Mittelmeer mit Valencia MS 2 08.10.-15.10.19

Mittelmeer mit Valencia 08.10.-15.10.19

Wir sind auf eigene Faust nach Mallorca angereist.Vom Flughafen aus sind wir mit der Buslinie 1 zum Hafen gefahren. Die Fahrt kostet 5€ pro Person, eine wirklich günstige Alternative zum Transfer von TUI. Allerdings sollte man sich vorher anschauen an welchem Pier das Schiff liegt, da es unterschiedliche Haltestellen am Hafen gibt. Wir haben das leider nicht beherzigt und sind beim Ausruf des Busfahrers "Puerto" beherzt aus dem Bus gestiegen und den Massen hinterher gelaufen, nur um dann  festzustellen, das wir Liegeplatz eines Schiffes von MSC ausgestiegen waren.Die Mein schiff konnten wir sehen, allerdings auf der anderen Seite des Hafens. Also hieß es für uns mit den Koffern einmal das Hafenbecken zu umrunden. Gegen 17:00 Uhr hatten wir die MS erreicht und waren froh, das wir mit einem Erfrischungsgetränk empfangen wurden.

Der Check Inn um diese Zeit ist gar kein Problem, die Kabine war auch schon fertig und das Gepäck kam zügig auf die Kabine. Nach dem Auspacken war es auch schon an der Zeit ins Atlantik zu gehen, um das erste Essen an Bord zu genießen. Wir waren ziemlich müde und haben das auslaufen vom Balkon unserer Kabine genossen und sind dann ins Bett gegangen.

Den Seetag haben wir mit Wellnessbehandlungen und dem Erkunden des Schiffes verbracht, unser erstes Ziel war Rom

Rom 10.10.19

Wir hatten den Transfer nach Rom für 44€ pro Person über Civitatours gebucht, was deutlich günstiger war als der Transfer über TUI. Das Hafengelände haben wir mit dem kostenlosen Shuttlebus verlassen, dieser brachte uns direkt zum Busbahnhof, von dem auch die Ausflüge starten.

Da wir sonntags in Civitavechhia waren, dauerte die Fahrt nur eine Stunde, das kann während der Woche auch länger dauern.

 

Aventis Key Hole

Über die Via Santa Sabina gelangten wir auf den Aventis, einem der sieben Hügel von Rom. Der Spaziergang war wunderschön und wir haben einen Eindruck von Rom abseits des Massentourismus bekommen. Bevor die grüne Tür mit dem berühmten Schlüsselloch erreichten, kamen wir am Giardino degli aranci vorbei, einem kleinen Park mit vielen Orangenbäumen und einem wunderschönen Blick auf Rom. Nach einem kurzen Stopp mit dem obligatorischen Selfie ging es zur Piazza dei Cavalieri di Malta, wo sich schon eine Schlange gebildet hatte. Alle warteten geduldig darauf, einen Blick durch das Schlüsselloch werfen zu können. Nach 30 Minuten waren wir an der Reihe, mit beiden Handys und der Kamera bewaffnet. Nach einem kurzen persönlichen Blick durch das Schlüsselloch, durch das man hinter einem Laubengang den Tiber und direkt in der Mitte die Kuppel des Petersdom sehen kann, hieß es nun Kamera draufhalten und hoffen, das ein gutes Foto dabei herauskommt, was durch die unterschiedlichen Lichtverhältnisse nicht einfach ist. Uns ist kein richtig gutes Foto gelungen, aber egal, wir haben den zauberhaften Ausblick ja mit eigenen Augen genießen dürfen. Viel Zeit für das perfekte Foto hat man nicht, die anderen wollen ja auch ran. Gelohnt hat sich unser Besuch auf jeden Fall.


Mercato Centrale

Zu Italien gehört eine gute Pizza,wir hatten das Frühstück ausfallen lassen um im Mercato Centrale direkt neben dem Hauptbahnhof die angeblich beste Pizza Roms zu probieren. Die Oizzeria war schnell gefunden, zwei Sitzplätze zu finden gestaltete sich da schon schwieriger, um die Mittagszeit ist die Markthalle sehr voll. Wir haben dann doch zwei Plätze an der Theke ergattert und unsere Pizza bestellt. Diese wird frisch zubereitet, man bekommt eine Nummer und wird aufgerufen, wenn die Pizza fertig ist. Wir haben uns für eine schlichte Margarita entschieden und was soll ich sagen, die Pizza war super. Ob es die beste Pizza Roms ist können wir nicht beurteilen, sehr lecker war sie auf jeden Fall.

