Akureyri 08.07.17

Akureyri 08.07.17

In Akureyri liegen die Schiffe sehr zentral. Bis zum Zentrum sind es nur knapp 2 km. 

Wir hatten uns für zwei Ausflüge über die Reederei entschieden.

Vormittags wollten wir die Umgebung erkunden, nachmittags gab es einen Reitausflug.

 


Der Mývatn See

Vom Hafen aus ging es durch die sich immer wieder abwechselnde beeindruckende Landschaft Islands. Unser Reiseleiter war ein Holländer, der seit vielen Jahren auf Island lebt. Er führte uns informativ und witzig in die Geschichte und Eigenarten Islands ein. Selten habe ich einem Reiseleiter so gerne zugehört. 

Unser erster Stopp war am Mývatn  ( Mückensee), der seinen Namen den im Sommer in großen Schwärmen auftretenden Mücken verdankt. Meist sind das harmlose Zuckmücken, die nicht stechen, aber auch stechende Kriebelmücken kommen vor Im Sommer gibt es zwei Perioden von jeweils 2 Wochen, in denen die Zuckmücken schwarze Säulen am Ufer des Sees bilden.

Die Mücken bilden die Grundlage des beachtlichen Fischreichtums und der großen Entenpopulation.

 


Dimmuborgir

Nach einer kurzen Fahrt erreichten wir Dimmuborgir, ein Lavafeld mit mit den Überresten eines  Lavasees. Die Steinformationen erinnern an Ruinen von Burgrn und Türmen, die Isländer halten diesen Ort in Ihrer Mythologie als Unterkunft von Elfen und Trollen.

Schön anzusehen, aber da wir schon mehrfach auf den Kanaren waren, hielt sich unsere Begeisterung in Grenzen.


Godafoss

Das Highlight dieses Ausflugs war der Godafoss. Das Wasser stürzt auf einer Breite von 158 Metern 11 Meter in die Tiefe. In Island gibt es für viele Dinge eine Sage, so auch für den Godafoss. So soll der Gode und Gesetzessprecher þorgeir Ljósvetningagoöi þorkelsson im 1000 n. Chr. , als beschlossen wurde die christliche Religion zu übernehmen, alle heidnischen Götterbilder in den Godafoss geworfen haben.


Nach dem wirklich empfehlenswerten Ausflug vormittags, ging es für uns nach einem kleinen Mittagssnack zu den Islandpferden. Diese sind sehr robust und können auch Erwachsene tragen. Die Isländer achten sehr auf eine Reinzucht, Island verbietet die Einfuhr von Islandpferden, damit keine Krankheiten eingeschleppt werden. Wenn ein Islandpferd die Insel verlässt, darf es nicht mehr nach Island eingeführt werden.

Die Besonderheit der Isländer ist, das diese neben Schritt, Trab und Galopp auch Pass und Tölt gehen können. Der Tölt ist die schnellste und für den Reiter angenehmste Gangart.

Die Pferde standen für uns schon bereit, nachdem wir Reithelme bekommen haben, ging es in der großen Gruppe los. Dieser Ausflug ist sowohl für erfahrene Reiter, als auch für Anfänger geeignet, da zwei Gruppen gebildet werden. Die Anfänger erwartet ab einem gewissen Punkt ein gemütlicher Ausritt im Schritt, erfahrene Reiter bekommen die Gelegenheit alle Gangarten zu erleben. 

Ein wirklich sehr empfehlenswerter Ausflug, bei dem alle auf Ihre Kosten kommen.

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