Östliches Mittelmeer mit der MSC Armonia 06.05.-17.05.14

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1. Venedig

2. Ancona

3. Santorini

4. Izmir

Unsere zweite Kreuzfahrt führte uns ins östliche Mittelmeer. In Venedig begann unsere Reise und führte uns nach Ancona, Santorini, Izmir, Istanbul, Argostoli und Split, bevor es wieder nach Venedig ging. Eine interessante Route mit sehr unterschiedlichen Destinationen.

Wir sind ein paar Tage vor Beginn der Reise gestartet, wir wollten stressfrei in Venedig ankommen und auch noch einmal in der Lagunenstadt übernachten. Auf dem Weg nach Venedig haben wir eine Übernachtung in Como eingeschoben, um die Etappen übersichtlich zu halten. Durch den Zwischenstopp waren wir am nächsten Tag früh in Venedig, wir haben das Auto im Parkhaus Tronchetto Parking untergestellt einem großen Parkhaus, das direkt nach der Brücke auf der rechten Seite liegt, es ist wirklich nicht zu verfehlen. Das Parkhaus bietet günstige Tarife für Kreuzfahrer an, man muss auf Ebene 0 am Kassenhäuschen den Voucher der Reederei zeigen und der Rabatt wir direkt abgezogen, gezahlt wird im Voraus, Preise findet Ihr hier. Das Parkhaus ist modern und übersichtlich, zum Kreuzfahrtterminal geht man ca. 15 Minuten zu Fuß. Wir sind mit dem Wasserbus bis zum Markusplatz gefahren, dort in der Nähe war unser Hotel. 

Venedig 07.05.14

Hotel St. Antonin

Das Hotel St. Antonin liegt sehr zentral, alle Sehenswürdigkeiten sind fußläufig gut zu erreichen. Wir hatten ein wunderschönes geräumiges Zimmer im venezianischen Stil, wurden sehr freundlich empfangen und haben unseren Aufenthalt hier sehr genossen. Das Hotel liegt in einem der größten privaten Gärten und ist von einem mittelalterlichen Hof umgeben. 

Markusplatz

Der Markusplatz ist Venedigs heimliche Mitte, nur er darf sich Piazza nennen, dies ist der Tatsache geschuldet, das in früheren Zeiten nur gepflasterte Plätze den Namen Piazza tragen durften. Alle anderen Plätze in Venedig heißen Piazetta oder Campo. Wer sich also an der Piazza verabredet, trifft sich also am Markusplatz -Piazza San Marco. Von drei Seiten ist er von historischen Gebäuden umgeben, hier finden sich zahlreiche Restaurants und Geschäfte, das archäologische und das stadtgeschichtliche Museum. Sehr beliebt und sehr  teuer sind die vielen Cafés rund um den Markusplatz, hier gilt sitzen und gesehen werden.  Die vierte Seite des Markusplatzes öffnet sich zur Lagune. 

Tickets für den Markusplatz buchen

Markusdom

Die Kathedrale stammt aus dem 11. Jahrhundert, weitere Anbauten kamen im 13. und 14. Jahrhundert hinzu. Den Beinamen goldene Basilica verdankt der Markusdom seinen Mosaiken im Inneren, die auf Goldgrund gefertigt wurden. Die Mosaiken bedecken eine mehr als 8000 qm Fläche und bilden damit die größte zusammenhängende Mosaikfläche der Welt. Viele weitere (wenn auch zum Teil geraubte) Kunstgegenstände sind im Markusdom zu bewundern. Der Glockenturm ist nicht mehr original, er stürzte am 14. Juli 1902 ein, der Grund für den Einsturz war der Versuch einen Fahrstuhl einzubauen. Beim Einsturz wurde niemand verletzt und außer der Loggetta blieben auch alle umliegenden Gebäude unbeschädigt. Er wurde mit den Originalsteinen und einem Aufzug originalgetreu wieder aufgebaut. Da täglich viele Touristen den Markusdom besichtigen wollen, empfiehlt es sich vorab Tickets zu besorgen, um nicht stundenlang in der Schlange warten zu müssen, diese findet Ihr hier.