Die spanische Treppe

Ein Muss bei einem Besuch Roms ist die spanische Treppe. Bei unserem ersten Besuch in Rom war sie leider nicht im Programm. Wir sind von oberhalb gekommen und haben uns noch in der Kirche Santa Trinita dei Monti umgesehen, das lohnt sich, sie ist innen wunderschön.

Die spanische Treppe wurde ab 1723 erbaut, der bis zu diesem Zeitpunkt wild bewachsene Abhang, der zur Piazza di Spagna herabführte, wurde damals als ein unpassender Abschluss des mittlerweile bebauten Stadtgebietes empfunden.

 


Heute ist es nicht mehr erlaubt sich auf die spanische Treppe zu setzen, da zu viele Menschen die Treppen hinauf oder hinunter wollen und die Sitzenden es allen anderen unmöglich machen, die Treppe zu nutzen. Die Einhaltung dieser Regel wird von Ordnungsdiensten streng überwacht und jeder der versucht sich zu setzen wird unter Einsatz einer Trillerpfeife aufgefordert aufzustehen, was zu ordentlichen Pfeifkonzerten führt.

Gelateria Valentino

Auf dem Weg zum Trevi Brunnenhaben wir uns noch ein Eis in einer der beliebtesten Eisdiele gegönnt, der Gelateria Valentino.

http://www.gelateriavalentino.it/

 

Hier bekommt man wirklich gutes Eis mit sehr freundlichem Service. Wir haben unser Eis mit sehr freundlichem Service. Wir haben unser Eis im Laden gegessen um die tolle Atmosphäre in Ruhe genießen zu können.


Trevibrunnen

Da der Trevibrunnen bei unserem ersten Besuch in Rom eine Großbaustelle war, haben wir es uns nicht nehmen lasssen ihn uns fertiggestellt und in voller Pracht noch einmal anzuschauen.

Nachmittags drängen sich unzählige Touristen um diese Sehenswürdigkeit zu sehen und zu fotografieren. Mit ein bisschen Geduld haben aber auch wir Fotos machen können.


La Spezia 11.10.2019

Die Ausflugshighlights in La Spezia sind Florenz und Cinque Terre, weshalb der Hafen gern von Kreuzfahrtschiffen angefahren wird. Nach Cinque Terre kommt man mit dem Boot oder dem Zug, auch Florenz ist gut mit dem Zug zu erreichen.Wir sind in La Spezia geblieben und  wollten es nach dem ereignisreichen Tag in Rom ruhig angehen lassen.  Entlang der schönen Strandpromenade sind wir in Richtung der Innenstadt La Spezias gelaufen. Dort liegen auch die Ausflugsboote, die regelmäßig Cinque Terre anfahren. Die Tickets können direkt dort gekauft werden. Am Ende der biegt man nach rechts ab in Richtung Innenstadt und dem Bahnhof.

Das Frühstück an Bord haben wir heute wieder ausfallen lassen, wir wollten Farinata probieren, eine Spezialität der Region. Farinata ist ein Pfannkuchen der aus Kichererbsenmehl, Olivenöl, Wasser und Salz hergestellt wird. Sie wird heiß gegessen, da der Teig sehr schnell hart wird, wenn er erkaltet. Mein Mann fand die Farinata super, meine Begeisterung hielt sich in Grenzen. Die typische Farinata gibt es in der Pizzeria La Pia Centenaria.

 


In der Caffeteria Orefeci haben wir uns noch einen Espresso und einen Cappuccino getrunken. Der Kaffee ist sehr gut und wir für beides 2.50€ bezahlt. Auch viele Einheimische genießen ihren Kaffee gerne hier.


Wir hatten uns von zu Hause schon ein Restaurant ausgesucht, in dem wir essen wollten. Gemütlich haben wir uns durch das schöne La Spezia zum Restaurant durchgearbeitet. Dort angekommen trafen wir auf eine reizende ältere Dame, die uns auf italienisch ansprach. Verstanden haben wir nichts, uns wurde aber klar, das dies keine Empfehlung war, in diesem Restaurant zu essen. Wir haben der Dame mehr vertraut als allen Bewertungen und uns lieber nach einer Alternative umgesehen. Unsere Wahl fiel auf die Pizzeria Pulcinella. Die Pizza war sehr gut, das Tiramissu vom feinsten und günstig war es auch. 35€ für Zwei Pizzen, Tiramissu und eine Flasche Wein fanden wir sehr fair. 

