephesos  befindet sich eine der meistbesuchten Pilgerstätten der Türkei. In diesem Haus soll die heilige Mutter Maria bis zu ihrem Tod gelebt haben, Christen und Muslime verehren das kleine Haus auf dem Hügel. Das Haus ist eine der berühmtesten Sehenswürdigkeiten, dementsprechend voll ist hier das ganze Jahr über. 

Die blinde Nonne Anna Katharina Emmerick soll in Visionen vom Leben des Apostels Johannes mit Maria in diesem Haus berichtet haben. Der Schriftsteller Clemens Brentano fasste die Inhalte zusammen und über Umwege gelangten die Bücher nach Smyrna, dem heutigen Izmir. Auf betreiben von Adele Marie de Mandat - Grancey brach Pater Henri Jung mit einer fünfköpfigen Delegation auf, um nach dem Haus zu suchen. 

Tatsächlich fanden sie an der beschriebenen Stelle die Ruine eines Hauses, Adele Marie kaufte das Gelände und ließ die Ruine wieder herrichten. Seither kommen viele Pilger hierher, um zu beten und Gaben da zu lassen. 

Ephesos

Nach dem Besuch des Hauses der Maria stand Ephesos auf dem Programm. Die antike griechische Stadt war zu Ihrer Glanzzeit durchaus eine Metropole und eine wichtige Handelsstadt. 250.000 Menschen lebten in der Stadt, die damals noch direkt am Meer lag. Im Jahr 263 n. Chr. wurde sie von den Goten zerstört und geplündert und obwohl sie danach wieder aufgebaut wurde, verlor sie ihre Wichtigkeit als Handelszentrum, da der Hafen langsam versandete. Heute liegt Ephesos einige Kilometer von der Küste entfernt. Nach einem Erdbeben im 7. Jahrhundert n. Chr. geriet die wieder teilweise zerstörte Stadt langsam in Vergessenheit und verfiel. 

In der Mitte des 19. Jahrhunderts begannen die ersten Archäologen mit Ausgrabungen, auf der Suche nach dem Tempel der Artemis, einem der Weltwunder der Antike. sie gaben aber schnell wieder auf. Der Deutsche Archäologe Otto  Benndorf nahm 1895 die Ausgrabungen wieder auf und gründete später das Österreichische Archäologische Institut, das bis heute noch eine führende Rolle bei den Ausgrabungen spielt. 2016 verbot die Türkei weitere Ausgrabungen aufgrund von Spannungen zwischen der Türkei und Österreich, seit 2018 erlaubte die Türkei den Österreichern die  Ausgrabungen wieder aufzunehmen. Ephesos ist seit 2015 UNESCO- Weltkulturerbestätte.

Die Bibliothek von Celsus

Das Wahrzeichen und der Grund dafür, das Ephesos zu den schönsten Sehenswürdigkeiten der Türkei gehört ist die Bibliothek von Celsus. Sie wurde als Erinnerung an Senator Tiberius Julius Celsus Polemanaeanus direkt über seinem Grab errichtet. Bei dem Erdbeben schwer zerstört, wurden erste Teile der Bibliothek schon 1905 gefunden, zwischen 1970 und 1978 errichteten Archäologen die Fassade wieder.

Prachtstraße , Kuretenstraße

Bild Quelle: hasangoc pixabay
Bild Quelle: hasangoc pixabay

An der Celsus Bibliothek beginnend, führt die Kuretenstraße bis zum Eingang in die Oberstadt, dem Heraklestor. Hier kann sich der Besucher wahrscheinlich am besten in das antike Ephesos zurück versetzen, wenn man sich die vielen Ruinen der Häuser, die vielen Statuen und Reliefs betrachtet. 

Mazaeus- Mithridates Tor

Ursprünglich als Triumphbogen erbaut, wurde es unter Kaiser Augustus zum Eingangstor des Handelsplatzes umgebaut. Das Tor befindet sich direkt neben der Celsus Bibliothek. Die Inschrift auf dem Tor erinnert an Mazaeus und Mithridates, die das Tor zu Ehren von Kaiser Augustus, dessen Frau Livia, der Tochter Iulia und deren Mann Agrippa erbauten.

Nymphaneum Traiani

Der 1900 Jahre alte Brunnen wurde seinerzeit als Ende einer 39 km langen Wasserleitung, die Ephesos mit frischem Wasser versorgte ,dem Kaiser Trajan gestiftet. Insgesamt versorgten 3 Äquadukte die Stadt mit Wasser rund um die Stadt könnt Ihr immer noch Teile der Wasserleitungen sehen.

Das römische Theater

Immer wieder beeindruckt von der Baukunst der Antike bin ich, wenn ich Bauwerke wie das Theater sehe. Was für eine Meisterleistung für die damalige Zeit. Hier wird dem Besucher die beeindruckende Größe von Ephesus sehr deutlich. 30.000 Besucher fanden hier bei Gladiatorenkämpfen und Kulturveranstaltungen Platz. Von hier hat man auch eine gute Sicht auf das Feld, in dem sich früher der Hafen von Ephesos befand, der damals nach und nach versandete. Das Theater findet im neuen Testament Erwähnung, der Apostel Paul soll hier gepredigt haben.

Wir hatten einen tollen, interessanten Tag in Izmir. Ephesos sollte auf jeden Fall zu einem Besuch der Türkei dazugehören, hier fühlt man sich der Antike schon sehr nah.

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