Färöer Inseln 12.07.17

Färöer 12.07.17

Die Färöer Inseln bestehen aus 18 unterschiedliche großen Inseln und liegen zwischen Island, Norwegen und Schottland, sie gehören allerdings zu Dänemark. Touristisch noch kaum erschlossen bieten sie die gleiche atemberaubende Landschaft wie Island nur ohne von Touristen überrannt zu werden. Die Inseln sind durch Tunnel, Fähren, Dammstraßen und Brücken miteinander verbunden, und besonders bei Wanderern und Vogelbeobachtern beliebt, die es in die Berge, Täler, Graslandschaften und Steilküsten zieht, die tausende von Seevögeln beheimatet. 

Gásadalur

Wir haben einen Halbtagsausflug über die Reederei gebucht und einen kurzen, aber intensiven Eindruck von den Färöer bekommen.

Die Fahrt ging von Tórshavn auf die Nachbarinsel Vágar, die Fahrt dauerte eine Stunde und wir hatten genug Zeit die wirklich beeindruckende und abwechslungsreiche Natur der Färöer zu genießen. Unser Ziel war das Dorf Gasadalur (Gänsetal), das bis ins Jahr 2003 der isolierteste Ort Europas war, da er nur zu Fuß oder per Hubschrauber erreicht werden konnte. 2003 wurde der Gásadalstunnel eröffnet und nun ist das kleine Dorf mit der Außenwelt verbunden.

Gasadalur besteht aus ein paar kleinen Häusern mit den für die Färöer so typischen Grasdächern, hier leben ca. 18 Einwohner an einem der schönsten Orte der Insel Vágar, eingebettet zwischen den höchsten Bergen der Insel, dem Árnafjall im Norden und dem Eysturtindur im Osten.

In Richtung Süden eröffnet sich ein traumhafter Ausblick auf die Inseln Tindhólmur  und Gáshólmur.

Wasserfall Múlafossur

An der Südseite des kleinen Ortes findet man einen weiteren Schatz: den Wasserfall Múlafossur, der unterhalb des Dorfes in den Atlantik stürzt. Um ihn zu erreichen, passiert man eine Schafsweide und geht in Richtung Steilklippe. Von dort hat meinen eine Tollen Blick auf den Wasserfall und das Meer.

 

Wer es sportlich mag, kann von der Ortschaft Bøur über die Berge nach Gásadalur wandern.

Die Wanderung ist anspruchsvoll und nicht für Menschen mit Höhenangst geeignet, da der 4 km lange Weg direkt an den Kanten entlang führt.

Beeindruckend war die Kondition des Postboten, der bis 2003 dreimal die Woche die Post in das Dorf brachte und mit der Fertigstellung des Tunnels in Rente ging.

Bøur

Auf dem Weg zurück nach Torshavn haben wir noch in Bøur gehalten. Von Bøur hat man den Blick auf den Tindhólmur und den Gáshólmur, die in zahlreichen Bildern verewigt wurden. In Bøur leben ca. 75 Einwohner, die grasbedeckten Holzhäuser liegen dicht gedrängt an schmalen Gassen, sehenswert ist die kleine Holzkirche des Ortes.

Sandavágur

Unser letzter Stopp war Sandavágur, der kleine Ort hat 875 Einwohner und die Kirche in Sandavágur beherbergt einen Schatz.

Hier wird ein Runenstein, der 1917 gefunden wurde und wahrscheinlich aus dem 12. Jahrhundert stammt aufbewahrt.

Aber auch ansonsten ist das Innere der Kirche, die 1917 vom Tórshavner Architekten Magnus á Kamarinum errichtet wurde sehr beeindruckend.

Tórshavn

In Tórshavn leben 18.000 Menschen und dennoch hat die Hauptstadt der Färöer viel zu bieten. Unbedingt anschauen sollte man sich die kleine Festung am Hafen und auch das Stadion der Färöer ( Fußballfans bestens bekannt) ist sicherlich einen Besuch wert. In der Stadt gibt es viele kleine Geschäfze und Cafés, kurz gesagt, Tórshavn ist ein Ort der Geborgenheit in der ansonsten rauen Landschaft der Färöer

Fußballstadion

Die Färöer genießen neben England, Nordirland, Schottland, Wales und Gibraltar das Recht, trotz fehlender staatlicher Souveränität Mitglied der UEFA zu sein. Besonders erfolgreich ist die Nationalmannschaft nicht, sie belegt in der Rangliste Platz 53 von 55. Nur einmal gelang den Färöern eine kleine Sensation, als sie auf neutralem Boden bei einer EM Qualifikation mit 1:0 zu besiegen. Das Stadion in Tórshavn wurde im Jahr 2000 eingeweiht und hier gibt es eine Kuriosität.  Auf den Färöern ist es so windig, das die FIFA eine Sonderregelung erlaubt, wenn es bei starkem Wind einen Strafstoß gibt, darf ein Mitspieler den Ball festhalten.

Festung Skansin

Direkt am Hafen liegt die kleine Festung Skansin. 1580 erbaut und 1780 erweitert nennen sie die Einwohner Tórshavns  die "friedlichste Festung der Welt" da hier meist nur Salut geschossen wurde. Das mag daran gelegen haben, das die Festung von der Seeseite aus durchaus imposant gewirkt haben muss. Im zweiten Weltkrieg haben die Briten Tórshavn vor Angriffen geschützt, davon zeugen auch heute noch 2 Kanonen. Heute macht die Festung einen sehr friedlichen und freundlichen Eindruck, hier trifft man sich.  Der beliebteste Punkt ist der kleine Leuchtturm, der über Tórshavn wacht.

Nehmt Euch unbedingt noch ein wenig Zeit für Tórshavn, die Stadt ist wirklich sehr nett und lädt zum bummeln oder einer kleinen Pause in den zahlreichen Cafés und Kneipen ein. Uns haben die Faröer sehr gut gefallen, eine wirklich abwechslungsreiche, atemberaubende Landschaft, die den Besucher sofort in den Bann ziehen. Hoffentlich kommen wir irgendwann wieder hier vorbei.

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