Nach dem Essen sind wir langsam zurück zum Schiff geschlendert, wir hatten einen tollen Vormittag in La Spezia. Es ist durchaus empfehlenswert, auch mal einen ruhigen Tag ohne straffes Programm zu verleben, auch wenn wir das nächste Mal in La Spezia wahrscheinlich nach Cinque Terre fahren würden, sicherlich auch lohnenswert.

Cannes 12.10.2019

Cannes begrüßte uns mit Regen. So haben wir unsere Erkundung der Stadt auf den Nachmittag verlegt. Die Entscheidung das Mittagessen noch auf der MS einzunehmen erwies sich nachträglich als goldrichtig, ein heftiges Gewitter zog über uns hinweg, das sogar kurzzeitig das Tendern unmöglich machte. Nach dem Essen im leeren Atlantik Restaurant, haben auch wir mit dem Tenderboot in den Hafen von Cannes übergesetzt. Das Wetter wurde deutlich besser, es kam sogar die Sonne heraus, was eine Stadt doch gleich viel schöner werden lässt. 

Eglise Notre Dame d`Espérance

Durch die bunten Straßen der Altstadt haben wir uns zur Eglise Notre Dame d`Espérance begeben, die auf einem kleinen Hügel liegt. Der Aufstieg auf den kleinen Hügel ist gut machbar und von dort hatten wir einen tollen Blick auf Cannes und den Yachthafen. Rund um die kleine Kirche laden viele schattige Plätze zum Verweilen ein.


Marché Forville

Sehenswert ist die Markthalle in Cannes. Der Marché Forville bietet alles an, was das Genießerherz begehrt. Es werden Obst und Gemüse Blumen und natürlich Fisch angeboten. Rund um die Markthalle befinden sich viele kleine Restaurants und Geschäfte, die die Atmosphäre abrunden. Wir waren aufgrund des Wetters leider zu spät da, der Markt hatte bereits geschlossen. Also dann beim nächsten Mal.

Palais des Festivals et des Congrès

Nun wurde es Zeit, sich das bekannteste Gebäude Cannes anzusehen. Auch ohne roten Teppich ist das Palais des Festivals et des Congrès beeindruckend. Hier finden nicht nur die Filmfestspiele statt, sondern auch ganzjährig Veranstaltungen und Kongresse. Wegen einer Veranstaltung konnten wir leider nicht auf das Gelände. Also sind wir weiter gegangen, immer an der Strandpromenade entlang, die aber leider wegen Bauarbeiten momentan nicht direkt am Meer, sondern an einem Bauzaun entlang, der aber mit unzähligen Plakaten prominenter Besucher von Cannes zu einem interessanten Kunstwerk wird. Zum Schluss konnte wir doch noch ein winziges Stück an der Promenade entlang gehen. Wir haben uns an einem Cafe niedergelassen und bei einem kühlen Bier die Atmosphäre Cannes in uns aufgenommen. Nun war es Zeit zum Schiff zurückzukehren und in Richtung Valencia zu fahren.

Valencia 14.10.19

In Valencia haben wir den Shuttle der MS genutzt. Wir wurden sehr zentral am Stadttor abgesetzt. Hier begann dann auch unser Spaziergang durch die Stadt bei bestem Wetter. 

Die Stierkampfarena

Sehr sehenswert ist die Stierkampfarena in Valencia. Sie wurde zwischen 1850 und 1859 im neoklassizistischen Stil erbaut. Die Arena kann gegen Eintritt besichtigt werden, ein kleines Museum ist integriert. Auch wenn man durchaus zum Thema Stierkampf unterschiedlicher Meinung sein kann, sollte man die Arena besichtigen. Wir durften leider wegen einer Veranstaltung nicht hinein, was wir sehr bedauert haben. 

Bahnhof Valencia Norte

Direkt gegenüber der Arena liegt der Bahnhof Valencias. Er wurde nach elfjähriger Bauzeit 1917 eröffnet. 1987 wurde das Empfangsgebäude unter Denkmalschutz gestellt und als "Gebäude mit nationaler Bedeutung" bezeichnet,´.