Dogenpalast

Der Dogenpalast gilt als eines der bedeutendsten Bauwerke der Gotik. Einst war er der Sitz des Staatsoberhauptes der Republik Venedig, dem Dogen. Ein kleiner Vorgängerbau entstand im 9. Jahrhundert, ab Mitte des 14. Jahrhunderts entstand das Bauwerk, welches wir bis heute kennen, das nach Beschädigungen durch Brände immer wieder nahezu originalgetreu aufgebaut wurde. Auch die Innenräume des Dogenpalastes sind prunkvoll eingerichtet worden, wobei die kunstvoll gestalteten Decken hervorzuheben sind. Auch beim Dogenpalast bietet sich ein Ticket ohne Wartezeiten an, we es gleich mit einem Besuch des Markusdoms kombiniert, spar Geld und Zeit. Tickets findet Ihr hier.

Rialto Brücke

Nachdem wir uns ausgiebig auf dem Markusplatz umgesehen haben, schlenderten wir in Richtung Rialto Brücke. In den vielen kleinen Geschäften auf der Brücke, findet sicher jeder Souvenierjäger das für sich passende. Unbedingt genießen sollte Ihr aber das Treiben auf dem Canale Grande, auf den Ihr von hier eine tolle Aussicht habt, falls sich eine Lücke in den vielen Touristen auftut. Bereits im 13. Jahrhundert verband an dieser Stelle eine Holzbrücke das bis dahin geteilte Venedig, die heutige Steinbrücke wurde 1591 eingeweiht. Wer sich die Rialtobrücke und die Aussicht auf den Canale Grande ohne Menschenmassen ansehen möchte, sollte in den frühen Abendstunden hierher kommen, wenn zumindest die Tagestouristen so langsam Venedig wieder verlassen. 

Wir haben uns nach der Besichtigung der wichtigsten Sehenswürdigkeiten einfach ein wenig in Venedig treiben lassen. es gibt wirklich wunderschöne Ecken und sobald man ein paar Seitenstraßen vom Markusplatz weg ist, wird es auch deutlich leerer und angenehmer in der Lagunenstadt.

Restaurant Antica Sacrestia

Auf unserem Spaziergang durch Venedig war uns das Antica Sacrestia mit seinem wunderschönen kleinen Garten aufgefallen, als beschlossen wir abends hier zu Essen. Das Essen war sehr gut, der Service schnell und aufmerksam, wir haben unsere Entscheidung hier einzukehren nicht bereut.

Ein Tag ist natürlich viel zu kurz, um alles Sehenswerte gesehen zu haben, man bekommt aber einen gute Eindruck von der Stadt und dem Treiben in Ihr. Für uns hieß es am nächsten Morgen noch schnell ein paar Fotos bei Sonnenschein zu machen, war doch das Wetter am Vortag eher unbeständig. Dann ging es für uns mit dem Wasserbus zum Hafen, die Costa Serena und eine unfassbar schöne Ausfahrt aus Venedig warteten auf uns.

Ancona 09.05.14

Ancona ist geprägt von Moderne und Geschichte und bietet ihren Besuchern viele Überraschungen. In Ancona findet man ein Stück des alten Europas, geschmückt mit römischen Ruinen und großen Palazzi aus der Renaissence. Die Hauptstadt der Region Marken verfügt über einen einzigartigen Naturhafen, der schon 400 v. Chr. die Griechen veranlasste, hier eine Kolonie zu gründen. seither ist der Hafen Anconas ein bedeutender Hafen in Europa.

Abtei San Vittore

Die Abtei San Vittore liegt in der Gemeinde Genga, wurde im Jahr 1011 erstmals erwähnt und ist ein bemerkenswertes Beispiel für byzantinisch geprägte Bauweise. Das Gebäude ist das wichtigste romanische Monument der Region Marken.

Weingut Fazi Battaglia

Im Rahmen unseres Ausflugs haben wir das Weingut Fazi Battaglia besucht, das außer Wein auch Olivenöl herstellt. Das Öl war auch Thema unseres Besuches auf dem Gut, anschaulich wurde uns erklärt, wie gutes Olivenöl hergestellt wird.  Natürlich haben wir bei einem guten Glas Wein probiert und eine Flasche gekauft.

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Santorini 11.05.14

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Santorini, eine traumhafte Insel, deren weiße Häuser mit ihren blauen Dächern in der Sonne um die Wette strahlen.  Ihre zerklüftete Landschaft wurde im 16. Jahrhundert v. Chr. durch einen Vulkanausbruch erschaffen. Santorini ist die Perle Griechenlands und zieht jährlich viele Besucher in ihren Bann. Auch uns hat die Insel verzaubert, warum seht Ihr hier.

Santorin haben wir auf eigene Faust erkundet, wir wollten einfach die Atmosphäre dieser wunderschönen Kykladeninsel aufnehmen. Das gestaltet sich in Santorini allerdings schwierig, da zu den Urlaubern auch die Tagestouristen in Form von Kreuzfahrern kommen, aber es ist möglich den Menschenmassen zu entfliehen. 

