Geiranger 01.07.17

Geiranger 01.07.17

Geiranger liegt am Ende des gleichnamigen Fjordes, der eine der meistbesuchten Sehenswürdigkeiten Norwegens ist. Der kleine Ort hat etwas mehr als 200 Einwohner, alle leben vom Tourismus. Mehr als 700.000 Besucher kommen jedes Jahr hierher, da kann es gut sein, das auf die 240 Einwohner bis zu 3000 Kreuzfahrttouristen kommen. Geiranger selbst ist sehr überschaubar, deshalb machen die meisten Kreuzfahrer Ausflüge in die wunderschöne Umgebung. 

Ausführliche Informationen zum Hafen, zu örtlichen Anbietern, öffentlichen Verkehrsmitteln und Ausflügen auf eigene Faust in Geiranger habe ich hier hinterlegt.

Fahrt durch den Geirangerfjord

Eine Fahrt durch den Geirangerfjord ist das Highlight einer jeden Norwegen Kreuzfahrt. Hier lohnt es sich wirklich, früh auf zu stehen, um die Durchfahrt des Fjordes zu genießen. Wir durften dies schon das zweite Mal genießen und auch, diesmal war ich wieder sprachlos, ob dieses Naturerlebnisses. Langsam bahnen sich die Kreuzfahrtschiffe ihren 15 Kilometer langen Weg durch den zum Teil nur 600 Meter breiten Fjord. Rechts und links kann man je nach Wetterlage unzählige Wasserfälle sehen, wenn es vorher ausreichend geregnet hat, in ihrer vollen Pracht.

Der Geirangerfjord ist einer der bekanntesten Fjorde Norwegens und ist seit 2005 Unesco Weltkulturerbe.

Bekannt sind die Wasserfälle "Die sieben Schwestern" und " Freya" die sich direkt gegenüber liegen. Der Saga nach buhlte Freya nacheinander um die Gunst der Schwestern, als diese ihn jedoch verschmähten, begann er zu trinken. Der Wasserfall ähnelt in seiner Form einer Flasche.

Wanderung zum Storsetterfossen.

Diese Wanderung hatten wir auch 2015 schon gemacht, waren damals aber nicht. bis zum Wasserfall gekommen. Der Wasserfall liegt auf 550 Metern Höhe und meine Kondition hatte mir damals einen Strich durch die Rechnung gemacht. Dieses Mal hatte ich den Anspruch an mich, dort hoch zu kommen. 

Wer zum Storsetterfossen wandern möchte, hält sich gleich nach der Touristeninformation ( hier erhält man auch eine Wanderkarte für Geiranger) an der Straße nach rechts und geht in Richtung des kleinen Wasserfalles. Direkt hinter dem Hotel Union, führt links ein Weg in Richtung Wasserfall. Diesem folgt man, ca. 300 Meter bergauf, was für ungeübte schon sehr sportlich ist. Nach 300 Höhenmetern erreicht man das Hotel und Restaurant Westerås, das mit einer großen Außenterasse zu einer Pause einlädt. Hier war beim letzten Mal für mich Schluss, heute war ich besser drauf und fühlte mich gut genug, die restlichen 200 Höhenmeter anzugehen. Nachdem wir eine kurze Pause eingelegt und etwas getrunken haben, sind wir zur zweiten Etappe aufgebrochen. Etwas neidisch habe ich auf eine Reisegruppe von Mein Schiff geschaut, die bis hierhin mit dem Bus gefahren waren und nur die zweite Hälfte vor sich hatten. 

Wenn man von Westerås los läuft, biegt man gleich nach den Hütten auf der linken Seite ab. Hier steht auch ein Hinweisschild zum Storsetterfossen. Die letzten 200 Meter haben es nochmal in sich, einige aus der Mein Schiff Gruppe haben auch relativ schnell aufgegeben. Das kam für uns jetzt nicht mehr infrage, wir wollten nach oben. Zu unserem Glück sind wir irgendwann hinter einer Dame gelandet, die in einem auch für uns richtigen Tempo langsam aufstieg, so hatten wir es dann endlich geschafft und der Anblick des Wasserfalls hat uns sofort für alle Strapazen entschädigt. Der Weg hier hinauf lohnt sich wirklich.

Storsetterfossen

Es ist möglich hinter den Wasserfall zu laufen, was wir auch getan haben. Dazu sollte man keine Höhenangst haben und unbedingt festes Schuhwerk tragen. Der Weg führt über schmale Treppen hínab und ist nass und damit auch rutschig. Vorsicht ist also geboten, vor ein paar Jahren ist hier ein Leichtsinniger abgestürzt und konnte erst Wochen später gefunden werden. Wer sich an die Vorschriften hält kann dieses Erlebnis aber gefahrlos genießen.

Es ist möglich hinter den Wasserfall zu laufen, was wir auch getan haben. Dazu sollte man keine Höhenangst haben und unbedingt festes Schuhwerk tragen. Der Weg führt über schmale Treppen hinab und ist nass und damit auch rutschig. Vorsicht ist also geboten, vor ein paar Jahren ist hier ein Leichtsinniger abgestürzt und konnte erst Wochen später gefunden werden. Wer sich an die Vorschriften hält kann dieses Erlebnis aber gefahrlos genießen.

Westerås

Auch diesmal wollten wir in Westerås eine Pause einlegen, um dort Waffeln mit Jordbær (Erdbeermarmelade)und Rømme (ähnlich wie Sauerrahm) zu essen. Da wir wussten, das die Mein Schiff Reisegruppe dort auch einkehren würde, sind wir vor Ihnen los gegangen. Runter geht es deutlich einfacher und so waren wir zügig wieder an dem kleinen Berghof. So konnten wir schon mal bestellen, bevor die Gruppe eintraf. Die norwegischen Waffeln sind wirklich göttlich und die hatten wir uns diesmal ja auch erarbeitet. Erdbeeren und somit auch die Marmelade sind in Norwegen sehr lecker, das liegt daran, das sie während der Sommermonate fast 24 Stunden Sonne abbekommen. Wegen der niedrigen Temperaturen wachsen sie zwar langsam, durch die vielen Sonnenstunden sind sie aber sehr süß. Nach unserer kleinen Mittagspause ging es zurück nach Geiranger. Diesmal haben wir uns noch ein bisschen Zeit genommen und den wirklich sehr überschaubaren Ort angeschaut.

Café Olé

Das Café Olé , bietet lostenloses W- Lan, man findet es leicht da sich dort auch die meisten Crewmitgieder aufhalten um mit ihren Familien zu telefonieren. 

Hier gibt es einen super leckeren Schokoladenkuchen, den man am besten mit einer Kugel Eis genießt. Auch der Kaffee ist sehr gut, in Norwegen trinkt man traditionell gebrühten Kaffee und das sehr häufig. Die Norweger trinken durchschnittlich 3,3 Tassen Kaffee pro Tag und liegen damit in Europa hinter den Finnen auf Platz zwei.


Wir hatten wieder einmal einen tollen Tag in Geiranger und sind zufrieden, müde und mit beginnendem Muskelkater zurück zum Schiff gelaufen.

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