Unser Highlight in Valencia war die Markthalle. Hier wird von Obst, Gemüse. Fleisch und Fisch bis zu Souvenirs wirklich alles angeboten. Wir haben eine gute Stunde hier verbracht, um auf 8000 qm auch wirklich alles gesehen zu haben. Die Souvenirs sind in der Markthalle auch durchaus günstiger als in der Stadt. Mir hat es ein Stier vom Künstler Gaudi angetan, den ich nach einem Preisvergleich in der Markthalle erstanden habe. 

San Tomaso

Mittags wollten wir uns Tapas gönnen. Nachdem wir mehrmals am Restaurant San Tomaso vorbeigekommen waren, haben wir uns entschlossen hier einzukehren. Nachdem wir die Speisekarte erhalten hatten stellten wir fest, das wir in einem italienischen Restaurant gelandet waren. Wir sind trotzdem sitzen geblieben und wurden nicht enttäuscht. Der Service war gut und die Pizza lecker.

http://www.santommaso.es/

Jardin del Turia

Schon als wir unseren Rundgang in Valencia begonnen haben sind wir über das trockene Flussbett des Rio Turia gegangen. Dieser wurde nach einer großen Flut in den 1960er Jahren umgeleitet. In den 1980er wurde die Parkanlage angelegt und wird rege genutzt. Die einzelnen Abschnitte unterscheiden sich durch unterschiedliche Bepflanzungen. Wir sind durch die Anlage geschlendert bis wir an deren Ende die Ciutat de les Arts i le Ciènces erreicht haben.

Ciutat de les Arts i les Ciènces

Die "Stadt der Künste und der Wissenschaften" liegt im trockengelegten Flussbett des Turia und wurde 1998 feierlich eingeweiht. In dem Komplex sind unter anderem folgende Gebäude untergebracht:

Im  L´Hemisfèric befinden sich auf 13.000 qm ein I-Max 3 D Kino, ein Planetarium und ein Laserium.

Museo de les Ciències Princep Felip - Wissenschaftsmuseum

L`Oceanogràfic  - Aquarium

Palau des les Artes Reina Sofia - Oper und Musikpalast.

Für die Stadt der Künste kann bestimmt einen ganzer Tag eingeplant werden, wir haben uns das für en nächsten Besuch aufgehoben.

 

Da wir bereits näher am Hafen waren, als am Abholpunkt des Shuttlebusses sind wir einfach zu Fuß zum Hafen zurückgegangen. Nach 45 min. hatten wir den Hafeneingang erreicht und einfach  den kostenlosen Shuttlebus der MS genutzt. Die Ausfahrt aus Valencia war sehr schön, es gab "Große Freiheit" endlich wieder in voller Länge und mit etwas Wehmut haben wir das Auslaufen genossen, war Valencia doch der letzte Hafen unserer Reise.

Die Rückreise

Wir haben um 04:00 Uhr morgens in Palma angelegt. Deshalb haben wir einen relativ frühen Rückflug gebucht. Das Gepäck haben wir abends nicht vor die Kabinentür gestellt, um morgens flexibel zu sein. Gegen 05:30 Uhr haben wir das Schiff verlassen und sind das kurze Stück zum Hafenausgang gelaufen. Direkt links ist die Haltestelle für den Bus der Linie 1, die Abfahrtzeiten haben wir bereits bei der Ankunft gecheckt. Der Bus war pünktlich und wir sind durch die langsam erwachende Stadt bis zum Flughafen gefahren. Der Check Inn verlief reibungslos, die Maschine war pünktlich und so waren wir am frühen Nachmittag wieder zu Hause. 

Mein Fazit

Ich war Anfangs skeptisch, ob uns die MS2 gefallen würde, ist sie doch sehr groß und wir mögen die kleineren Schiffe. Wir waren bislang nur mit der MS 3 und der MS 4 unterwegs und die fanden wir für uns perfekt. Die Zweifel waren unbegründet, die vielen Passagiere auf der MS 2 merkt man kaum. Im Gegenteil, wir sind jeden Abend, egal zu welcher Zeit immer gleich ins Atlantik gekommen, das haben wir auf der 3 und 4 auch durchaus anders erlebt. 

Die MS ist sehr modern eingerichtet, was mir sehr gut gefallen hat, meinem Mann war sie zu clean. So unterschiedlich ist das Empfinden. 

Das Essen war wie immer von sehr guter Qualität, der Service gewohnt freundlich und wir haben keinerlei negative Kritikpunkte. 

Ich bin mir sicher, das wir gerne wieder auf die MS 2 zurückkehren werden.

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