Es gibt zwei Möglichkeiten in den höher gelegenen Ort Fira zu erreichen, man nimmt die Seilbahn oder einen Esel um die steilen Straßen empor zu gelangen. seit Jahren ist das Eselreiten auf Santorini zu recht sehr umstritten, die Tiere müssen oft viel zu schwere Menschen tragen und sehen teilweise wirklich sehr erbärmlich aus. Tierschützer fordern ein Verbot des Eselreiten, kommen damit aber bislang nicht durch, da dies eine der Haupteinnahmequellen der Bewohner ist. Wir haben uns für die Seilbahn entschieden, für ca. 6€ kommt Ihr bequem nach oben. Die Fahrt dauert drei Minuten, oben angekommen haben wir zugesehen, gleich aus den Menschenmassen heraus zu kommen. Wir sind ohne Ziel einfach durch die Stadt geschlendert und haben uns an den wunderschönen weißen Häusern und den gepflegten Gärten erfreut. Ständig erreicht man einen Ort, an dem man eine phantastische Aussicht in die Bucht vor Santorini und die umliegenden Inseln hat. 

Am Ender der  Stadt kamen wir auf eine in die Bucht ragenden Klippe, die natürlich erkundet werden musste. Von hier hatten wir eine phantastische Aussicht auf die Bucht, die umliegenden Inseln und die Stadt Fira. dieser Spaziergang ist sehr zu empfehlen, wir waren hier fast allein unterwegs. 

Auf den Klippen, die den Westen der Stadt Fira dominieren, befindet sich die griechisch orthodoxe Kirche mit den drei Glocken, die wir uns natürlich auch angeschaut haben. Sie ist eins der berühmtesten Fotomotive, dank ihrer spektakulären Lage am Klippenrand, ihren drei Glocken, dem blauen Dach und der phantastischen Aussicht.

Schon auf dem Hinweg zur Klippe, war uns das Restaurant Mamathira Taverna aufgefallen. Es lockt mit einer wunderschönen Terasse mit Blick auf das Meer, wir waren aber schon von dem Blick in den Gastraum restlos begeistert. Wir haben einfach mehrere Vorspeisen bestellt und bei wirklich sehr gutem Essen die kleine Pause und die Aussicht genossen. Das Essen war sehr gut, der Service auch, wir hatten eine gute Wahl getroffen. Etwas abseits der Touristenpfade haben wir ein sehr authentisches griechisches Lokal gefunden.

Nach dem guten Essen, sind wir mit der Seilbahn zurück zum Hafen  gefahren, auch das runterlaufen zum Hafen sollte man sich sparen, da die Treppen sehr rutschig sind, es überall nach Eselkot riecht und es auch durchaus zu Unfällen mit einem Esel kommen kann. Wir kamen sicher am Hafen an und sind nach einem wunderschönen Tag nwieder zum schiff zurück gekehrt. Santorini hat uns wirklich sehr gut gefallen.

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Izmir 12.05.14

Izmir wird auch Perle der Ägäis genannt und blickt auf eine bewegte  Geschichte zurück.  Antike und moderne Einflüsse haben die Stadt geprägt. Izmir bietet sowohl historisch interessierten Besuchern viel zu sehen, als auch Sonnenanbetern traumhafte Strände zum relaxen. Wir wollten ein wenig in die Geschichte Izmirs eintauchen, was wir erlebt haben, erfahrt Ihr hier.

Haus der heiligen Maria

Nahe der antiken Ruinen von Ephesos  befindet sich eine der meistbesuchten Pilgerstätten der Türkei. In diesem Haus soll die heilige Mutter Maria bis zu ihrem Tod gelebt haben, Christen und Muslime verehren das kleine Haus auf dem Hügel. Das Haus ist eine der berühmtesten Sehenswürdigkeiten, dementsprechend voll ist hier das ganze Jahr über. 

Die blinde Nonne Anna Katharina Emmerick soll in Visionen vom Leben des Apostels Johannes mit Maria in diesem Haus berichtet haben. Der Schriftsteller Clemens Brentano fasste die Inhalte zusammen und über Umwege gelangten die Bücher nach Smyrna, dem heutigen Izmir. Auf betreiben von Adele Marie de Mandat - Grancey brach Pater Henri Jung mit einer fünfköpfigen Delegation auf, um nach dem Haus zu suchen. 

