Bari 27.09.17

Bari 27.09.17

In Bari liegen die Schiffe sehr zentral, bis zum Stadttor ist nur ein kurzer Fußmarsch. 

Wir sind auf eigene Faust losgezogen und hatten nicht gefrühstückt, da wir uns zwei Spezialitäten gönnen wollten: Focaccia und die für Bari typischen Orecchiette.

für beides hatten wir uns vorher Empfehlungen aus dem Internet geholt.

Focaccia

Schon vom Stadttor ab, kamen uns Menschen entgegen, die ein Focaccia in der Hand hatten. Im Internet wird das Panificio Fiore sehr gut bewertet und das zu recht. Die Focaccia ist sensationell und der Preis auch. Wir haben für ein großes Stück 1€ bezahlt. Die Stücke werden von einer grossen Pizza abgeschnitten und dann gewogen. Ein absolutes Muss bei einem Bari Besuch.

Basilica San Nicola

Wir sind ein wenig durch die Gassen von Bari geschlendert, bevor wir uns die Basilica San Nicola angeschaut haben. Von außen relativ schlicht, ist sie von innen reich an wunderschönen Schätzen.Die Gebeine des heiligen Nikolaus lagen ursprünglich in Myra, dem heutigen Demre, 10 km südwestlich von Antalya. Im 11. Jahrhundert verlor Bari mehr und mehr an Bedeutung als wichtige Handelsmetropole und es floss immer weniger Geld in die Stadtkassen. Kaufleute sandten deshalb Seefahrer nach Myra, um die Gebeine des heiligen Nikolaus, einem der damals wichtigsten Heiligen nach Bari zu überführen. Er war der Schutzpatron der Seeleute und viele Pilger fanden sich in Myra ein, um ihn zu ehren. Die Pilger sollte nun auch Bari wieder Geld in die leeren Stadtkassen bringen.

Mit dem Bau der Basilica wurde 1087 begonnen und zwei Jahre später wurde die Krypta fertiggestellt. Eingeweiht wurde sie hundert Jahre später.Auch heute noch pilgern viele orthodoxe Gläubiger nach Bari, um in der Krypta vor dem Sarg des heiligen Nikolaus zu beten. Jedes Jahr am 09. Mai feiert Bari 3 Tage lang den Tag, als die sterblichen Überreste von Nikolaus Bari erreichten. Schulen bleiben geschlossen, die meisten Bewohner nehmen Urlaub, wenn die lebensgroße Nachbildung feierlich durch die Stadt zum Hafen getragen und dann auf das offene Meer herausgefahren wird.

Die Nudelfrauen von Bari

In der Altstadt Baris sitzen vor ihren Wohnungen Frauen, die jeden Tag die Bari und Apulien üblichen Orecchiette herzustellen.  Der Teig besteht aus Wasser und Hartweizengrieß, Salz wird erst beim Kochen hinzu gegeben.

Der Teig wird zu Rollen geformt, dann werden 2 cm große Stücke abgeteilt, die mit einem geriffelten Messer über den Tisch gezogen werden. So entstehen die Nudeln, die wie kleine Öhrchen aussehen die den Nudeln ihren Namen gegeben haben. 

Man kann und darf den Damen zusehen und auch Fragen stellen, die gerne beantwortet werden. Nachdem wir eine Weile zugesehen haben, war es an der Zeit, diese Spezialität auch zu probieren.

Ristorante La Cecchina

Eigentlich  hatten wir vorab ein anderes Restaurant ausgewählt, das aber geschlossen hatte. So musste ein Ersatz her, Bari ohne Orecchiette konnten wir nicht hinnehmen. An der Piazza Mercantile wurden wir fündig. Das Restaurant ist wirklich sehr schön eingerichtet, selbst die Terrasse ist sehr schön dekoriert. Die Pasta war super, das Brot selbstgebacken und der Service sehr gut und freundlich. Rundum können wir das La Cecchina guten Gewissens weiterempfehlen.

La Cecchina

 

Zum Abschluss noch ein Eis

Nach den leckeren Nudeln musste noch ein Eis her. Auch hier waren wir vorab fündig geworden, Die Antica Gelateria Gentile soll das beste Eis Baris machen. In Hochzeiten erkennt man die Eisdiele an der langen Schlange davor. Bei uns war es nicht ganz so voll und schnell war unser Lieblingseis gefunden. Auf jeden Fall sollte man Schokolade wählen, die ist phantastisch. Ein kurzer Abstecher und eine kleine Pause mit einem guten Eis gehören für mich zu einem Besuch von Bari.

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