Bayrischzell und Wendelstein

Von München aus ging es mit der Bayrischen Oberlandbahn BOB nach Bayrischzell. Der Zug war erwartungsgemäß sehr voll, viel wollten nochmal das schöne Wetter nutzen und in die Natur. Die Fahrt dauert knappe 1,5 Stunden, das ist echt das Schöne an München, die Berge sind sehr nah und gut zu erreichen.

Das idyllische Bergdorf am Fuß des Wendelsteins lädt sowohl im Sommer, als auch Winter zu zahlreichen Aktivitäten fernab von Alltag und Hektik ein. Der wunderschöne Dorfkern war schon Kulisse für zahlreiche Fernsehproduktionen, hier erlebt man Bayern in seiner schönsten Form.

Vor der Wanderung wollten wir uns noch stärken, das Frühstück hatten wir ausfallen lassen, um beim Alpenwirt einzukehren. Wir hatten bereits am Tag zuvor einen Tisch in der Almstube reserviert, aber die Webseite wird wohl nicht gut gepflegt, unsere Reservierung wurde uns nicht bestätigt, es war um diese Zeit aber auch keine Reservierung nötig, es waren noch keine Gäste da. Aufgrund des schönen Wetters entschlossen wir uns draußen zu essen, in der Sonne war es wirklich angenehm.

Der Service war sehr aufmerksam und flott, das Essen kam auch zügig, rundum, alles perfekt. Ich kann das Almschnitzel mit Bratkartoffeln empfehlen, das war sehr lecker.

Eigentlich wollten wir mit der Seilbahn auf den Wendelstein fahren, fanden aber den Preis von 25,50€ pro Person für die Hin- und Rückfahrt doch etwas happig für einen halben Tag. Mit der Zahnradbahn auf den Wendelstein zu fahren kostet 37€ Hin und Zurück. 

Also beschlossen wir von unten auf dem Wendelstein Männleinweg zu wandern. 

Der Sage nach sollen die Wendelstein Männlein vor  langer Zeit im Wendelsteinmassiv gelebt haben und hausten dort in Höhlen auf dem Berg. Sie waren sehr hilfsbereit, brachten verstiegene Tiere zu den Almbauern zurück und halfen auch zu jeder Tages- und Nachtzeit Bauern in Not. Sie hatten ein Geheimnis, in einer Höhle lagerte ein Schatz, den den sich allerdings Talbewohner aneignen wollten, so das die Männlein das Wendelsteingebirge verlassen mussten, aber nicht ohne mit einem Zauberspruch den Goldschatz in der Höhle in Schnee, Eis und Kälte zu verwandeln, so das die Dorfbewohner leer ausgingen. Seit 2008 wird wieder an die Sage erinnert, die über 30 Jahre in Vergessenheit geraten war erinnert, 2011 wurde der Wendelsteinmännleinweg eröffnet.

Am Kurhaus hält man sich rechts, um von dort zum Beginn des Rundwanderweges zu gelangen. Dieser Wanderweg ist ideal für Familien mit Kinder, unterwegs stehen viele Spielgeräte bereit und während des ganzen Weges erzählen kleine Holztafeln interessantes über den Wald. Aber auch ohne Kinder macht es Spaß auf dem Rundweg zu wandern, die Wanderung ist als leicht einzustufen und damit auch für weniger gut trainierte Menschen gut machbar. Nach wenigen Metern kommt man einem Kneipp Park vorbei, den wir uns natürlich gleich angeschaut haben und ausprobiert haben. So eine Abkühlung vor der Wanderung kann ja nicht schaden.

Mit gut gekühlten und durchbluteten Beinen ging es nun aber wirklich los. Der Weg ist sehr gut ausgeschildert, aber wir hätten uns auch sonst nicht verlaufen, es war viel los. Irgendwie wollte jeder nochmal an einem so schönen Tag in die Berge. Nach einiger Zeit kommt man an diesem schönen Wasserfall vorbei, der zu einer kurzen Verschnaufspause einlädt. 

Auf der Hälfte des Weges lädt der Siglhof zu einer kurzen Pause ein. Aber schon als wir aus dem Wald kamen, war klar zu erkennen das es dort brechend voll war. Wir haben uns die Schlange derer angeschaut, die auf einen freien Platz warteten und glich beschlossen, ohne Paus weiter zu gehen. Allerdings wollte wir nicht wieder nach Bayrischzell zurück, sondern sind nach Osterhofen gewandert.

Unsere Wanderung nach Osterhofen dauerte ca. 40 Minuten und ging durch die wunderbare Natur am Wendelstein. Immer wieder begegnet man Kuhherden, die teils auf eingezäunten Weiden, teils aber auch einfach auf den Wiesen neben den Wegen grasen. Auch Lamas haben wir noch von weitem gesehen, eine etwas unerwartete Begegnung.

Mit der BOB ging es von Osterhofen wieder nach München, wir hatten wieder einmal einen wunderschönen Tag in unserer Wahlheimat. Wir freuen uns schon darauf, das Ganze im Winter zu erleben.

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