Tatsächlich fanden sie an der beschriebenen Stelle die Ruine eines Hauses, Adele Marie kaufte das Gelände und ließ die Ruine wieder herrichten. Seither kommen viele Pilger hierher, um zu beten und Gaben da zu lassen. 

Ephesos

Nach dem Besuch des Hauses der Maria stand Ephesos auf dem Programm. Die antike griechische Stadt war zu Ihrer Glanzzeit durchaus eine Metropole und eine wichtige Handelsstadt. 250.000 Menschen lebten in der Stadt, die damals noch direkt am Meer lag. Im Jahr 263 n. Chr. wurde sie von den Goten zerstört und geplündert und obwohl sie danach wieder aufgebaut wurde, verlor sie ihre Wichtigkeit als Handelszentrum, da der Hafen langsam versandete. Heute liegt Ephesos einige Kilometer von der Küste entfernt. Nach einem Erdbeben im 7. Jahrhundert n. Chr. geriet die wieder teilweise zerstörte Stadt langsam in Vergessenheit und verfiel. 

In der Mitte des 19. Jahrhunderts begannen die ersten Archäologen mit Ausgrabungen, auf der Suche nach dem Tempel der Artemis, einem der Weltwunder der Antike. sie gaben aber schnell wieder auf. Der Deutsche Archäologe Otto  Benndorf nahm 1895 die Ausgrabungen wieder auf und gründete später das Österreichische Archäologische Institut, das bis heute noch eine führende Rolle bei den Ausgrabungen spielt. 2016 verbot die Türkei weitere Ausgrabungen aufgrund von Spannungen zwischen der Türkei und Österreich, seit 2018 erlaubte die Türkei den Österreichern die  Ausgrabungen wieder aufzunehmen. Ephesos ist seit 2015 UNESCO- Weltkulturerbestätte.

Die Bibliothek von Celsus

Das Wahrzeichen und der Grund dafür, das Ephesos zu den schönsten Sehenswürdigkeiten der Türkei gehört ist die Bibliothek von Celsus. Sie wurde als Erinnerung an Senator Tiberius Julius Celsus Polemanaeanus direkt über seinem Grab errichtet. Bei dem Erdbeben schwer zerstört, wurden erste Teile der Bibliothek schon 1905 gefunden, zwischen 1970 und 1978 errichteten Archäologen die Fassade wieder.

Prachtstraße , Kuretenstraße

Bild Quelle: hasangoc pixabay
Bild Quelle: hasangoc pixabay

An der Celsus Bibliothek beginnend, führt die Kuretenstraße bis zum Eingang in die Oberstadt, dem Heraklestor. Hier kann sich der Besucher wahrscheinlich am besten in das antike Ephesos zurück versetzen, wenn man sich die vielen Ruinen der Häuser, die vielen Statuen und Reliefs betrachtet. 

Mazaeus- Mithridates Tor

Ursprünglich als Triumphbogen erbaut, wurde es unter Kaiser Augustus zum Eingangstor des Handelsplatzes umgebaut. Das Tor befindet sich direkt neben der Celsus Bibliothek. Die Inschrift auf dem Tor erinnert an Mazaeus und Mithridates, die das Tor zu Ehren von Kaiser Augustus, dessen Frau Livia, der Tochter Iulia und deren Mann Agrippa erbauten.

Nymphaneum Traiani

Der 1900 Jahre alte Brunnen wurde seinerzeit als Ende einer 39 km langen Wasserleitung, die Ephesos mit frischem Wasser versorgte ,dem Kaiser Trajan gestiftet. Insgesamt versorgten 3 Äquadukte die Stadt mit Wasser rund um die Stadt könnt Ihr immer noch Teile der Wasserleitungen sehen.

Das römische Theater

Immer wieder beeindruckt von der Baukunst der Antike bin ich, wenn ich Bauwerke wie das Theater sehe. Was für eine Meisterleistung für die damalige Zeit. Hier wird dem Besucher die beeindruckende Größe von Ephesus sehr deutlich. 30.000 Besucher fanden hier bei Gladiatorenkämpfen und Kulturveranstaltungen Platz. Von hier hat man auch eine gute Sicht auf das Feld, in dem sich früher der Hafen von Ephesos befand, der damals nach und nach versandete. Das Theater findet im neuen Testament Erwähnung, der Apostel Paul soll hier gepredigt haben.

Wir hatten einen tollen, interessanten Tag in Izmir. Ephesos sollte auf jeden Fall zu einem Besuch der Türkei dazugehören, hier fühlt man sich der Antike schon sehr nah.

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